Frankfurt-Marathon

Frankfurt Marathon: Peter Fuchs läuft zum M45-Hessentitel

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Peter Fuchs vom ASC Marathon Friedberg hat in Frankfurt die Hessenmeisterschaft in der Altersklasse M45 gewonnen. Drei Wetterauer blieben unter der Drei-Stunden-Grenze.

Einstellige Temperaturen und eiskalter Ostwind machten die 37. Auflage des Frankfurt Marathon für die 13 000 Teilnehmer zu einer Herausforderung. Unter den 10 600 Finishern erreichten auf dem flachen und schnellen Kurs lediglich drei Wetterauer ein Finish unter der magischen Drei-Stunden-Schallmauer. Sehr schnell unterwegs waren die Ausdauerspezialisten des ASC Marathon Friedberg: Peter Fuchs lief in seinem zweiten Marathon ohne Fahrradvorbelastung 13 Minuten schneller als jemals zuvor und feierte mit 2:41:59 Stunden die Hessische Marathonmeisterschaft in der M 45. Christian Smolka toppte seine persönliche Streckenbestzeit mit 2:43 Stunden und holte hessisches Bronze in der M 35. M 45-Starter Dr. Steffen Knauer (SC Dortelweil) blieb mit 2:52:14 ebenfalls unter drei Stunden.

Oberhessencup-Siegerin Lena Becker (TGV Schotten) wurde in 3:00:03 Stunden hessische Vizemeisterin in der U 20 und Dritte in der hessischen Gesamtwertung. Kerstin Bertsch indes lief im Trikot der Asics Frontrunner mit Doppelbabyjogger in starken 3:14:20 Stunden Weltrekord. Die schnellsten weiblichen Füße aus der Wetterau hatte die Vilbelerin Jenny Kipper, die nach 3:18:58 Stunden den roten Teppich in der Frankfurter Festhalle überquerte. Bodo Heil vom Lauftreff Butzbach sicherte sich in der M 80 den Hessenmeistertitel in 5:37:04 Stunden.

ASC Marathon Friedberg: Mit Handschuhen und Langarmtrikot am Start rüstete sich der Friedberger Peter Fuchs gegen die vorwinterlichen Bedingungen. Immer den Windschatten eines anderen Läufers suchend, sparte er wertvolle Kraft auf dem letzten Teilstück über zwölf Kilometer. "Auf der Südseite des Mains Richtung Höchst konnte ich mit Windunterstützung rund sechs Sekunden pro Kilometer schneller laufen als für eine Zielzeit von 2:45 Stunden notwendig gewesen wäre", sagt der vierfache Familienvater hinterher. Zwei Minuten schneller als geplant bog Fuchs bei Kilometer 30 in die Mainzer Landstraße Richtung Osten ein und suchte den Windschatten anderer Läufer. "Bis Kilometer 42 lief ich tatsächlich jeden Kilometer unter 3:54 Minuten und konnte den Einlauf in die Festhalle genießen", freute sich Fuchs. In 2:41:59 Stunden nahm er den Hessischen Marathonmeistertitel in der M 45 mit nach Hause.

Hessisches M 35-Bronze holte Christian Smolka, der in 2:43 Stunden finishte. "Geplant hatte ich 2:39 Stunden, aber ab Kilometer 35 machten mir Krämpfe einen Strich durch die Rechnung", berichtete der Wahl-Freiburger im Ziel.

Christoph Sulzer lief mit 3:17:38 Stunden sein schlechtestes Marathon-Ergebnis überhaupt. "Ich wollte unter 2:45 Stunden kommen", bedauert der Bad Nauheimer. "Aber ab Kilometer 23 bekam ich muskuläre Probleme im rechten Bein, musste immer wieder Gehpausen einlegen." In kurzer Hose und Trikot unterwegs erreichte Sulzer völlig ausgekühlt das Ziel und musste sich mit zwei Infusionen erst einmal aufpäppeln lassen.

Jörg Roßberg, Mitglied im Frankfurt Marathonclub und zum 15. Mal mit einer ewigen Startnummer unterwegs, finishte in 3:33 Stunden. Andi Höckendorf, lange gemeinsam mit Roßberg auf der Strecke, lief nach 3:36:01 durch den roten Zielbogen.

Eva Sulzer indes rannte im Mini-Marathon über 4,2 Kilometer nach 16:35 Minuten als Vierte der U 18 und Gesamtfünfte ins Ziel.

Lauftreff Florstadt: Der Lauftreff Florstadt ging mit vier Marathon-Einzelstartern und zwei Staffeln ins Rennen. Edgar Lamberz und Dirk Predki riefen als Mitglieder im Marathon-Club mit 3:29 und 3:38 Stunden ihre Trainingsleistung optimal ab. Mitglied im Club wird man ab dem zehnten Frankfurt-Start automatisch und erhält eine feste, "ewige" Startnummer. Dieter Petry war zum 22. Mal in Frankfurt am Start und finishte in 3:56 Stunden. Stefan Trappe knackte mit 3:59:55 Stunden die Vier-Stunden-Marke. Die Staffel LT I erreicht mit Monja Schauberger, Felipe Abramovich, Jens Preußner und Susanne Becker in 4:17 Stunden das Ziel. 3:43 Stunden benötigten Corinna Benedix, Marion Gröninger, Béla Stewen und Mona Winter.

LG ovag Friedberg-Fauerbach: Stephan Siddi überquerte nach 3:48:47 Stunden die Ziellinie, Hans-Joachim Müller finishte in der M 65 als 16. in 3:50:24 Stunden. 3:44:39 Stunden zeigte die Uhr im Ziel für M 55-Starter Uli Muth.

TSV Nieder-Mörlen: Michael Kalunka finishte nach 3:24:40 Stunden, 3:21:17 Stunden zeigte die Zeitnahme in der Festhalle für seinen Vereinskameraden Ralf Steinert.

Fun-Ball Dortelweil: Fünf Fun-Baller waren am Start. Schnellster Vereinsläufer war Martin Frerichs mit 3:14:57 Stunden. Unter 3:30 Stunden blieben gleich drei weitere Triathleten: Thomas Dey-Menzl (3:25:39), Jürgen Braun (3:28:08) und Stefan Rheindorf (3:28:58). Braun und Rheindorf liefen ab Kilometer fünf Seite an Seite. Kim Jennifer Kraut, im Triathlon auf Gesamtplatz zwei in Nidderau in diesem Jahr erfolgreich unterwegs, machte an ihrem ersten Marathon eine bittere Lehrerfahrung. Ab Kilometer 35 musste sie mehr oder weniger komplett gehen und finishte in 4:30 Stunden.

Andere Vereine : Die Oberhessencup-Zweitplatzierte Anne Wagner (TV Echzell) lieferte mit 3:21:04 Stunden eine solide Leistung ab. Der Münzenberger Matthias Ott (Team Sportona) finishte seinen ersten Marathon in 3:03:48 Stunden. Der ehemalige Fitness-Trainer des EC Bad Nauheim bereitet sich momentan für die Challenge Roth der Triathleten im Juli vor. Dabei steht nach 3,8 Kilometer Schwimmen und 180 Radkilometern ein Marathon an. "Ich wollte eigentlich um die 2:56 Stunden laufen, aber Wind, Kälte und verhärtete Muskeln machten mir einen Strich durch die Rechnung", sagte Ott. "Die letzten 12,195 Kilometer waren die längsten meines Lebens." Im Mini-Marathon über 4,2 Kilometer starteten unter anderem zwölf Schwimmer der SG Wetterau. Auch der VfL Altenstadt beeindruckte unter den 2000 Schülern mit den Leichtathleten Jussin Nissinen (14:54 Minuten) auf Gesamtplatz zehn und Noel Freder (2. U 14).

1170 Euro-Sammlung für Lebenshilfe

Sieben Läuferinnen und Läufer liefen in den 14 Staffeln der Lebenshilfe Wetterau auf der Strecke mit der Sammeldose. "Von einem Cent bis 50 Euro haben wir auf der Strecke alles von Zuschauern, Streckenposten, Helfern, in Cafés und Restaurants Spenden bekommen", freut sich Jochen Rolle von der Lebenshilfe. "Durch unseren Aufruf im Vorfeld sind über 10 000 Euro zusammengekommen, mit denen wir die Dachterrasse und das Außengelände einer stationären Wohnstätte in Gedern umgestalten."

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