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EC Bad Nauheim: Sieben Tore, aber auch zwei Ausfälle

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Von: Michael Nickolaus

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Marius Erk gratuliert Philipp Wachter zu dem Treffer zur 2:1-Führung für den EC Bad Nauheim. Beide Verteidiger erzielen am Freitag in Landshut ihre ersten Saisontore. © Red

Sieben Tore in fremder Halle, drei Punkte, aber auch zwei Spieler, die die Partie vorzeitig beenden mussten. Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim könnte den Erfolg in Landshut teuer erkauft haben.

Patrick Seifert (Unterkörper) und Mick Köhler (Arm), zwei Verteidiger, haben das Schlussdrittel aus dem Kabinengang heraus verfolgt.

Vor 1991 Zuschauern in der Eissporthalle am Gutenbergweg kamen die Roten Teufel nach dem Gegentor-Schock in Sekunde 16 zu einem souveränen »Dreier« bei den Niederbayern, denen erkennbar das Selbstvertrauen fehlte, deren Defensivverhalten am Freitagabend zudem oft zweitliga-unwürdig war. Doppeltorschütze bei den Gästen war Jordan Hickmott. Vier Scorerpunkte (ein Tore, drei Assists) sammelte Tim Coffman. Außedem trafen Marc El-Sayed (Penalty), Jerry Pollastrone und die beiden Abwehrspieler Marius Erk und Philipp Wachter. Für den Vorjahres-Neuzugang war’s gar der erste Treffer überhaupt im Trikot der Hessen.

»Nach einem strukturierten ersten Abschnitt hatten wir im zweiten Durchgang ein schlechtes Puck-Management, aber Landshut konnte das nicht nutzen. Am Ende war’s wieder solide«, sagt Harry Lange, der Trainer der Gastmannschaft.

Die Spiel wurde mit einem Offensiv-Feuerwerk eröffnet. Langer Pass Nick Pageau, Querpass David Zucker, Tor Tyson McLellan. Exakt 16 Sekunden waren gespielt, da führten die Hausherren mit 1:0. Aber: Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Von der blauen Linie traf Marius Erk per Direktabnahme in den Torwinkel. EVL-Keeper Sebastian Vogel war die Sicht versperrt - 66 Sekunden zeigte da die Stadionuhr. Bad Nauheim meisterte die erste Unterzahl-Situation und kam immer wieder auffallend leicht und einfach ins Offensivdrittel und in der Folge auch zu Torchancen. Pech hatte David Cerny, dem der Puck versprungen ist. Auf der Gegenseite stach Torwart Felix Bick dem heranrauschenden Brett Cameron den Puck vom Schläger. In der 14. Minute übernahm Bad Nauheim die Führung. Wieder per Direktschuss, wieder war Vogl die Sicht genommen. Damit nicht genug. Jerry Pollastrone spekulierte im Offensivdrittel, fing einen Pass von Marco Pfleger ab und traf zum 3:1 der Gäste, die starke 20 Minuten abgeliefert hatten.

Im zweiten Durchgang fehlten die Offensivmomente. Landshut spielte glücklos, es fehlten nach der jüngsten Niederlagen-Serie Selbstvertrauen und Präzision. Dafür kamen zunehmend Emotionen ins Spiel. Nach einem Stockschlag auf den Arm von Mick Köhler war für Landshuts Jakob Mayenschein (Spieldauerstrafe) die Partie beendet (36.). Wenig später wollte Markus Eberhardt seinen Frust an Michael Bartuli auslassen und schwächte seine Mannschaft (Fünf-Minuten-Strafe/39.). Zwei Hundertstelsekunden (!) vor der zweiten Sirene erhöhte Bad Nauheim im Powerplay auf 4:1 (Coffman). Das fünfte Gäste-Tor durch Hickmott (50.) sorgte dann für die endgültige Entscheidung. Der Rest dient lediglich der Statistik.

EV Landshut: Vogl - Schwarz, Pageau, Eberhardt, Brückner, Stowasser, Pavlu - Pfleger, McLellan, Zucker, Doremus, Brandl, Cameron, Mühlbauer, Forster, Mayenscheinm Kharboutli, Baßler, Eckl.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Köhler, Wörle, Seifert, Wachter, Erk - Herrmann, Coffman, Hickmott, Steck, Vause, Pollastrone, Pauli, El-Sayed, Niedenz, Bartuli, Cerny.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (1.) McLellan (Zucker, Pageau), 1:1 (2.) Erk (Pauli, El-Sayed), 1:2 (14.) Wachter (Coffman, Herrmann), 1:3 (18.) Pollastrone, 1:4 (40.) Coffman (Vause), 1:5 (50.) Hickmott (Coffman, Wörle), 1:6 (55.) Hickmott (Coffman, Sekesi) 2:6 (57.) Pageau (Eberhadt, Kharboutli), 2:7 (58.) El-Sayed (Penalty), 3:7 (59.) Cameron (Doremus, Brandl - PP1). - Schiedsrichter: Schütz/Sicorschi. - Strafminuten: Landshut 4 plus Minuten (Eberhardt) plus fünf Minuten plus Spieldauer (Mayenschein), Bad Nauheim 14. - Zuschauer: 1991.

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