+
Der finnische Verteidiger Jesper Kokkila wechselt von den Red Bull Hockey Juniors Salzburg zum EC Bad Nauheim.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Warum die Kokkila-Verpflichtung für Aufsehen sorgt

  • schließen

Der EC Bad Nauheim hat seinen bislang jüngsten Kontingentspieler verpflichtet. Der Finne Jesper Kokkila ist erst 20 Jahre alt. Trainer Christof Kreutzer traut ihm die Schlüsselposition dennoch zu.

(mn). Dieser Transfer sorgt für Aufsehen! Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat Jesper Kokkila verpflichtet. Der Finne ist zum Saisonstart 20 Jahre und 358 Tage alt (!) und damit der jüngste Kontingentspieler, den die Roten Teufel je unter Vertrag genommen haben. Kokkila kommt von Red Bull Hockey Juniors Salzburg aus der Alps Hockey-League, der zweiten Liga in der Alpenrepublik mit Mannschaften aus Slowenien, Italien und eben Österreich. Mit 13 Toren und 24 Vorlagen in 45 Spielen zählte er zu den punktbesten Verteidigern der Spielklasse.

EC Bad Nauheim: Was die Roten Teufel im Sommer machen

Auf dem Center-Court – Felix Bick und seine Lebensgefährtin Schanis haben einen Kurz-Trip nach Paris mit einem Besuch bei den French Open verbunden.
Auf dem Center-Court – Felix Bick und seine Lebensgefährtin Schanis haben einen Kurz-Trip nach Paris mit einem Besuch bei den French Open verbunden. © 
Das Glück dieser Erde . . . – Andrej Bires ist Naturbursche. In seiner Heimat verbringt der gebürtige Slowake viel Zeit auf dem Rücken eines Pferdes in den Wäldern.
Das Glück dieser Erde . . . – Andrej Bires ist Naturbursche. In seiner Heimat verbringt der gebürtige Slowake viel Zeit auf dem Rücken eines Pferdes in den Wäldern. © 
Fahrrad statt Schlittschuhe – Marc El-Sayed (rechts) tourt gerne auf dem Drahtesel durch den Taunus; hier mit seinem Freund Tobias Etzel, der für Neuwied in der Regionalliga spielt.
Fahrrad statt Schlittschuhe – Marc El-Sayed (rechts) tourt gerne auf dem Drahtesel durch den Taunus; hier mit seinem Freund Tobias Etzel, der für Neuwied in der Regionalliga spielt. © 
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten - Marcel Kahle und seine Lebensgefährtin waren im Sommer in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio am Ufer des Eriesees.
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten - Marcel Kahle und seine Lebensgefährtin waren im Sommer in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio am Ufer des Eriesees. © 
Urlaub mit Freunden – Daniel Ketter und seine Frau Sandra lassen es sich mit Freunden in Cala Millor auf der Baleareninsel Mallorca gut gehen.
Urlaub mit Freunden – Daniel Ketter und seine Frau Sandra lassen es sich mit Freunden in Cala Millor auf der Baleareninsel Mallorca gut gehen. © 
Gipfelstürmer: Daniel Stiefenhofer (links) und Andreas Pauli (rechts) sind zur Vilser Alm in Füssen marschiert. Mit dabei: Dominik Meisinger, Ex-Teufel und bei den Löwen Frankfurt unter Vertrag.
Gipfelstürmer: Daniel Stiefenhofer (links) und Andreas Pauli (rechts) sind zur Vilser Alm in Füssen marschiert. Mit dabei: Dominik Meisinger, Ex-Teufel und bei den Löwen Frankfurt unter Vertrag. © 
Im Wüstenstaat Abu Dhabi – Marvin Ratmann (rechts) war mit Ex-Teufel Nicklas Mannes (inzwischen Bayreuth) im mittleren Osten und schickt diesen Gruß aus dem klimatisierten Louvre.
Im Wüstenstaat Abu Dhabi – Marvin Ratmann (rechts) war mit Ex-Teufel Nicklas Mannes (inzwischen Bayreuth) im mittleren Osten und schickt diesen Gruß aus dem klimatisierten Louvre. © 
Chillen am Rushford Lake – Aaron Reinig und seine Freundin Ryann nutzen den Sommer, um mit dem Boot rauszufahren.
Chillen am Rushford Lake – Aaron Reinig und seine Freundin Ryann nutzen den Sommer, um mit dem Boot rauszufahren. © 
Gute Laune auf der Insel – Manuel Strodel und seine Lebensgefährtin Franziska haben die Sonne zusammen mit Freunden auf der Party-Insel Ibiza genossen.
Gute Laune auf der Insel – Manuel Strodel und seine Lebensgefährtin Franziska haben die Sonne zusammen mit Freunden auf der Party-Insel Ibiza genossen. © 
Kleine Fische, große Fische – Huba Sekesi hat im US-Bundesstaat Minnesota seine Schulterverletzung behandeln lassen und die freie Zeit zum Angeln genutzt.
Kleine Fische, große Fische – Huba Sekesi hat im US-Bundesstaat Minnesota seine Schulterverletzung behandeln lassen und die freie Zeit zum Angeln genutzt. © 

