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EC Bad Nauheim will positiven Trend bestätigen

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Von: Holger Hess

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»Pssssst« - Tim Coffman scheint hier den nächsten Spielzug anzusagen. Nach dem Sechs-Punkte-Wochenende geht der EC Bad Nauheim die nächsten Aufgaben mit breiter Brust an. CHUC © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim will nach dem Sechs-Punkte-Wochenende in der DEL 2 nachlegen, ist am Freitag in Selb zu Gast und empfängt am Sonntag den Aufsteiger aus Regensburg.

(hss). Die Glücksbringer sind zurück in Klagenfurt. Über das Kerb-Wochenende weilten Isabella und Harald Lange zum Familienbesuch in Bad Nauheim und verfolgten den 4:1-Sieg gegen Dresden. Die Eltern von Harry Lange haben ihre Talisman-Aufgabe erfüllt. Am Freitag (19.30 Uhr) in Selb und am Sonntag (18.30 Uhr) gegen die Eisbären Regensburg wollen der österreichische EC-Trainer und die Roten Teufel den Aufwärtstrend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 auch ohne zusätzliche Unterstützung vom Wörthersee bestätigen.

Nach dem trainingsfreien Montag blickte Harry Lange nach vorne: »Selb und Regensburg sind gut gestartet, spielen mit großer Euphorie. Das wird echt hart«, sagt der 38-Jährige vor den Duellen gegen die DEL 2-Aufsteiger von 2021 und 2022. Im Lager der Rot-Weißen rechnet man mit einem personell unveränderten Aufgebot.

Charakter und Herz - »Die Jungs müssen einfach verstehen, dass das Spiel ohne Scheibe das Wichtigste ist. Dazu braucht es ganz viel Charakter und Herz. Das hat unsere Truppe«, analysierte Lange nach der beeindruckenden Leistung im Dresden-Spiel. Von seinen Kufen-Cracks fordert er diese Tugenden immer wieder ein: »Bereit sein, viel Schlittschuh laufen, dagegenhalten.«

Wiedersehen mit Lanny Gare - In Selb steht seit dem Sommer ein guter Bekannter als Assistenztrainer an der Bande. Ex-Teufel Lanny Gare ist nach einem Schlaganfall am Silvestertag 2021 vollständig genesen und hat bei den Wölfen eine neue Aufgabe übernommen. Von 2008 bis 2012 war Gare als Top-Scorer, Kapitän und Publikumsliebling unermüdlicher Antreiber im Oberliga-Team der Kurstädter. Mit Fleiß, Ehrgeiz, Wille und einer großen Portion Kampfgeist - jenen Eigenschaften, die den Deutsch-Kanadier schon auf dem Eis auszeichneten - meldete sich der 44-Jährige nach erfolgreicher Rehabilitation nun im bayerischen Vogtland zurück.

Playdowns vermeiden - Unter dem neuen Coach Sergej Waßmiller soll es für die Wölfe keine Wiederholung der nervenaufreibenden Vorsaison geben. Auf den Kontingentstellen hielt man den US-Amerikaner Nick Miglio und den Kanadier Brett Thomson. Dessen Landsmann Mark McNeill kam mit einigen Vorschusslorbeeren aus Dänemarks Erster Liga (Frederikshavn). Vierter Ausländer ist der 36-fache slowakische Ex-Nationalspieler Peter Trska, der aus Bremerhaven kam. 1,96-Meter-Hüne Lukas Vantuch, geboren im tschechischen Jihlava, hat kürzlich den deutschen Pass erhalten.

Top-Transfer Williams - Nach der Insolvenz 2008 sind die Eisbären Regensburg wieder zurück in Liga zwei. Mit einer frisch erteilten deutschen Staatsbürgerschaft im Gepäck hat man den gebürtigen Amerikaner Devin Williams (Michalovce) als Nummer-eins-Torwart geholt. Der Tscheche Richard Divis gehört seit fünf Jahren zum Inventar. Landsmann Radim Matus (Znojmo), der Finne Topi Piiponen (Odense) und der nachverpflichtete Kanadier Corey Trivino (Kassel) besetzen die weiteren Import-Planstellen. US-Boy Kyle Osterberg (Zvolen) fällt mit einer Schulterverletzung aus.

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