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Das war’s! Die Enttäuschung über das frühe Saisonaus steht den Spielern des EC Bad Nauheim ins Gesicht geschieben. 

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EC Bad Nauheim: Sommerpause nach 3:8-Niederlage bei Dresdner Eislöwen

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Das war’s! Der EC Bad Nauheim verabschiedet sich in die Sommerpause. In Dresden kassieren die Roten Teufel vier Gegentore in doppelter Unterzahl. Und dabei hatte alles vielversprechend begonnen.

Sommerpause! Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim verlor am Sonntag auch Spiel zwei der Best-of-three-Serie um das Playoff-Viertelfinal-Ticket. In Dresden unterlagen die Roten Teufel vor 3126 Zuschauern unverdient deutlich mit 3:8 (1:2, 1:3, 1:3). 

EC Bad Nauheim: "Special Teams" machen gegen die Dresdner Eislöwen den Unterschied

Abschied: Trainer Christof Kreutzer verlässt die Roten Teufel nach zwei Jahren. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Die Entscheidung fiel Mitte des zweiten Abschnitts, als die Hessen binnen 2:44 Minuten drei Tore zum zwischenzeitlichen 1:5-Rückstand hinnehmen mussten. Am Ende hatten die Gäste unter kleinlicher Leitung der Unparteiischen Hascher und Kannengießer gleich vier (!) der acht Gegentreffer in doppelter (!) Unterzahl kassiert; einmal ließ sich die Mannschaft von Christof Kreutzer aber auch bei eigenem Powerplay bezwingen. "Die Special-Teams haben letztlich den Unterschied in der Serie ausgemacht. Wir hatten zu viele Strafen. Das hätten wir vermeiden müssen", resümierte der Trainer der Wetterauer. 

Rico Rossi, dessen Vertrag bei den Eislöwen verlängert wurde, wusste: "Wir haben – wie schon in der gesamten Saison – immer einen Weg gefunden, um im wichtigen Moment die wichtigen Tore zu erzielen." 

EC Bad Nauheim: Tore von Hamill, Combs und Fiddler reichen nicht

Zach Hamill (1:0/2.), Jack Combs (2:5/40.) und Tyler Fiddler (3:5/41.) trafen zum Saisonausklang für die Hessen, die von rund 100 Fans in die sächsische Landeshauptstadt begleitet worden waren. Intensität, Energie, Wille, Aggressivität: Bad Nauheim brachte (fast) alles mit in die Partie, verbrachte laufintensiv sehr viel Zeit im gegnerischen Drittel, suchte rasch den Abschluss - und lag nach starken 20 Minuten doch im Rückstand. Die Roten Teufel hatten nämlich schlichtweg nicht die Effektivität der Gastgeber, die zwei ihrer wenigen Möglichkeiten zu nutzen verstanden. 

Für Bad Nauheim hätte die Partie nicht besser beginnen können. Der wiedergenesene Mick Köhler eroberte den Puck im Zweikampf, Zach Hamill behielt vor Riku Helenius die Nerven – und der ECN hatte nach gerade einmal 63 Sekunden vorgelegt. Die Gäste konnten ihre Gastgeber in deren Drittel einschnüren, bekamen ihre Möglichkeiten, konnten diese aber nicht nutzen. Gnadenlos effektiv zeigten sich dagegen die Eislöwen: Jordan Kanckstadt traf zum Ausgleich, und ein Unterzahl-Break nutzte Timo Walther zum schmeichelhaften Führungstreffer der "Blau-Weißen". 

EC Bad Nauheim: Die Strafzeiten machen am Ende den Unterschied

Bad Nauheim knüpfte zum zweiten Abschnitt trotz des Nackenschlages an die gute Leistung aus den ersten 20 Minuten an, war im Powerplay dem Ausgleich nahe, leistete sich dann aber zu viele Hinausstellungen und kassierte in doppelter Unterzahl zwei Gegentore durch Alexander Dotzler (gleich zweimal hatte Bad Nauheim die Chance zur einfachen Befreiung verpasst) und Timo Pielmeier, ehe Petr Pohl mit dem nächsten Wechsel eine Unordnung in der Defensive bestrafte – das war’s im Grunde genommen. Der Partie war die Spannung genommen. Jack Combs, der anstelle von Cody Sylvester wieder den Vorzug erhalten, betrieb in der Schlusssekunde des zweiten Abschnitts noch Ergebniskosmetik.

EC Bad Nauheim: Nach dem Tor von Tyler Fiddler wird es noch einmal spannend

Als Tyler Fiddler gleich zu Beginn des letzten Durchgangs auf 3:5 verkürzt hatte, keimte tatsächlich noch einmal so etwas wie Hoffnung auf. (41.). Diese zerstörte Petr Pohl zehn Minuten vor dem Ende, als er Felix Bick im Tor mit einem Penalty verlud - 6:3 für Dresden. 

Der Rest war nun nur noch Formsache – erst recht, da die Unparteiischen doch recht munter und einer Playoff-Partie eher unangemessen Strafzeiten verteilten, was Dresden zu weiteren Treffern durch Knackstedt (fünf Scorerpunkte alleine in dieser Partie) und Dotzler verhalf.

EC Bad Nauheim: Die 3:8-Niederlage bei den Dresdner Eislöwen auf einen Blick

Dresdner Eislöwen: Helenius – Dotzler,, Uplegger, Lavallee, Zauner, Kramer, Flade, Ribnitzsky - Pohl, Huard, Knackstedt, Ritter, Lamoureux, Mitchell, Walther, Knobloch, Pielmeier, Jentsch, Rupprich, Heyter. 

EC Bad Nauheim: Bick – Ketter, Sekesi, Kokkia, Card, Slaton, Heyer - Pauli, Fiddler, Bires, Köhler, Hamill, Combs, Ratmann, El-Sayed, Palka, Kahle, Cornett.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (2.) Hamill (Card, Combs), 1:1 (9.) Knackstedt (Dotzler, Huard - 5-4), 2:1 (16.) Walter (Knobloch - 4-5), 3:1 (28.) Dotzler (Knackstedt - 5-3), 4:1 (29.) Pielmeier (Knackstedt - 5-3), 5:1 (30.) Pohl (Huard, Pielmeier), 5:2 (40.) Combs (Bires, Fiddler - 5-4), 5:3 (41.) Fiddler (Bires, Pauli), 6:3 (51.) Pohl (Penalty), 7:3 (54.) Knackstedt (Dotzler, Huard - 5-3), 8:3 (56.) Dotzler (Knackstedt, Huard - 5-3). – Schiedsrichter: Hascher/Kannengießer. – Strafminuten: Dresden 12, Bad Nauheim 24. – Zuschauer: 3126.

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