"Er hat eine gute Ausbildung genossen. Er ist willig und wurde uns empfohlen. Wir trauen ihm den Sprung zu", sagt Christof Kreutzer, der Trainer. Klar ist: Kokkila spielt wirtschaftlich natürlich in einer anderen, deutlich günstigeren Liga als beispielsweise die DEL-erfahrenen deutschen Routiniers Kevin La-vallee (zuletzt Bremerhaven) oder Kyle Sonnenberg (zuletzt Schwenningen), deren Namen zuletzt im Umfeld die Runde gemacht hatten. "Jesper ist ein Spieler, der von der Motivation und Einstellung zum Trainer passt. Wir werden eine Mannschaft mit viel Substanz und Energie sehen", meint Matthias Baldys, der Sportliche Leiter. Aus der Alps Hockey-League hatten die Roten Teufel in der jüngeren Vergangenheit Spieler wie Verteidiger Fredrik Widen oder auch Stürmer Louke Oakley (beide Zell am See) verpflichtet.

Kokkila durchlief den Nachwuchs in Kärpät und wechselte 2016 zu Chicago Steel in die United States Hockey League (USHL), die bedeutendste US-amerikanische Nachwuchsliga, wo er in zwei Jahren torlos geblieben ist. Zur Saison 2018/19 zog es den 1,86 Meter großen und 85 Kilogramm schweren Linksschützen zum Übergang ins Erwachsenen-Eishockey nach Salzburg. "Rückblickend war das die richtige Entscheidung", sagt Kokkila im Gespräch mit der WZ. In der Vorbereitung auf die Saison war der Abwehrspieler mit den Österreichern in Bad Nauheim zu Gast, traf beim 3:6 gegen die Roten Teufel. Ja, das Tor sei im noch in Erinnerung, sagt er. "Und die Atmosphäre im Stadion. Ich freue mich drauf."

Seiner sicher außergewöhnlichen Position als "Greenhorn" in Bad Nauheim und der DEL2 und der damit verbundenen erhöhten Aufmerksamkeit ist sich der Finne bewusst. "Ich habe Vertrauen in meine Fähigkeiten", sagt Kokkila, der einräumt, von der Offerte etwas überrascht worden zu sein. "Mein Ziel war eine DEL2-Option. Und ich freue mich, dass man mir in Bad Nauheim das Vertrauen schenkt." Kokkila verkörpert den modernen Zwei-Wege-Verteidiger. "Meine Stärke ist das Spiel in der eigenen Zone. Ich kann aber auch punkten." Im Wechsel nach Bad Nauheim sieht er "den nächsten Schritt in der persönlichen Entwicklung". Seit dieser Woche steht er in seiner Heimat, wo er ein Erstliga-Tryout-Angebot ausschlug, wieder auf dem Eis.

Dem Duo Kreutzer/Baldys ist das Risiko, das diese Verpflichtung auf einer Schlüsselposition begleitet, bewusst. "Manche Dinge sind den Rahmenbedingungen geschuldet. Da muss man sehen, was leistbar ist und was nicht. Deshalb haben wir uns für diesen Weg entschieden", sagt Baldys. Die letzte Planstelle im Kader wird ein offensiver Kontingentspieler besetzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare