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Ex-Teufel Daniel Heinrizi hat als Sportlicher Leiter beim EHC Freiburg einen erfolgreichen Einstand.

Eishockey

Ex-Teufel: Was Daniel Heinrizi beim EHC Freiburg bereits bewegt hat

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Rund neun Jahre lang war Daniel Heinrizi beim EC Bad Nauheim und den Roten Teufel tätig. Am Sonntag kommt der 34-Jährige als Sportlicher Leiter des EHC Freiburg ins Colonel-Knight-Stadion.

(mn). Er war Trainer, Co-Trainer und Sportlicher Leiter. Beim EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 und zuletzt bei den Roten Teufeln, dem Nachwuchsverein. Im Frühjahr, nach fast neun Jahren in der Wetterau, hat Daniel Heinrizi eine neue Herausforderung angenommen. Beim Zweitligisten EHC Freiburg wurde der 34-jährige A-Lizenz-Inhaber als Sportlicher Leiter vorgestellt; mit Schwerpunkt DEL2.

Daniel Heinrizi, der EHC Freiburg steht in Tabellenregionen, die man aus der Vergangenheit nicht kannte. Sehen Sie dies noch als Momentaufnahme an, oder wird es gelingen, den Klub dort zu etablieren?

Daniel Heinrizi:Mit Sicherheit ist es derzeit eine Momentaufnahme. Ich glaube aber, dass wir kontinuierlich stärker werden. Unser Ziel ist es natürlich, uns so lange wie möglich soweit weit oben wie möglich zu platzieren. Das ändert aber nichts an unserem grundsätzlichen Saisonziel: Platz zehn oder besser. Wenn wir aber weiter so arbeiten und die Spieler unsere Philosophie so konsequent umsetzen, weil sie merken, dass sie damit Erfolg haben: Warum sollen denn nicht wir in diesem Jahr die Überraschungsmannschaft sein?

An Ihre Verpflichtung wurde in Freiburg eine Erwartungshaltung geknüpft? Sie wiederum haben sich für einen in der DEL2 noch unerfahrenen Trainer entschieden; eine riskante Variante. Warum haben Sie diesen Weg gewählt?

Heinrizi:Die Entscheidung für Peter Russell als Trainer ist sehr bewusst gefallen. Wir kennen uns seit rund drei Jahren persönlich, und ich bin von seiner Arbeit überzeugt. Peter und ich haben die gleichen Vorstellungen, wie ein Kader aus erfahrenen und jungen Spielern zusammengestellt sein sollte, wir teilen die gleichen Ansichten, wie Eishockey gespielt werden muss. Die Nationalmannschaft Großbritanniens hat er in die A-Gruppe geführt und konnte dort die Klasse halten. Natürlich spürt man Druck, wenn man neu wohin kommt und alles von rechts auf links dreht. Der Start gibt uns aber Recht und rechtfertigt das Vertrauen, das in uns gesetzt wurde. Es macht Spaß, und natürlich ist es schön, dass auch die Mannschaft etwas zurückgibt.

Was hat Freiburg, was Bad Nauheim nicht hat und umgekehrt?

Heinrizi:Bad Nauheim hat sich in der Struktur im Nachwuchs und im Bereich der Kooperationen mit DEL- und Oberliga-Partner über die Jahre gut entwickelt. Freiburg wiederum hat alleine aufgrund der Größe der Stadt ein ganz anderes Wirtschaftsvolumen. Hier in der Region leben rund 400 000 Menschen. Ich glaube zudem, dass in Freiburg vom Gefühl her eher eine neue Eissporthalle steht als in Bad Nauheim, auch wenn ich da bei den Roten Teufel in dieser Thematik sicherlich nicht auf dem neuesten Stand bin. Und leben lässt es sich in beiden Regionen sehr schön.

In Bad Nauheim haben Sie zuletzt in erster Linie im Nachwuchsbereich gearbeitet. In Freiburg liegt der Fokus auf der Profis und in zweiter Reihe um die Entwicklung des Vereins. Inwiefern haben Sie sich schon einbringen können? Wie lange wird es dauern, bis man Ergebnisse sieht?

Heinrizi:Bei den Profis sieht man in den Ergebnissen die ersten Erfolge. Darauf wollen wir aufbauen. Im Nachwuchs konnten neue Ansätze impliziert werden, aber dort arbeiten die Mühlen gewöhnlich wesentlich langsamer. In den Bereichen Sponsoren, Stadt, neue Halle bin eingebunden, um den Standort weiterzuentwickeln.

Mit welchen Gefühlen kehren sie nach Bad Nauheim zurück?

Heinrizi:Ich komme mit sehr positiven Gefühlen, weil ich auch im Positiven gegangen bin. Ich habe eine neue Herausforderung gesucht, bin aber auch sehr dankbar für die Erfahrung die ich in Bad Nauheim machen durfte. Dem EC Bad Nauheim wünsche ich in der Hauptrunde 48 Siege, gegen uns aber auch vier Niederlagen.

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