Coach Harry Lange und "Co" Patrick Strauch (r.) lassen in den Einheiten in dieser Woche vor allem den Torschuss und den Umgang mit Abprallern trainieren.
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Coach Harry Lange und »Co« Patrick Strauch (r.) lassen in den Einheiten in dieser Woche vor allem den Torschuss und den Umgang mit Abprallern trainieren.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Vor dem „sächsischen Wochenende“ steht der Torschuss im Fokus

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Zwei Spiele, zweimal sächsische Gegner für den EC Bad Nauheim. Für den neuen Trainer Harry Lange ging es in der Trainingswoche vor allem um das Verhalten vor dem gegnerischen Tor.

Wieder »sächsisches Wochenende« für den EC Bad Nauheim. Mit der Partie bei den Eispiraten Crimmitschau (Freitag, 20 Uhr) und dem Gastspiel der Lausitzer Füchse im Kurpark (Sonntag, 18.30 Uhr/beide Sprade TV) haben die »Roten Teufel« nicht unbedingt ihr schwerstes Eischockey-Wochenende vor sich - zumindest nominell. Crimmitschau kam in den letzten fünf DEL 2-Partien - wie auch Bad Nauheim - nur zu einem Erfolg. Weißwasser unterlag ganze fünfmal in den zurückliegenden fünf Begegnungen und steht in der Tabelle noch hinter dem ECN auf Platz 13.

EC Bad Nauheim: Stürmer Marvin Ratmann bleibt bei Kooperationspartner Kölner Haie

Das Personal: Wie EC-Coach Harry Lange zu verstehen gab, gehen die Wetterauer mit dem gleichen Kader ins Wochenende wie zuletzt in die Partie gegen Frankfurt. Marvin Ratmann bleibt bei den Kölner Haien und steht somit nicht zur Verfügung. Kapitän Marc El-Sayed fällt weiterhin mit einer Herzmuskelentzündung aus. Mit Luis Üffing, Julian Chrobot, Maximilian Glötzl, Simon Gnyp, Philipp Maurer und Mick Köhler stehen aber immerhin sechs Förderlizenzspieler zur Verfügung.

Die Lage: Nach dem freien Dienstag hatten die Bad Nauheimer immerhin zwei Tage nacheinander, um das Eis zu Trainingszwecken zu befahren. Das wird in den nächsten zwölf Tagen so nicht mehr der Fall sein. Bis 8. März stehen nicht weniger als sechs Partien an. »Es ist schwer, den Spagat hinzubekommen zwischen Regeneration und Tempo hochhalten«, sagt Coach Lange, der mit seinem Co-Trainer Patrick Strauch in den jüngsten Einheiten vor allem Torschüsse und Reboundverhalten üben ließ. »Ich habe in den letzten drei Spielen eine Steigerung gesehen. Natürlich wünscht sich jeder Trainer, dass er Zeit hat, um Abläufe einzustudieren. Das können wir jetzt aber nur punktuell machen«, stellt Lange fest.

Die Motivation: Sorgen um die fehlende Einstellung angesichts des ausgesetzten Abstiegs in der DEL 2 macht sich der neue Coach nicht. »Wenn wir beobachten, dass sich ein Spieler hängen lässt und nicht alles gibt, werden wir dem entgegenwirken. Alle Sportler in der Liga spielen um neue Verträge und wollen sich mit guten Leistungen empfehlen«, ist sich Lange sicher. Außerdem geht es ja noch um das vor allem von Geschäftsführer Andreas Ortwein zuletzt immer wieder hervorgehobene Ziel Playoffs. Und das hat der EC mit acht Zählern Rückstand auf Platz acht - bei noch einigen auszutragenden Nachholpartien - auch noch nicht aus den Augen verloren.

EC Bad Nauheim: Wochenend-Gegner ebenfalls in der Formkrise

Freitagsgegner Crimmitschau: Dafür muss es am Wochenende aber laufen. Der letzte »sächsische Doppelpack« ging gründlich daneben. Mit jeweils 3:7 unterlagen die Kurstädter in den beiden Januar-Begegnungen. Gegen die Eispiraten setzte es auch im Dezember auswärts schon eine 1:5-Niederlage. In dieser Woche gaben die Eispiraten bekannt, dass Abwehrspieler Felix Thomas wegen einer Unterkörper-Verletzung sechs Wochen pausieren muss. Eine bittere Nachricht für das Team, das ohnehin schon auf Vincent Schlenker (Reha nach Hüft-OP) und Scott Timmins (Reha nach Schulter-OP) verzichten muss.

Topscorer verlässt Weißwasser: Anfang Februar tauschten die Füchse ihren Trainer und übertrugen dem bisherigen »Co« Chris Straube die Verantwortung. Ähnlich also wie bei den »Roten Teufeln«. Viel bewegt hat sich in der Lausitz seither allerdings nicht. In seinem ersten Monat fuhr Straube nur zwei Siege ein. Am Donnerstag der nächste Tiefschlag: Topscorer Kale Kerbashian wechselt zu Ligakonkurrent Löwen Frankfurt, die mit dem 30-jährigen Center ihre letzte offene Kontingentstelle besetzten.

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