Dieser Schuss von Mathieu Lemay (17, Crimmitschau) fliegt in die Fanghand von EC-Goalie Felix Bick, der aber in Sachsen dennoch fünfmal die Scheibe aus dem Netz holen muss. Die favorisierten Bad Nauheimer unterliegen 1:5.
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Dieser Schuss von Mathieu Lemay (17, Crimmitschau) fliegt in die Fanghand von EC-Goalie Felix Bick, der aber in Sachsen dennoch fünfmal die Scheibe aus dem Netz holen muss. Die favorisierten Bad Nauheimer unterliegen 1:5.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Sturmflaute in Sachsen

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Der EC Bad Nauheim muss am Sonntag beim 1:5 in Crimmitschau die dritte Saisonniederlage in der DEL 2 hinnehmen. Offensiv erwischt der EC einen eher gebrauchten Tag.

Die Schlüsselszene der Eishockey-Partie in Crimmitschau spielte sich schon gegen Ende des ersten Drittels ab. Der EC Bad Nauheim hatte die frühe Führung durch Daniel Weiß (2.) bereits egalisiert - Andreas Pauli zeichnete für den einzigen Gästetreffer an diesem Abend verantwortlich (12.) - und war drauf und dran, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Das Powerplay am Ende des ersten Abschnitts passte ins Bild. Dann schlug Mathieu Lemay zu und brachte seine Farben - zu diesem Zeitpunkt überraschend - auf die Siegerstraße (20.). Die Wetterauer blieben offensiv einiges schuldig und konnten keinen Treffer mehr erzielen.

EC Bad Nauheim: Erstes Gegentor nach 116 Sekunden

Im DEL 2-Ranking rutschte das Team von Trainer Hannu Järvenpää auf Platz drei ab. "Wir waren mental nicht da", kritisierte der finnische Coach. "Vieles sah zwar ganz schön aus, aber der letzte Tick hat heute oft gefehlt. Aus diesen Fehlern müssen wir lernen."

Schon nach 116 Sekunden waren die Gastgeber, die am Freitagabend bei den Kassel Huskies schon als Sieger das Eis verlassen hatten, erstmals erfolgreich. Dabei bediente Timo Gams den vor das Tor fahrenden Daniel Weiß, der EC-Goalie Felix Bick per Direktschuss überwinden konnte. Die Kurstädter wachten nur langsam auf und kamen zur Mitte des Drittels stärker auf. Nach den ersten Versuchen von Pauli (7.) und Luis Üffing (11.) legte Cason Hohmann von rechts quer auf für Pauli, der nur noch den Schläger hinhalten musste - 1:1. Der EC attackierte die Sachsen nun schon in deren Verteidigungsdrittel und baute mehr Druck auf. Gebremst wurde dieser zunächst durch eine Überzahlsituation der Gastgeber, als Daniel Ketter auf die Strafbank musste. Bad Nauheim überstand das Powerplay der Gastgeber aber und hatte nach einer Disziplinarstrafe gegen den Eispirat Carl Hudson selbst die Möglichkeit, im Fünf-gegen-Vier-Spiel vorzulegen. Lemay schockte die Järvenpää-Truppe aber mit seinem Short-Hander zum 2:1.

EC Bad Nauheim: Kein Rezept gegen Crimmitschauer Abwehr

Nach Wiederbeginn waren die Mannschaften noch nicht lange auf dem Eis, da schlugen die Eispiraten wieder zu. Gams überließ die Scheibe für Petr Pohl, der fackelte nicht lange und traf zum 3:1 ins linke obere Eck (22). Die Bad Nauheimer Reaktion ließ weiter auf sich warten. Das nächste Powerplay der "Roten Teufel" brachte erneut nichts ein. Die besten EC-Gelegenheiten im zweiten Abschnitt vergaben Mark Richardson, der die Latte traf (31.) und Pauli, der am guten Torwart Michael Bitzer scheiterte (38.).

Wer nun den großen Sturmlauf der Bad Nauheimer erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Gäste fanden einfach kein Rezept gegen eine Eispiraten-Defensive, die sich tatsächlich nur wenige Fehler leistete. Lediglich Pauli versuchte es in Minute 56 noch mal aus der Distanz. Und so kam es, wie es kommen musste. Mit zwei sehenswerten Toren machte Crimmitschau den Deckel drauf. Zunächst beförderte Travis Ewanyk den Puck mit der Rückhand in den Winkel (57.), ehe Gams auf Pohl-Zuspiel ins kurze Eck zielte (58.).

EC Bad Nauheim: Das 1:5 in Crimmitschau auf einen Blick

Eispiraten Crimmitschau: Bitzer - Hudson, Schietzold, Olleff, Scalzo, Thomas, Heyer - Lemay, Timmins, Ewanyk, Walsh, Schlenker, Patrick Pohl, Gams, Weiß, Petr Pohl, Rudert, Bötcher, Demmler.

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Reinig, Köhler, Richardson, Card, Schmidt - Körner, Üffung, El-Sayed, Hohmann, Pauli, Arniel, Cornett, Reiter, Tessier, Petersen.

Im Stenogramm / SR: Fischer/Haupt. - Zu.: keine. - Strafen: 14 Minuten / 6 Minuten. - Tore: 1:0 (2.) Weiß (Petr Pohl, Gams), 1:1 (12.) Pauli (Hohmann, Arniel), 2:1 (20.) Lemay (Timmins - 4:5), 3:1 (22.) Petr Pohl (Gams, Weiß), 4:1 (57.) Ewanyk (Scalzo, Olleff), 5:1 (58.) Gams (Weiß, Petr Pohl).

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