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Marvin Ratmann kehrt zurück in den Kader des EC Bad Nauheim und wird die »Roten Teufel« am Wochenende verstärken.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Mit guten Neuigkeiten vom Kooperationspartner in den Hauptrunden-Endspurt

  • Christoph Sommerfeld
    VonChristoph Sommerfeld
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Dem EC Bad Nauheim steht die letzte Phase der Hauptrunde bevor. Neun Partien sind in der DEL 2 noch zu absolvieren. Das Wochenende beginnt mit dem Spiel gegen den Ligazweiten aus Bad Tölz.

Die DEL 2 biegt so langsam auf die Zielgerade ein. Für den heimischen Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim könnte der Traum von den Playoffs doch noch wahr werden. In den letzten Spielen hat sich das Team von Trainer Harry Lange von Rang 14 auf den neunten Platz vorgeschoben. Am Wochenende bekommen es die »Roten Teufel« mit zwei vor ihnen rangierenden Mannschaften zu tun. Dem Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Tölzer Löwen folgt das Gastspiel beim ESV Kaufbeuren am Sonntag (17 Uhr/beide Sprade TV).

EC Bad Nauheim: Mehr Videostudium für besseres Powerplay und sichere Defensive

Die Trainingswoche: Eine Woche mit drei wettkampffreien Tagen am Stück liegt hinter den DEL 2-Teams. Im Spielplan einer beispiellosen Saison war und ist das nicht oft vorgesehen. Harry Lange und sein »Co« Patrick Strauch haben die Zeit unter anderem für Videostudium genutzt und feilten mit den Spielern an den Dingen, die zuletzt weniger gut liefen. »Zum Beispiel das Powerplay und wie dabei die defensive Zone zu besetzen ist«, erklärte Lange. »Die Stimmung nach den jüngsten Erfolgen ist besser. Die Jungs glauben daran, aber wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben«, ließ der Österreicher wissen.

Das Personal: Gute Neuigkeiten gibt’s vom Kooperationspartner aus Köln. Die Haie, die am Samstag und Sonntag im DEL-Einsatz sind, schicken Förderlizenzakteur Marvin Ratmann in die Wetterau. »Er kommt für das Wochenende nach Bad Nauheim«, sagte Lange, der allerdings auf das Sturmduo Michael Bartuli/Kevin Niedenz verzichten muss. Auch der zuletzt angeschlagene Luis Üffing kehrt in den Kader zurück. Daher besetzt Lange die Kontingentstellen so wie in den zurückliegenden Partien und bietet in der Defensive den Briten Mark Richardson auf.

EC Bad Nauheim: Duell der Topscorer am Freitagabend im Colonel-Knight-Stadion

Das Topscorer-Duell: Ein Blick in die Statistik offenbart, dass sich heute im Colonel-Knight-Stadion mit Cason Hohmann und dem Tölzer Marco Pfleger die beiden besten Topscorer der Liga gegenüberstehen. Beide kommen in dieser im Eishockey so beliebten Bilanz auf 75 Punkte. Entsprechend schmerzen dürfte den Ligazweiten, dass Pfleger den Klub nach der Saison verlässt und sich dem EV Landshut anschließt. Hohmann scheint sich derweil in der ersten EC-Sturmreihe an der Seite von Christoph Körner und Kelsey Tessier pudelwohl zu fühlen. »Bei uns stimmt die Chemie. Ich lege die Tore auf, und die beiden machen sie«, sagte der US-Boy diese Woche im Interview auf der EC-Homepage ganz bescheiden. Denn natürlich ist der »kleine, wuselige Mann« (Zitat Körner) auch als Torjäger alles andere als ungefährlich.

Und auf die Statistik kommt es ihm ohnehin nicht an. Das weiß auch sein Trainer Harry Lange. »Wenn Cason mit null Scorer-Punkten aus dem Spiel geht und wir gewinnen trotzdem, dann ist mir das egal. Und so denkt er selbst auch«, verrät der Coach.

Die Revanche: Es ist erst ein paar Tage her, da waren die Kaufbeurer zu Gast im Kurpark und nahmen am Ende zwei Punkte mit, obwohl Hohmann und Co. lange auf der Siegerstraße waren. Zwei Minuten vor Schluss kassierten die »Roten Teufel« den Ausgleich, und in der Verlängerung waren die Gäste schließlich das glücklichere Team.

Am Sonntag dürfte auch der Kanadier John Lammers wieder zum Kader des Tabellensechsten gehören, der in Bad Nauheim zuletzt aus privaten Gründen gefehlt hatte. Am Montagabend gegen die Bietigheim Steelers zumindest stand der 22-Tore-Stürmer auf dem Eis, konnte die 2:6-Niederlage aber nicht verhindern. »Wir brauchen eigentlich aus jedem Spiel drei Punkte«, sagt Lange.

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