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Sonderlob von Trainer Christof Kreutzer für Mick Köhler: "Er hat das richtig gut gemacht."

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Was Trainer Christof Kreutzer an seiner Mannschaft liebt

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Noch elf Spiele sind es in der Vorrunde der DEL 2, dann steht es für den EC Bad Nauheim fest: Playoffs, Pre-Playoffs oder gar Playdowns? Trainer Christof Kreutzer weiß, was er erreichen will.

Den Sonderzug sparte sich Christof Kreutzer, der Trainer des EC Bad Nauheim, am Sonntagabend nach dem "Rückspiel" des Wochenend-Doppelpacks gegen die Eispiraten Crimmitschau. "Da bin ich auch ehrlich gesagt nicht der Typ zu", gab der Düsseldorfer zu - und fügte schmunzeln hinzu: "Außerdem sollten die Jungs das mal in Ruhe machen, ohne dass der Trainer gleich hinter ihnen steht."

EC Bad Nauheim: Am Sonntag aus den Fehlern von Freitag gelernt

Sportlich gesehen fällt die Bilanz sicherlich schlechter aus als die des zwölften Sonderzugs in der Geschichte der Roten Teufel. "Wir hätten mehr als zwei Punkte holen können, wenn nicht sogar müssen", sagte Kreutzer angesichts der Tatsache, dass es nach dem 4:6 gegen den Tabellenletzten am Freitagabend "nur" ein 2:1-Sieg nach Penaltyschießen am Sonntag herausgesprungen war. "Immerhin haben wir am Sonntag so gespielt, wie wir aktuell spielen müssen, um Spiele zu gewinnen. Wir haben aus dem Freitagspiel gelernt - und das liebe ich so an meiner Mannschaft. Ich vermisse manchmal nur, dass sie das beständig macht. Denn dann können wir auch mehrere Spiele hintereinander gewinnen."

Das ist in der Tat lange her: Die letzten beiden Siege in Folge gab es Anfang Dezember, das letzte Sechs-Punkte-Wochenende war gar Mitte November. Der Knackpunkt sind weiter die Kontingentspieler, deren Kreativität und Torgefahr schmerzlich vermisst werden. Cody Sylvester ist nach seinen zwei langwierigen Verletzungen zwar wieder da, aber laut Kreutzer "nicht einmal bei der Hälfte davon, was er in der vergangenen Saison gespielt hat". Das Hin und Her um die Rückkehr der verletzten Tyler Fiddler und Zach Hamill geht dem 52-Jährigen zusätzlich auf die Nerven. "Ich möchte nicht dauernd so ein Theater haben. Geht es, geht es nicht? Geht es mit Spritze, Tabletten, Tape oder sonst was oder dann doch wieder nicht? Damit macht man nur alle verrückt - inklusive der Spieler", sagt Kreutzer. "Beide Spieler sind die letzten, die nicht spielen würden, wenn sie könnten."

EC Bad Nauheim: Hoffen auf Wochenend-Einsatz von Zach Hamill

Die Hoffnungen liegen nun darauf, dass Hamill in dieser Woche voll trainieren kann und sich kommendes Wochenende für sein Comeback gerüstet sieht. Bei Fiddler könnte es auch noch eine weitere Woche dauern, da die Schnittwunde am Fuß schlecht heilt. Doch selbst dann dürften "keine Wunder" von der Rückkehr der beiden Spielmacher erwartet werden - schließlich waren sie wochenlang nicht unter Wettkampfbedingungen auf dem Eis. Mit einer Rückkehr von Hamill erhofft sich Kreutzer allerdings auch noch eine Verbesserung der Situation um Jack Combs. Der mit viel Vorschusslorbeeren verpflichtete Ex-DEL-Torjäger habe im Zusammenspiel mit Sonntag-Torschütze Mick Köhler in jedem Fall gut harmoniert.

Das kurzzeitige Ende der Offensivflaute mit vier Toren am Freitag hatte dem Coach übrigens nicht so gut gefallen - vor allem, weil das Team dadurch defensiv zu offen war. "Ich gewinne lieber 1:0 anstatt vier Tore zu schießen und am Ende zu verlieren. Jeder muss kapieren, dass wir nur Spiele gewinnen, wenn wir defensiv gut stehen - und dabei können wir uns auch nicht immer auf Felix Bick verlassen", sagt Kreutzer und nimmt den Keeper, der bei einigen Aktionen am Wochenende unglücklich gewirkt hatte, ausdrücklich in Schutz: "Es kann nicht sein, dass es immer nur an ihm hängt. Jeder spielt defensiv eine große Rolle und jeder muss funktionieren."

EC Bad Nauheim: Trotz Formkrise steht das Team in der Tabelle weiter auf Platz fünf

Immerhin: Nach wie vor steht der ECN auf Rang fünf der Tabelle - teils mit drei Spielen weniger als die Konkurrenz. Das macht Mut für die restlichen elf Vorrundenpartien in dieser Saison. "Es ist immer gut, nicht von anderen abhängig zu sein. Wir wollen das Höchste erreichen, aber für mich zählt der Strich nach unten - die Top-Ten", sagt Kreutzer. "Und eines kann man jetzt schon sagen: Sämtliche Rechenspiele kann man dieses Jahr in dieser Liga in die Tonne treten."

An Freitag (20 Uhr) geht es in Bayreuth weiter.

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