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Fabian Dietz (Ravensburg Towerstars) findet in Philipp Maurer seinen Meister. Der Torwart des EC Bad Nauheim hielt seine Mannschaft im Spiel, musste sich mit den Roten Teufeln am Ende aber geschlagen geben.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Zehn Sekunden fehlen zum Punkt

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Sie waren eigentlich schon geschlagen, sie schaffen den Ausgleich und kassierten dann eine kalte Dusche. Die Partie gegen Ravensburg hatte für den EC Bad Nauheim ein bitteres Ende.

Dem EC Bad Nauheim haben am Sonntagabend zehn Sekunden zu einem Punktgewinn gefehlt. Einen Zwei-Tore-Rückstand hatten die Roten Teufel ausgeglichen - gewiss etwas schmeichelhaft - wollten, nun beflügelt, den Sieg förmlich erzwingen und wurden dann eiskalt erwischt. Nach 59:50 Minuten traf ein Schuss von Sam Herr die Hausherren wie ein Stich ins Herz. Bad Nauheim unterlag in der Deutschen Eishockey-Liga 2 vor 1815 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion (erneut zweitbeste Kulisse des Spieltages) den Ravensburg Towerstars mit 3:4 (1:1, 0:2, 1:2). Die Treffer der Gastgeber erzielten Tristan Keck, Mick Köhler und Jordan Hickmott.

Der beste Teufel stand im Tor: Philipp Maurer, der für seine Vorwochen-Leistung mit einem erneuten Einsatz belohnt worden war, konnte eine frühe Vorentscheidung mit zahllosen Paraden verhindern.

»So wie das letzte Drittel lief, sollte das unser Standard sein. Du musst in dieser Liga 60 Minuten spielen, um zu gewinnen. Wir waren aber gerade im zweiten Drittel handlungslangsam, sagte Harry Lange. Der Trainer des EC Bad Nauheim hatte kurzfristig aus den angeschlagenen Christoph Körner verzichten müssen. Seine Rolle übernahm Julian Chrobot.

Die Hausherren konnten lediglich in der Schlussviertelstunde mit einer guten Leistung überzeugen. Zwei Drittel lang liefen die Gastgeber der Musik, in diesem Fall, dem Puck nur hinterher. Ravensburg hatte gleich das Zepter übernommen, durch den Ex-Teufel Charlie Sarault vorgelegt, bevor Keck mit einem Handgelenkschuss Torwart Enrico Salvarani überraschen konnte (10.). Viel zu einfach fanden die Gäste der Weg in die Verteidigungsdrittel der Roten Teufel, die kaum einmal strukturiert von hinten heraus aufbauen konnten, und vor Aufgaben gestellt wurden, für die sie keine Lösungen hatten. Ravensburg war dem vierten Treffer näher als die Badestädter dem Anschluss. Erst in der Schlussviertelstunde wachte Bad Nauheim auf, kam durch Köhler und Hickmott zum Ausgleich und spielte - nun mit neuformierten Reihen - wie ausgewechselt. Allerdings: Die Teufel wollten zu viel, wollten den Dreier förmlich erzwingen und leisteten sich eine Unaufmerksamkeit zu viel.

EC Bad Nauheim: Maurer - Kevin Schmidt, Wachter, Sekesi, Stephan, Tomas Schmidt, Dobryskin - Chrobot, Vause, Keck, Herrmann, Hickmott, Pollastrone, Wörle, Mick Köhler, Reiter, van Calster.

Ravensburg Towerstars: Salvarani - Ketterer, Eichinger, Dronia, Bettauer, Sezemsky, Pfaffengut - Mayer, MacDonald, Czarnik Saakyan, Herr, Sarault, Hessler, Bruns, Dietz, Hlozak, Dosch, Bergen.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (6.) Sarault (Pfaffengut, Herr), 1:1 (10.) Keck (Wachter, Vause), 1:2 (22.) MacDonald (Mayer, Czarnik), 1:3 (27.) Herr (Czarnik, Sauralt - PP), 2:3 (44.) Köhler (Keck, Vause), 3:3 (50.) Hickmott Reiter, Pollastrone), 3:4 (60.) Herr (Saakyan, Eichinger) - Schiedsrichter: Apel/Neutzer. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Ravensburg 6. - Zuschauer: 1815.

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