Spektakulär wirft sich der Bad Nauheimer Förderlizenzspieler Luis Üffing (r.) in den Zweikampf mit seinem ehemaligen Kölner Vereinskollegen Robin Palka (EV Landshut). Am Ende haben die Bad Nauheimer in einem umkämpften Nachholspiel mit 4:3 knapp die Nase vorn.
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Spektakulär wirft sich der Bad Nauheimer Förderlizenzspieler Luis Üffing (r.) in den Zweikampf mit seinem ehemaligen Kölner Vereinskollegen Robin Palka (EV Landshut). Am Ende haben die Bad Nauheimer in einem umkämpften Nachholspiel mit 4:3 knapp die Nase vorn.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim kämpft sich zum Heimsieg und rückt in der Tabelle weiter vor

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Fünftes Heimspiel, fünfter Sieg: Der EC Bad Nauheim hat auch im Nachholspiel gegen den starken EV Landshut seine weiße Weste im Colonel-Knight-Stadion gewahrt - und ist nun Tabellendritter.

Hart gekämpft, gut als Team gearbeitet und die weiße Weste im Colonel-Knight-Stadion bewahrt: Der EC Bad Nauheim hat sich am Dienstagabend beim 4:3-Sieg im Nachholspiel über den EV Landshut von seiner seriösen Seite gezeigt und ist dank des fünften Heimsieges im fünften Spiel auf Rang drei der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 vorgerückt. Die Tore schossen Top-Torjäger Jamie Arniel (2), Stefan Reiter und Kelsey Tessier.

EC Bad Nauheim: Verteidiger Jan Luca Sennhenn muss kurzfristig passen

"Das war wohl eines der besten Spiele der bisherigen Saison, auch wenn es nicht unser bestes war. Aber die Partie war schnell, Landshut ist ein gutes Team und hat uns gerade am Anfang hinten reingedrückt - das war ganz sicher nicht der Plan", analysierte EC-Coach Hannu Järvenpää hinterher. "Aber ich bin froh über die Punkte. Heute hat ein Tor den Unterschied zwischen Himmel und Hölle ausgemacht."

Jamie Arniel (r.) schreit seine Freunde nach dem Tor zum zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich heraus - Aaron Reinig fährt zum Gratulieren.

Die Vorzeichen vor dem Spiel gegen die fünftplatzierten Landshuter waren aus Wetterauer Sicht denkbar schlecht, musste doch neben den drei U 20-WM-Fahrern und dem verletzten Freddy Cabana auch noch Förderlizenzspieler Jan Luca Sennhenn als sechster Verteidiger angeschlagen passen. Entsprechend wild verlief die Anfangsphase, in der erst Tomas Schmidt für Bad Nauheim einen Pauli-Abpraller verpasste (2.) und dann auf der Gegenseite das Tor fiel: EC-Verteidiger Mark Richardson war unglücklich vom Schiedsrichter "geblockt" worden, der Puck fiel Maximilian Forster vor die Füße, der Thomas Brandl anspielte - 1:0 (3.).

EC Bad Nauheim: Top-Torjäger Jamie Arniel schnürt Doppelpack

Immerhin wurde das vermeintlich zweite Tor der Gäste nach Videobeweis nicht gegeben, da der Puck die Torlinie nicht vollständig überquert hatte (6.). Der starke Stefan Reiter sorgte per Abstauber nach Schuss von Daniel Ketter für den zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Ausgleich (7.), Kelsey Tessier drehte die Partie mit einem tollen Tor nach starker Reiter-Vorarbeit kurz darauf (16.), ehe doch die Gäste das letzte Wort im ersten Durchgang hatten, als die Top-Reihe des EVL um Olympia-Silbermedaillengewinner Felix Schütz zuschlug: Zach O’Brien egalisierte sehenswert (19.).

Auch der Beginn des zweiten Drittels war aus Sicht der "Roten Teufel" nicht optimal: Während Jamie Arniel eine Zwei-Minuten-Strafe absaß, traf Marcus Power nach Schütz-Vorarbeit - 3:2 (22.). Es dauerte etwas, bis der ECN wieder richtig im Spiel war und sich mehr und mehr von den Angriffswellen der agilen Gäste befreien konnte. Nachdem Andreas Pauli (27.) und Arniel (32.) ihre Chancen noch liegengelassen hatten, traf ebenjener Arniel nach Pass von Top-Vorbereiter Cason Hohmann. Das Spiel endgültig auf den Kopf stellen sollte dann Arniel mit seinem bereits neunten Saisontreffer, als er einen Konter über Hohmann abschloss, der damit bereits seine 15. Vorlage gab (40.). Nur Sekunden zuvor hatte Bick gegen Schütz im Eins-gegen-eins die Nerven behalten.

EC Bad Nauheim verteidigt leidenschaftlich die knappe Führung

Diese knappe Führung sollte reichen - dank ausgeglichener Reihen, einem großen Kämpferherz samt entsprechender Einsatzbereitschaft und einem gut aufgelegten Bick im Tor. Zwar versuchte Landshut in den Schlussminuten alles, doch die Hausherren, bei denen alle vier Kontingentspieler sowie Reiter herausstachen, verteidigten mit dem nötigen Quäntchen Glück ihren Kasten.

"Nachdem ich das Frankfurt-Spiel gesehen hatte, wusste ich, dass Bad Nauheim schwer zu spielen ist", sagte EVL-Trainer Leif Carlsson. Seine Analyse: "Die ersten beiden Drittel waren ausgeglichen, im letzten Drittel haben wir alles versucht, sind aber gescheitert."

EC Bad Nauheim: Der 4:3-Heimsieg über den EV Landshut auf einen Blick

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Reinig, Leon Köhler, Richardson, Card, Schmidt - Körner, Üffing, El-Sayed, Hohmann, Pauli, Arniel, Cornett, Reiter, Tessier, