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Der mit dem Puck jongliert: Der US-Amerikaner Jerry Pollastrone und die Roten Teufel landen mit einem 8:2-Erfolg gegen den EHC Freiburg einen Befreiungsschlag nach einer bislang durchwachsenen Saisonvorbereitung.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Nach dem Ketchupflaschen-Prinzip

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Erst ein Zwei-Tore-Rückstand, dann sechs Tore binnen 13 Minuten: Der EC Bad Nauheim könnte am Freitagabend gegen den EHC Freiburg einen Sieg mit befreiender Wirkung nach bislang mäßiger Saison-Vorbereitung gefeiert haben.

Erst kommt lange Zeit gar nichts, dann kommt alles auf einmal: Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat am Freitagabend nach dem Ketchupflaschen-Prinzip gewonnen. Beim 8:2 (0:2, 6:0, 2:0)-Erfolg vor 790 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion trafen die Roten Teufel im zweiten Durchgang gleich sechs Mal binnen 13 Minuten und bestimmten dann mit der Führung im Rücken auch das Schlussdrittel, als Liga-Konkurrent EHC Freiburg das Spiel im Allgemeinen und die Defensivarbeit im Speziellen längst eingestellt und regelrecht Geschenke verteilt hatte.

Aber: Zu den 60 Eishockey-Minuten gehört aber auch ein schwacher Auftritt der Gastgeber in den ersten 27 Minuten, als zwar ein verbessertes Engegement im Vergleich zur Vorwoche zu erkennen war, dem Spiel der Hausherren aber jede Struktur gefehlt hatte, was auch zu einem verdienten Zwei-Tore-Rückstand (unter anderen gab’s einen Gegentreffer bei eigener Überzahl) geführt hatte.

»Die Jungs haben im zweiten Drittel gemerkt, dass sie mehr laufen und draufgehen müssen, dass sie Fehler und Turnover provozieren müssen und dann dafür auch mit Torchancen belohnt werden«, erklärt Trainer Harry Lange die Wende im mittleren Durchgang.

Zweifacher Torschütze war der diesmal auffällig bullystarke Taylor Vause (14 von 19 Anspielen gewonnen), zudem trafen Stefan Reiter, Mick Köhler, Tobias Wörle, Kevin Schmidt, Jordan Hickmott und endlich auch Tristan Keck, der in seinen Aktionen ebenso bemüht wie oft glücklos wirkte, beim Tor zum 8:2-Endstand dann aber endlich seine Schnelligkeit ausspielen konnte.

Jerry Pollastrone blieb als einziger der vier in der ersten Pause erneut kritisch hinterfragten Kontingentspieler diesmal ohne Torerfolg, konnte mit dem wohl schönsten Move des des Abends aber den vierten Treffer auflegen. Bad Nauheim hatte sich in dieser Phase in einen Rausch gespielt, der angesichts einer bisdato durchwachsenen Vorbereitung hoffentlich eine befreiende Wirkung hat.

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Wachter, Sekesi, Stephan, Shevyrin, Tomas Schmidt - Wörle, Hickmott, Pollastrone, Körner, Vause, Keck, Pauli, Mick Köhler, Reiter, Herrmann.

EHC Freiburg: Benzing - Pokorny, Brückmann, Pageau, Kurz, Kaisler, Zernikel - Kurth, George, Linsenmaier, Feist, McLellan, Billich, Otten, Danner, Wittfoth, Tschwanow, Makutsky, Bräuner.

Im Stenogramm / Tore: 0.1 (10.) Billich (Bräuner - PP), 0:2 (20.) Zernikel (SH), 1:2 (27.) Reiter (Pauli, Hickmott), 2:2 (30.) Vause (Keck, Körner), 3:2 (34.) Mick Köhler, 4:2 (35.) Wörle (Pollastrone, Hickmott), 5:2 (37.) Vause, 6:2 (39.) Kevin Schmidt (Vause, Mick Köhler - PP), 7:2 (50.) Hickmott (Pollastrone,Keck) 8:2 (58.) Keck (Vause, Stephan). - SR: Janssen/Ratz. - Strafen: Nauheim 10, Freiburg 12. - Zuschauer: 790.

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