Ein Bild mit Symbolcharakter: Freiburgs Andrée Hult (l.) dreht nach einem Torschuss ab, während Stefan Reiter und Felix Bick Mühe haben, den Puck vor dem Bad Nauheimer Tor zu klären.
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Ein Bild mit Symbolcharakter: Freiburgs Andrée Hult (l.) dreht nach einem Torschuss ab, während Stefan Reiter und Felix Bick Mühe haben, den Puck vor dem Bad Nauheimer Tor zu klären.

EC Bad Nauheim

Eine Demontage und ein Verletzter: EC Bad Nauheim geht in Freiburg unter

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Der EC Bad Nauheim hatte sich für das Auswärtsspiel beim EHC Freiburg viel vorgenommen - und kam krachend unter die Räder. 1:8 stand es am Ende.

Wenn der EC Bad Nauheim in dieser noch jungen Saison der Deutschen Eishockey-Liga 2 verliert, dann kracht’s: Mit 1:8 sind die "Roten Teufel" am Freitagabend beim EHC Freiburg baden gegangen. Für das einzige Tor der Wetterauer sorgte Jamie Arniel, während der überragende Scott Allen (4), Cam Spiro (2), Simon Danner und Andrée Hult den Kantersieg der Breisgauer herausschossen. Besonders bitter aus Sicht der Gäste: Freddy Cabana musste nach einem Sturz in die Bande Ende des zweiten Drittels ausgerechnet in seinem 250. DEL 2-Spiel verletzt vom Eis gehen - Diagnose ungewiss.

EC Bad Nauheim: Zu viele Fehler gegen effektive Freiburger

"Das Ergebnis ist natürlich sehr enttäuschend", sagte Matthias Baldys, der Sportliche Leiter des EC, hinterher. "Wir waren zwar da und die Spielanlage hat gepasst, aber haben die Kleinigkeiten schlecht gemacht. Die Fehlerquote war zu hoch, wir hatten zu viele Scheibenverluste, zudem war Freiburg in den ersten beiden Dritteln brutal effizient."

Damit hatte Baldys das Problem umrissen: Sein Team spielte zwar meist gefällig mit, versuchte gewohnt spielerisch aus dem eigenen Drittel herauszukommen, leistete sich gegen aggressive und zweikampfstarke Gastgeber aber insgesamt zu viele Scheibenverluste, die die flinke EHF-Offensive zu nutzen wusste.

EC Bad Nauheim: Scott Allen überragt als vierfacher Torschütze beim EHC Freiburg

Allen eröffnete nach einem Fehlpass von Cason Hohmann früh den Torreigen (4.), Cam Spiro, der erst sein zweites Saisonspiel machte (8.), und erneut Allen (15.) bauten die Führung aus, ehe Arniel die Hoffnung der Kurstädter mit einem schönen Schuss in den Winkel im Powerplay zunächst am Leben erhielt (20.).

Dieses Gefühl hielt aber nicht lange, da die Gastgeber in der Folge in schöner Regelmäßigkeit und nicht selten unter tatkräftiger Mithilfe des ECN trafen: Simon Danner auf Vorlage des erst am Donnerstagabend nachverpflichteten Luca Trinkberger (22.), erneut Spiro (26.), Andrée Hult (30.) und abermals Allen (36.), der vom gerade von der Strafbank gekommenen Patrick Kurz angespielt wurde, machten bereits zum Ende des zweiten Drittels alles klar. Entsprechend ereignisarm verlief Durchgang drei - Allen setzte den 8:1-Schlussakkord (53.).

EC Bad Nauheim: Baldys fordert, Fokus auf Derby am Sonntag zu legen

"Wir sollten die Leistung durch das Ergebnis nicht dramatisieren", schränkte Baldys ein, mahnte aber an: "Wir müssen daraus schnell lernen, uns sammeln und uns dann auf das Derby gegen Frankfurt am Sonntag fokussieren."

EHC Freiburg: Meisner - Spornberger, Pageau, Brückmann, Kurz, Neher, Kaisler - Hult, Billich, Allen, Linsenmaier, Spiro, George, Danner, Bassen, Trinkberger, Saakyan, Wittfoth, Ludin.

EC Bad Nauheim: Bick - Richardson, Glötzl, Sennhenn, Schmidt, Ketter, Reinig, Hohmann, Pauli, Arniel, Reiter, Tessier, Cabana, Körner, Chrobot, El-Sayed, Gnyp, Leon Köhler, Cornett.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Holzer/Aumüller. - Zuschauer: keine. - Strafen: 6 / 10 Minuten. - Tore: 1:0 (4.) Allen, 2:0 (8.) Spiro (Linsenmaier), 3:0 (15.) Allen (Pageau), 3:1 (20.) Arniel (Richardson - 5:4), 4:1 (22.) Danner (Trinkberger, Bassen), 5:1 (26.) Spiro, 6:1 (30.) Hult (Linsenmaier, Spiro), 7:1 (36.) Allen (Hult, Kurz), 8:1 (53.) Allen (Billich, Hult).

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