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Andreas Driendl (r.), hier attackiert von Marcel Kahle, ist einer der gefährlichsten deutschen Stürmer in der DEL2. (Foto: Chuc)

Ravensburg Towerstars

EC-Gegner Ravensburg Towerstars im Check: Stärken, Schwächen, Schlüsselspieler

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Die Ravensburg Towerstars sind nach mageren Jahren endlich wieder dort, wo sie ihren eigenen Ansprüchen gemäß hingehören: in den Playoffs der DEL2. Dort wartet der EC Bad Nauheim.

Das Erreichen des Viertelfinales zählt in Ravensburg stets zu den primären Saisonzielen. Das hatte in den letzten zwei Jahren nicht geklappt, nun sind die Towerstars aber wieder ihrem eigenen Anspruch gerecht geworden. Jetzt, wo der größte Druck schon einmal weg ist, will man natürlich in den Playoffs zu der Stärke zurückkehren, mit der man die Hauptrunde über einen langen Zeitraum dominierte. Dort wartet nun der EC Bad Nauheim im Viertelfinale.

Ravensburg Towerstars: Das sind die Stärken

In den vergangenen Jahren lag die Last oft auf wenigen Schlüsselspielern, diesen Umstand hat das Management bereits bei der Kaderplanung berücksichtigt und ein besonders ausgeglichenes Team ins Rennen geschickt. Die Besetzung und Flexibilität der vier Sturm- und Verteidigungsreihen zählt bei den Towerstars in dieser Saison zu den prägendsten Stärken. Die Sturmreihen waren vom Trainingslager im August bis zum verletzungsbedingten Ausfall von Thomas Merl kurz vor der Länderspielpause fast unverändert. Merl ist zwar noch nicht zurück, die veränderten Sturmreihen unter der Führung des neuen Trainers Rich Chernomaz aber mehr und mehr eingespielt. Die läuferische und technische Qualität des Angriffs, aber auch der Abwehr, könnte in den Playoffs wieder stärker zum Tragen kommen.

Ravensburg Towerstars: Das sind die Schwächen

Fast schon ein traditionelles Problem ist das Überzahlspiel. Mit einer Powerplay-Erfolgsquote von nur 17,6 Prozent rangieren die Towerstars nur im unteren Tabellendrittel. So hat Trainer Chernomaz die Effektivität bei numerischer Überzahl in den letzten Wochen in den Fokus der Trainingseinheiten gerückt. Ebenfalls eine hohe Priorität widmet er der Disziplin. Gerade im letzten Hauptrundenviertel verloren die Oberschwaben einige Spiele durch Unterzahl-Gegentore. Die zuvor kassierten Strafzeiten zählten dabei meist zur Kategorie "absolut vermeidbar". Anfällig war die Defensive immer wieder auch für Doppelschläge des Gegners.

Die Spannung steigt, die schönste Eishockeyzeit des Jahres liegt vor uns! Habt Ihr das Ticket für den Playoff Auftakt am kommenden Freitag sowie für Spiel 3 eine Woche später schon gesichert? Karten gibt es im Fanshop in der Marktstraße 41 (in den Playoffs auch wieder am Mittwochnachmittag geöffnet) oder rund um die Uhr im Ticket-Webshop über www.towerstars.de. #ravenburgtowerstars #del2 #ecbn #playoffs2019 #kämpfenundsiegen #viertelfinale #traditionundleidenschaft #gemmeraufseishockey #heimspiel #bestofseven

Ein Beitrag geteilt von Ravensburg Towerstars (@ravensburg_towerstars) am Mär 11, 2019 um 5:07 PDT

Ravensburg Towerstars: Das sind die Schlüsselspieler

Jonas Langmann: Der 27-Jährige spielte als unbestrittene Nummer eins im Ravensburger Tor eine starke und vor allem stabile Hauptrunde. Das macht sich auch statistisch bemerkbar. Mit einer Save-Quote von 91,46 Prozent steht der 1,89 Meter große Goalie bei den Stammtorhütern ganz oben in der Statistik. Im Spiel zeichnet sich Langmann mitunter durch seine körperliche Reichweite vor allem bei Eins-gegen-Eins-Duellen aus, auch auf der Fanghandseite ist der Keeper meist nur schwer zu überwinden.

Sören Sturm: Der 29-Jährige ist in seiner dritten Saison bei den Towerstars in besonders starker Form. Mit neun Toren und 37 Vorlagen war er in der Hauptrunde der viertbeste Offensivverteidiger der DEL2. Beachtlich ist dies auch vor dem Hintergrund, dass Sören Sturm seine Arbeit eher unspektakulär verrichtet. Der gebürtige Kölner hat auch ein gutes Auge für die besonders gefährlichen Pässe auf die Sturmkollegen und besitzt eine gute Übersicht in allen Spielfeldzonen.

Andreas Driendl: Der "DEL2-Spieler 2018" hatte den Goldhelm fast die gesamte Saison über gepachtet. Erst eine Virusinfektion bremste den 33-jährigen in den letzten Wochen der Hauptrunde. Inzwischen ist Driendl aber wieder fit und gilt mit Übersicht, Spielverständnis und seiner technischen Versiertheit als unbestrittener Spielmacher und Schlüsselspieler im Team der Towerstars. Er hat zudem viel Profi-Erfahrung und weiß, worauf es in den entscheidenden Momenten ankommt.

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Diese Fragen entscheiden über den Halbfinal-Einzug

Können Felix Bick und seine Vorderleute die Tormaschinerie stoppen? 209 Treffer hat Ravensburg in 52 Spielen erzielt. Nur Frankfurt hat öfter getroffen. Offensiv haben die Oberschwaben ein enormes Potenzial. Mit Mathieu Pompei (27 Tore), David Zucker und Robbie Czarnik (je 21) konnten drei Spieler mehr als 20 Treffer erzielen. Kann der EC Bad Nauheim Powerplay-Situationen erzwingen? Die Quote ist durchaus furchteinflößend - 26,2 Prozent. Mehr als jedes vierte Überzahl-Spiel der Roten Teufel führt zum Torerfolg. Allerdings: Keine andere Mannschaft hat seltener mit einem Mann mehr auf dem Eis gestanden als der EC Bad Nauheim. Reicht die Kraft der Roten Teufel? Dezember und Januar waren kräftezehrend; mit teils nur fünf Verteidigern und neun Stürmern. Das könnte sich rächen. Den Teufeln kommt der Spielplan (vier Tage Pause zwischen den Spielen zwei und drei) entgegen.

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