Ein Stück Normalität: Die Spieler des EC Bad Nauheim feiern ihren 6:2-Heimerfolg über die Löwen Frankfurt standesgemäß mit den "Derbysieger"-Bannern - auch wenn im Colonel-Knight-Stadion weiterhin keine Fans zugelassen sind.
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Ein Stück Normalität: Die Spieler des EC Bad Nauheim feiern ihren 6:2-Heimerfolg über die Löwen Frankfurt standesgemäß mit den »Derbysieger«-Bannern - auch wenn im Colonel-Knight-Stadion weiterhin keine Fans zugelassen sind.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Rechtzeitig zum Derby zurück in die Spur - 6:2-Sieg über Frankfurt

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Der EC Bad Nauheim hat sich von der 1:8-Klatsche in Freiburg vom Freitag gut erholt - und das Hessen-Derby gegen die Löwen Frankfurt klar mit 6:2 gewonnen. Es war ein Spiel der Premieren.

Immerhin etwas war wie immer: Als die Schusssirene ertönte und der EC Bad Nauheim das Hessen-Derby der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen die Löwen Frankfurt mit 6:2 gewonnen hatte, kamen die Wetterauer Kufen-Cracks zusammen, um das »Derbysieger«-Banner zu halten. Ansonsten war der temporeichen und durchaus unterhaltsamen Partie aber angesichts des Zuschauerausschlusses die passende Atmosphäre gefehlt.

EC Bad Nauheim: Trainer Hannu Järvenpää "sehr glücklich über die drei Punkte"

»Ich wünsche mir, dass die Zuschauer bald zurückkommen, denn dieses Spiel hatte Fans verdient«, sagte auch EC-Trainer Hannu Järvenpää hinterher. Er sei »sehr glücklich über die drei Punkte«, seine Mannschaft habe gut gespielt, auch Keeper Felix Bick habe einen »guten Job« gemacht, auch wenn die Frankfurter sein Team phasenweise sehr tief ins eigene Drittel gedrückt hatten.

Erweist sich als ungemütlich für seine Gegner: Bad Nauheims Cason Hohmann (l.) - hier gegen Frankfurts Carter Proft- steht auch dank seines ersten Treffers bei beeindruckenden 14 Scorerpunkten aus acht Spielen.

Die Kurstädter mussten auf den verletzten Freddy Cabana - Diagnose nach dem Sturz in die Bande am Freitag weiter unklar - sowie die drei zur U 20-WM-Vorbereitung abgereisten Maximilian Glötzl, Simon Gnyp und Julian Chrobot verzichten, hatten in Rückkehrer Mike Card sowie den beiden Förderlizenzspieler Luis Üffing und Jussi Petersen, der sein erstes Profispiel machte, aber Ersatz. Das Team stand in der Defensive deutlich sicherer als noch beim 1:8 in Freiburg zwei Tage zuvor.

EC Bad Nauheim: Christoph Körner und Kelsey Tessier drehen Partie

Das erste Tor gehörte dennoch den Gästen: Sebastian Collberg tauchte auf einmal frei vor Keeper Bick auf und traf zum 1:0. Die Antwort ließ jedoch keine 60 Sekunden auf sich warten, als Christoph Körner eine Puckeroberung des erneut auffälligen Topscorers Cason Hohmann zum Ausgleich verwertete (11.). Auch vor dem zweiten Nauheimer Tor zahlte sich Hartnäckigkeit aus: Kelsey Tessier eroberte den Puck hinter dem Tor, Leon Köhler scheiterte noch an Patrick Klein im Löwen-Kaste, ehe Tessier selbst abstaube - 2:1 (17.).

Auch wenn die Frankfurter, deren eigentlich vorgezogenes Spiel gegen Kassel am Freitag wegen eines Corona-Verdachtsfalls bei den Huskies ausgefallen war, über weitere Strecken den agileren Eindruck machten, hatte der EC unterm Strich die besseren Chancen. Das 3:1 fiel ausgerechnet in Unterzahl, als Hohmann nach einem Pfostentreffer zunächst geklärt hatte, um sich nur wenige Sekunden später durch die Frankfurter Hintermannschaft zu tanken und den Puck irgendwie an Klein vorbei ins Netz zu stochern (35.). Für ihn war es der erste Treffer im Trikot der »Roten Teufel«.

EC Bad Nauheim: Nicolas Cornett und Andreas Pauli machen den Deckel drauf

Die überstanden zu Beginn des Schlussabschnitts eine über einminütige Phase in doppelter Unterzahl - für Järvenpää und seinen Kollegen Olli Salo die entscheidende Situation der Partie. Stattdessen traf kurz darauf EC-Verteidiger Mark Richardson per Abstauber nach einem Schuss von Stefan Reiter, ehe Mike Mieszkowski die Partie nur 19 Sekunden später noch einmal spannend machte (47.).

Erst ein Treffer ins leere Tor von Cornett, der seinen ersten Saisontreffer markierte, nachdem die Frankfurter bei verbleibenden 2:38 Minuten Keeper Klein für die Schlussoffensive vom Eis geholt hatten (59.) sowie gar noch das 6:2 von Andreas Pauli nach Doppelpass mit Hohmann Sekunden vor dem Ende machten alles klar.

»Bad Nauheim hat tief gestanden und defensiv gut gespielt, sodass für uns vor dem Tor nicht viel gegangen ist. Wir haben aber auch einfach zu wenig geschossen und teilweise zu kompliziert gespielt«, analysierte Löwen-Coach Salo hinterher - und schob nach: »Gerade die Überzahlsituationen waren nicht gut gespielt, obwohl wir heute Powerplay-Tore gebraucht hätten.«

EC Bad Nauheim: Der 6:2-Derbysieg über die Löwen Frankfurt auf einen Blick

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Reinig, Schmidt, Card, Sennhenn, Richardson - Körner, Üffing, El-Sayed, Hohmann, Pauli, Arniel, Cornett, Reiter, Tessier, Leon Köhler, Petersen.

Löwen Frankfurt: Klein - Hüttl, Suvanto, Wood, Wirt, Sonnenburg, Erk, Obu - Ferraro, Mitchell, Collberg, Buchwieser, Strodel, Dmirtirev, Proft, Darren Mieszkowski, Mike Mieszkowski, Schinko, Fischer.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Engelmann/Kannengießer. - Zuschauer: keine. - Strafen: 10 / 6 Minuten. - Tore: 0:1 (11.) Collberg (Ferraro, Wood), 1:1 (12.) Körner (Hohmann), 2:1 (17.) Tessier (Leon Köhler, Card), 3:1 (35.) Hohmann (4-5), 4:1 (47.) Richardson (Tessier, Reiter), 4:2 (47.) Mike Mieszkowski (Wood, Obu), 5:2 (59.) Cornett (Reiter, Tessier - Empty-Net), 6:2 (60.) Pauli (Hohmann, Arniel).

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