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Allrounder: Huba Sekesi (hier beim Bully gegen Mario Lamoureux) wechselte am Wochenende aus taktischen Gründen mehrfach die Position, spielte in der Abwehr ebenso wie als Mittelstürmer und erhielt Lob von Trainer Christof Kreutzer. Foto: Chuc

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Ohne Tyler Fiddler nach Bad Tölz

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Sechs Spiele in 13 Tagen: Der EC Bad Nauheim startet am Dienstag in zwei "englische Wochen" in Folge. Ein wichtiger Kontigentspieler wird dann allerdings fehlen.

Sechs Spiele in 13 Tagen: Der EC Bad Nauheim startet am Dienstag in zwei "englische Wochen" in Folge. Zum Auftakt in Bad Tölz (19.30 Uhr) treffen zwei der aktuell formstärksten Klubs der Deutschen Eishockey-Liga 2 aufeinander. Die Roten Teufel stehen nach neun Siegen aus den vergangenen elf Partien auf Platz zwei, während die gastgebenden Löwen nach neun Siegen in Folge (23 Punkte) auf Rang vier nach vorne geschwemmt wurde.

EC Bad Nauheim: Gibbons spielt für Fiddler, Köhler weiter im Kader, Bindels setzt noch aus

Wie sieht’s personell aus?Tyler Fiddler wird fehlen. Der Kanadier hatte sich am Sonntag am Knie verletzt und wird sechs bis acht Wochen pausieren müssen. Für ihn rückt Kyle Gibbons, am Wochenende als überzähliger Kontingentspieler nur Zuschauer, zurück in den Kader. "Wir werden die Lücke schließen, aber nicht kompensieren können", sagt Trainer Christof Kreutzer mit hoher Wertschätzung über Fiddler. "Es bringt Energie aufs Eis, ist unser Motor. Es wird schwer, ihn zu ersetzen." Der Hintergrund: Fiddler ist als Mittelstürmer eine zentrale Figur im Gesamtkonstrukt. Glück im Unglück: Aktuell steht den Roten Teufeln Förderlizenz-Stürmer Mick Köhler zur Verfügung. Zudem könnte Cody Sylvester in die Centerrolle schlüpfen. Am Sonntag hatte es Kreutzer mit Marc El-Sayed auf der Mitte mit Sylvester und Manuel Strodel versucht.

Offen ist, ob Dani Bindels schon wieder zur Verfügung steht. Darüber soll nach einem Belastungstest im Training entschieden werden. Zum Wochenende hin sei mit dem jungen Stürmer aber zu rechnen.

Ein Lob hatte Kreutzer am Montag für Huba Sekesi. In Kassel am Freitag wie auch gegen Dresden am Sonntag wechselte der 26-Jährige mehrfach seine Rolle, spielte mal als Verteidiger, mal im Sturm. "Das war sicher nicht einfach, aber er hat das hervorragend gelöst." Grundsätzlich sehe Kreutzer den Allrounder lieber in der Abwehr. "Das hat er quasi die gesamte Saison schon gespielt und gut gemacht."

EC Bad Nauheim: Choreo-Spendenaktion für Winter-Derby offenbar erfolgreich

Wie lief die Choreo-Spendenaktion?Die Spendensumme von 5000 Euro hatte sich eine vom EC Bad Nauheim unterstützte Fan-Initiative zum Ziel gesetzt, um trotz der Kürze der Zeit eine Choreographie für das Winter-Derby zu organisieren. Noch in der Nacht auf Montag wurde in den sozialen Medien kommuniziert, dass man aufgrund der gesammelten Spenden das Material bestellen werde. Während des Heimspiels war von den unter der Woche zwiegespaltenen Fan-Lagern nichts zu spüren. Die Choreographie der "Fanatics" beim Einlauf der Teufel wurde unterstützt. Die Atmosphäre glich der anderer Heimspielen.

Warum ist Bad Tölz so erfolgreich?Es läuft bei den Löwen. Gegenüber dem 3:2-Erfolg am Sonntag in Frankfurt, dem neunten Sieg in Serie, werden Lubor Dibelka (war gesundheitlich angeschlagen) sowie Niklas Heinzinger und Luca Tosto (hatten die U 20-Mannschaft in der DNL 2 unterstützt) den Kader ergänzen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Johannes Sedlmayr. Der Stürmer, der am Sonntag in der Abwehr ausgeholfen hatte, war nach dem ersten Drittel verletzungsbedingt in der Kabine geblieben. Die Tölzer Löwen profitieren von vier ausgeglichenen Reihen, sind offensiv unberechenbar. Ex-Förderlizenz-Teufel Stefan Reiter ergänzt gewöhnlich das Duo Shawn Weller/Tyler McNeely. DEL2-Topscorer Marco Pfleger spielt mit Max French und eben Sedlmayr in einer Formartion. Die Archillesferse: Hinter Sinisa Martinovic wird voraussichtlich der DEL2-unerfahrene Nachwuchs-Torwart Henrik Huwer im Kader auftauchen.

EC Bad Nauheim: Kreutzer: "Reicht nicht, mit weniger als 100 Prozent zu agieren"

Was sagt Trainer Christof Kreutzer?"Wir müssen bereit sein. Bad Tölz ist sehr gut besetzt, hat den Heimvorteil, ist stark im Powerplay (30 Prozent-Quote, Anm. d. Red.). Vielleicht hat uns das Dresden-Spiel sensibilisiert, dass es nicht reicht, mit weniger als 100 Prozent zu agieren."

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