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Kein Tor: Andreas Pauli (EC Bad Nauheim/Mitte) - hier gegen Adam Mitchell (l.) und Torhüter Bastian Kucis - kann nur zuschauen, wie der Puck nach dem Schuss von Kelsey Tessier direkt auf die Linie tropft.

EC Bad Nauheim

Frühe Chancen nicht genutzt: EC Bad Nauheim kassiert 1:5-Derbyniederlage in Frankfurt

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Der EC Bad Nauheim hat seinen leichten Aufwärtstrend des vergangenen Wochenendes nicht bestätigten können: Bei den Löwen Frankfurt setzte es eine 1:5-Derbyniederlage.

Nichts war es mit dem zweiten Derbysieg der Saison über die Löwen Frankfurt, stattdessen verfiel der EC Bad Nauheim am Ende sogar in »alte« Muster. Unter dem Strich stand am Dienstagabend eine 1:5-Niederlage im Nachholspiel der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen die Gastgeber aus der Mainmetropole. Das einzige Tor für die Wetterauer erzielte Jamie Arniel.

»Frankfurt war sehr, sehr gut heute Abend. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und in einigen Situationen nicht gut verteidigt«, lautete das kurze Fazit von EC-Trainer Hannu Järvenpää.

EC Bad Nauheim: Frühe Chancen und langes Powerplay nicht genutzt

Aus der Retrospektive eines insgesamt eigentlich recht ordentlichen Auftritts auf fremden Eis war das erste Drittel bereits spielentscheidend: Bereits nach gut zehn Sekunden hatte Cason Hohmann die Führung auf dem Schläger, keine zwei Minuten später traf Christoph Körners Schuss nur das Löwen-Torgestänge (2.). Auch fast sechseinhalb Minuten in Überzahl - davon 36 Sekunden im Fünf-gegen-drei - nach einer großen Strafe samt Spieldauerdiszplinarstrafe gegen Mike Mieszkowski nach einem Check gegen Tomas Schmidt (10.) wussten die »Roten Teufel« nicht zu nutzen. Ein Schuss von Kelsey Tessier, die beste Chance des Bad Nauheimer Powerplays, hatte nur die Latte getroffen (11.). »Wir haben es verpasst, im Powerplay, das eigentlich nicht schlecht gespielt war, zu treffen. Das hat unserem Selbstvertrauen geschadet und dem der Frankfurter genutzt«, analysierte Järvenpää. Die Folge: Die Hausherren trafen in ihrem einzigen Überzahlspiel zur Führung durch Luis Schinko (19.).

Zwar kam der EC durch Arniels Treffer im Powerplay, einen satten Schuss aus der zweiten Reihe, zurück (29.), doch die Freude währte nur gut drei Minuten, als der mit einem Tor und zwei Vorlagen überragende Mike Fischer - nominell in der vierten Reihe aufgeboten - den alten Abstand wieder hergestellt hatte. Während die Frankfurter nun ihrerseits auf die Entscheidung drängten und ebenfalls gleich zweimal an Aluminium scheiterten (34., 36.) kam der EC in der Folge nur noch äußerst selten vor das Tor von Bastian Kucis.

Bedient: Trainer Hannu Järvenpää sieht eine klare Niederlage seines EC Bad Nauheim beim Derby in Frankfurt.

EC Bad Nauheim: Drei Tore im letzten Drittel machen alles klar

Auf der Gegenseite machten Ex-»Teufel« Manuel Strodel (50.), der kurz darauf verletzt vom Eis musste (54.), sowie Stephen MacAulay, der einzige von vier etatmäßigen Kontingentspielern (54.), sowie Leon Hüttl (55.) binnen weniger Minuten den Deckel drauf - und feierten einen am Ende verdienten Sieg.

Das Manko des EC ist und bleibt die geringe Durchschlagskraft in der Offensive. Ausdruck dessen waren gerade einmal neun (!) Torschüsse in den letzten beiden Dritteln - und damit zusammen weniger als im ersten Abschnitt (13). Dies gepaart mit einer - gerade für ein Derby - oft halbherzigen Körperlichkeit gegen eine dezimierte Frankfurter Mannschaft machte letztlich den Unterschied.

EC Bad Nauheim: Die 1:5-Derbyniederlage bei den Löwen Frankfurt auf einen Blick

Löwen Frankfurt: Kucis - Erk, Mitchell, Sonnenburg, Hüttl, Stephan, Wirt - Schinko, Buchwieser, MacAulay, Strodel, Dmitriev, Kretschmann, Proft, Lewandowski, Mike Mieszkowski, Fischer, Darren Mieszkowski.

EC Bad Nauheim: Bick - Richardson, Schmidt, Sekesi, Glötzl, Gnyp, Ketter, Reinig - Hohmann, Pauli, Arniel, Reiter, Tessier, Cabana, Körner, Ratmann, Chrobot, Üffing, Cornett, Bettahar.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Apel/Engelmann. - Zuschauer: keine. - Strafen: 2 plus 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Mike Mieszkowski) / 2 Minuten. - Tore: 1:0 (19.) Schinko (Sonnenburg, Darren Mieszkowski - 5:4), 1:1 (29.) Arniel (Tessier, Pauli - 5:4) 2:1 (32.) Fischer (MacAulay, Mitchell), 3:1 (50.) Strodel (Dmitriev, Kretschmann), 4:1 (54.) MacAulay (Fischer, Buchwieser), 5:1 (55.) Hüttl (Buchwieser, Fischer).

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