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Taylor Vause, Jerry Pollastrone, Tomas Schmidt (von links) freuen sich auf die Heimpremiere des EC Bad Nauheim vor Zuschauern.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Zwischen Abschied und Aufbruch

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Daniel Ketter wird am Samstag ein letztes Mal für den EC Bad Nauheim auflaufen. Trainer Harry Lange und seine Mannschaft wollen im ersten Testheimspiel Aufbruchstimmung erzeugen.

»Ausverkauft«! Die 2200 genehmigten und zur Saison-Premiere kostenlosen Tickets waren binnen weniger Stunden reserviert. Nach 327 Tagen spielt der EC Bad Nauheim am Samstag (16 Uhr) im Colonel-Knight-Stadion erstmals wieder vor Zuschauern. Der Eishockey-Zweitligist trifft auf die Eisbären Regensburg. Die Partie ist zugleich das Abschiedsspiel für Daniel Ketter, der in den vergangenen zehn Jahren für seinen Heimatverein gespielt hatte und noch einmal für die Roten Teufel auflaufen wird.

»Ich glaube, einen Spieler aus den eigenen Reihen, der seinem Klub so lange die Treue hält, wird man in Bad Nauheim so schnell nicht mehr sehen. Er hat sich diesen Abschied nach einer Saison ohne Zuschauer einfach verdient. Eine solch Zeit darf nicht mit einem Geisterspiel enden«, sagt Andreas Ortwein, der Geschäftsführer.

Daniel Ketter war 2011 in die Wetterau zurückgekehrt, ist mit den Kurstädtern in die DEL2 aufgestiegen und hat mehr als 450 Profi-Spiele für Bad Nauheim bestritten. Ihm zu Ehren werden die Markenbotschafter des Klubs vor Ort sein. Und auch Ex-Teufel Gordon Blumenschein (1986 bis 1992), der aktuell in Bad Nauheim zu Besucht ist, wird auf der Tribüne sitzen.

Teamintern ist die Vorfreude auf die Rückkehr der Zuschauer naturlich groß. »Es war schon ein bisschen verrückt verrückt, dass 50 Fans bis nach Vilach gekommen waren, um uns zu unterstützen. Wie mag das erst am Samstag sein«, fragte Tristan Keck beim ersten Training am Dienstag. Der Kanadier hatte im Frühjahr 2021 die verkürzte Saison in Großbritannien bestritten - und dort waren keine Zuschauer erlaubt, so dass sein letztes Spiel vor Publikum rund eineinhalb Jahre zurückliegt.

Trainer Harry Lange wird den dritten von acht Praxistest noch im Experimentieren nutzen. Ein älterer Spieler soll jeweils junge Spieler führen, damit diese ihr Potenzial zeigen können. Mit den Eindrücken aus den vergangenen gut zwei Wochen ist der Österreicher sehr zufrieden. »Alle ziehen gut mit.«

Die Eisbären Regensburg waren zuletzt 2004 zum Playoff-Viertelfinale zu Gast. Seit Jahren spielen die Donaustädter in der Oberliga, zuletzt immer wieder mit DEL2-Ambitionen. Aus dem Kader von Max Kaltenhauser stechen die Ex-DEL-Profis Alexander Dotzler und Peter Flache heraus.

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