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Ein Bild mit Symbolcharakter: Kassel Brett Cameron (blaues Trikot, hinten - vorn Lois Spitzner) bejubelt das 1:0 durch Derek Dinger, der Bad Nauheimer Torhüter Felix Bick (am Boden) ist ebenso machtlos wie seine Vorderleute Mark Richardson (r.) und Tomas Schmidt.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim verliert beim Spitzenreiter - zeigt sich aber immerhin defensiv verbessert

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Der EC Bad Nauheim hat im dritten Derby gegen die Kassel Huskies die zweite Niederlage kassiert. Der Auftritt beim 1:4 bei Spitzenreiter in Nordhessen macht aber Hoffnung für die kommenden Partien.

Bis in den Schlussabschnitt zeigte der EC Bad Nauheim am Freitagabend eine deutlich solidere Leistung als zuletzt - für etwas Zählbares reichte es im Derby bei Spitzenreiter Kassel Huskies aber nicht. Die Schlittenhunde sicherten sich mit einem 4:1-Heimsieg den zweiten Erfolg im dritten Vergleich der Saison. Die »Roten Teufel« kassierten derweil die elfte Niederlage aus den letzten 14 Partien und rutschten auf Rang zwölf der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 ab.

EC Bad Nauheim: Mark Richardson und Stefan Reiter feiern ihr Comeback

»Wir haben unseren Plan über weite Strecken gut umgesetzt, aber vor dem eigenen Tor einige Fehler gemacht und unsere Chancen nicht genutzt. Aber ich mochte die Art, wie wir defensiv gespielt haben«, sagte EC-Coach Hannu Järvenpää. »Trotz der Niederlage war dieses Spiel ein Schritt nach vorn im Vergleich zu den vergangenen. Wir haben als Team gekämpft, auch wenn es heute nicht genug war. Wenn wir so weitermachen, dann kommen auch die Resultate.«

Wie erwartet, ohne die Förderlizenzspieler Jan Luca Sennhenn, der in Köln gebraucht wurde, und Leon Köhler, der in Limburg Oberliga-Minuten sammelte, sowie ohne den zuletzt glücklosen Verteidiger Aaron Reinig, dafür mit den Rückkehrern Stefan Reiter und Mark Richardson zeigten sich die »Roten Teufel« vor allem defensiv verbessert.

EC Bad Nauheim: Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 von Cason Hohmann ist zu wenig

Angeführt vom einmal mehr auffälligen Haie-Perspektivspieler Maximilian Glötzl überstand das Järvenpää-Team eine starke Phase der Hausherren infolge des 1:0-Treffers von Derek Dinger, der einfach mal von der blauen Linie draufgehalten hatte (10.). Der ECN kam stattdessen sogar nach 16 Minuten nach schöner Kombination über Tomas Schmidt und Jamie Arniel zum Ausgleich durch Topscorer Cason Hohmann, der nur zwei Minuten später gegen den gut aufgelegten Kasseler Goalie Gerald Kuhn gar den Führungstreffer auf dem Schläger hatte.

Nach einem schwächeren zweiten Drittel, in dem keinem der beiden Teams so richtig etwas gelingen wollte - außer Dinger, der fast analog zum ersten Treffer erneut aus der Distanz erfolgreich gewesen war (35.) - wurden die Hausherren im Schlussabschnitt dominanter. Sie verdienten sich so in der Folge durch den insgesamt deutlich größeren Anteil am Scheibenbesitz, das Gros der Abschlüsse und vor allem eine deutlich geringere Fehlerquote im Spielaufbau den Heimsieg. Der nachverpflichtete Philippe Cornet mit seinem 14. Tor im 16. Spiel (!) für die Huskies direkt zu Drittelbeginn in Überzahl (41.) sowie Clarke Breitkreuz (52.) besorgten die Vorentscheidung.

Währenddessen kamen die Kurstädter immer seltener geordnet aus dem eigenen Drittel, konnten selbst eine Sechs-gegen--vier-Situation kurz vor dem Ende nicht nutzen und produzierten - abgesehen von der Top-Reihe um Hohmann, Arniel und Andreas Pauli - überhaupt viel zu selten Gefahr vor dem Tor der gut gestaffelten Nordhessen.

EC Bad Nauheim: Die 1:4-Derbyniederlage bei den Kassel Huskies auf einen Blick

Kassel Huskies: Kuhn - Keussen, Tramm, Shevyrin, Müller, Dinger, Rutkowski, Bojarin - Cornet, Olsen, Laub, Cameron, Spitzner, Moser, Granz, Valentin, Breitkreuz, Christ, Kranz, Schmidpeter.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Glötzl, Gnyp, Schmidt, Ketter, Richardson - Reiter, Tessier, Cabana, Hohmann, Pauli, Arniel, Körner, Ratmann, Chrobot, Üffing, Cornett, Bettahar.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Falten/Fischer. - Zuschauer; keine. - Strafen: 8 / 6 Minuten. - Tore: 1:0 (10) Dinger (Spitzner, Moser), 1:1 (16.) Hohmann (Arniel, Schmidt), 2:1 (35.) Dinger (Valentin, Breitkreuz), 3:1 (41.) Cornet (Olsen, Moser - 5:4), 4:1 (52.) Breitkreuz (Keussen, Valentin).

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