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Christoph Körner leitet die Torflut für Bad Nauheim ein und überwindet Landshut-Goalie Jaroslav Hübl zum 1:0.

Eishockey

EC Bad Nauheim: Schützenfest in Landshut

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Doppelpacks von Körner und Arniel, Hohmann-Gala und Beinahe-Shutout für Maurer an seinem Geburtsort. Der 8:1-Erfolg des EC Bad Nauheim beim EV Landshut hält einige Geschichten bereit.

Nach der Schlusssirene stürzten sich alle Bad Nauheimer Eishockey-Cracks auf Philipp Maurer. Der EC-Torhüter hatte in seiner Geburtsstadt nur einen Gegentreffer zugelassen und durfte mitansehen, wie sich Cason Hohmann und Co. vorne in einen Rausch spielten. Der 8:1-Erfolg des Wetterauer Zweitligisten bei DEL 2-Schlusslicht EV Landshut war schon die fünfte Begegnung in Folge, in der die »Roten Teufel« punkten konnten. Zum Matchwinner avancierte einmal mehr Hohmann, der vier Tore auflegte und einmal selbst traf. Christoph Körner und James Arniel trugen sich je zweimal in die Torschützenliste ein.

Bei Bad Nauheim kehrte Mark Richardson ins Aufgebot zurück. Trainer Harry Lange hatte sich also - wie angekündigt - für eine etwas defensivere Variante entschieden und ließ Stürmer David Aslin als überzähligen Kontingentspieler zu Hause. Voraussetzung dafür war allerdings, dass die Offensivkräfte Kevin Niedenz und Michael Bartuli von Kooperationspartner Köln freigegeben worden waren.

Weiter in Torlaune bei den »Roten Teufeln« zeigt sich Körner, der nur sechs Minuten brauchte, um seine Farben in Front zu bringen. Die Vorarbeit kam von Hohmann. Der US-Boy trieb die Scheibe über die halbe Eisfläche und erwischte den richtigen Moment für den Schnittstellen-Pass auf Körner. Kurz vor Drittelende musste Niedenz auf die Strafbank. Landshut nutzte sein erstes Powerplay prompt zum Ausgleich. Marcus Power tauchte während der Überzahl gleich dreimal gefährlich vor Maurer auf. Beim letzten Versuch war er dann aus kurzer Distanz erfolgreich (19.).

Ungleich schlechter lief die nächste Fünf-gegen-vier-Situation des EVL, der dabei nichts Zwingendes zustande brachte. Auf der Gegenseite zeigten sich die »Roten Teufel« effektiver. Arniel eroberte im rechten Bullykreis die Scheibe, fuhr alleine auf Jaroslav Hübl zu und überwand den EVL-Goalie mit einer feinen Einzelleistung zum 2:1 (26.). Vier Minuten später fügte Hohmann seinem Scorerkonto den nächsten Zähler hinzu. Kelsey Tessier leitete den Angriff über die Mitte ein und brachte die Scheibe zu Hohmann. Der passte von rechts mustergültig zurück, sodass der Kanadier nur noch den Schläger hinhalten musste - 3:1 (30.).

Im Schlussdrittel lief bei den Landshutern, die Arturs Kruminsch verletzungsbedingt verloren, gar nichts mehr. Bei den Kurstädtern dagegen klappte alles. Körner tunnelte Hübl zum 4:1 (44.), Abwehrrecke Tomas Schmidt durfte beim 5:1 (46.) auch mal ran, und sogar Markus Reiter, der am Donnerstag im Dresden-Spiel noch mit Verdacht auf eine schlimmere Armverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste, steuerte einen Treffer bei (55.). Zwischenzeitlich waren Hohmann nach dem Rebound (49.) und Arniel per Schlagschuss (50.) erfolgreich.

Lange verteilte reihenweise Sonderlob: für Maurer, für Richardson und überhaupt für die gesamte Verteidigung. »Defensiv war es eine sehr gute Leistung seiner Mannschaft«, sagte der Österreicher. Offensiv natürlich auch, aber das ist man in Bad Nauheim in dieser Spielzeit schon eher gewohnt.

EV Landshut: Hübl - Zimmermann, Weihager, Bohac, Martens, Dersch, Messing, Gabriel - Power, Busch, O’Brien, Hofbauer, Laaksonen, Forster, Mühlbauer, Brandl, Kruminsch, Sauer.

Maurer - Glötzl, Richardson, Sekesi, Schmidt, Ketter, Reinig, Korus - Hohmann, Körner, Tessier, Arniel, Niedenz, Cabana, Bettahar, Reiter, Cornett, Bartuli, Leon Köhler.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Aumüller/Paule. - Strafen: 8:8 Minuten plus 10 Min. Disziplinarstrafe Dersch. - Tore: 0:1 (6.) Körner (Hohmann, Reinig), 1:1 (19.) Power (Weihager, O’Brien / 5-4), 1:2 (26.) Arniel (Cabana, Schmidt), 1:3 (30.) Tessier (Hohmann, Richardson), 1:4 (44.) Körner (Hohmann, Tessier), 1:5 (46.) Schmidt (Tessier, Hohmann), 1:6 (49.) Hohmann (Arniel, Sekesi / 5-4), 1:7 (50.) Arniel, 1:8 (55.) Reiter (Schmidt, Tessier / 5-4).

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