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Drei gegen einen: Philipp Maurer im Tor des EC Bad Nauheim wird hier von seinen Verteidigern Huba Sekesi (links) und Eric Stephan unterstützt.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Selbst aus dem Rhythmus gebracht

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim zeigte in Selb starke 20 Minuten, verlor am Ende aber beim Aufsteiger in die Deutsche Eishockey-Liga 2.

(mn). Offensiv fehlten einfach nur der erfolgreiche Abschluss und hier und da auch das Quäntchen Glück. Defensiv wurden unterm Strich zu viele Geschenke verteilt. Der EC Bad Nauheim unterlag am Sonntag bei neuen Eishockey-Zweitliga-Konkurrenten in Selb vor 560 Zuschauern mit 3:4 (1:0, 1:2, 1:2); unnötig, wie man nach 60 Minuten festhalten kann. Die Treffer für die Roten Teufel erzielten Stefan Reiter (2) und Jerry Pollastrone. »Wir haben uns nach guten, strukturierten 20 Minuten selbst aus dem Tritt gebracht. Eine solche Niederlage macht mich sauer«, ägerte sich Trainer Harry Lange.

Bad Nauheim hatte vor allem im ersten Abschnitt gute Szene in der offensiven Zone. Mit Laufbereitschaft wurden Druck erzeugt und Turnover erzwungen, auch im weiteren Verlauf konnten die Roten Teufel ihre spielerische Überlgenheit immer mal wieder aufzeigen und den Gastgeber phasenweise in dessen Zone einschnüren. Allerdings konnte im Tor der Wölfe Neuzugang Even Weninger beweisen, dass er der starke Rückhalt sein kann, den ein Aufsteiger braucht. Er stoppte unter anderem Sololäufe von Pollastrone und Tobias Wörle und hatte bei Latten- und Pfostenschüssen von Fabian Herrmann und Tristan Keck das Glück auf seiner Seite.

Der ersten Abschnitt gehörte den Teufeln. Reiter traf - mit einem langen Pass auf die Reise geschickt - zur Führung (9.). Und allein Weninger hielt Selb anfangs im Spiel. Zum zweiten Durchgang hatten sich die Hausherren besser auf das höhere Tempo eingestellt und drehten binnen vier Minuten durch Aquin (24./im Powerplay) und Miglio (28./nach schnellem Umschaltspiel) das Blatt. Im Powerplay konnte Reiter ausgleichen (32.).

In der 45. Minute musste Mick Köhler nach einem Bandencheck gegen Brad Ross duschen gehen. Bad Nauheim erlaubte sich in der zweiten Hälfte der Partie einfach zu viele leichte Fehler. Einen Schnitzer von Eric Stephan bestrafte Brett Thompson (46.), und zwei Minuten später waren die Hessen zu weit aufgerückt, erlaubten den Wölfen einen Zwei-gegen-eins-Koter, den Nick Walters abschließen konnte. Bad Nauheim ließ ein Powerplay (55.) ungenutzt, kam durch einen Schuss von Pollastrone (57./Vause und Pauli hatten nachgesetzt), noch einmal ran. Zum Ausgleich reichte es aber nicht.

Selber Wölfe: Weninger - Slavetinsky, Menner, Silbermann, Ondruschka, Walters, Gimmel, Böhringer, Halbauer - Boiarchinov, Thompson, Aquin, Miglio, Gare, Deeg, Christmann, Gelke, Ross, Klughardt, Kryvourutskyy, Woltmann.

EC Bad Nauheim: Maurer - Sekesi, Stephan, Kevin Schmidt, Wachter, Shevyrin, Tomas Schmidt - Pauli, Mick Kögler, Reiter, Körner, Vause, Keck, Wörle, Hickmott, Pollastrone, Herrmann.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (9.) Reiter (Stephan, Mick Köhler), 1:1 (24.) Aquin (Boiarchinov, Thompson - PP), 2:1 (28.) Miglio (Ondruschka), 2:2 (32.) Reiter (Hickmott, Wörle - PP), 3:2 (46.) Thompson, 4:2 (48.) Walters (Thompson, Aquin - PP), 4:3 (57.) Pollastrone. - Strafen: Selb 8, Bad Nauheim 13 plus Spieldauer (Mick Köhler). - Zuschauer: 560.

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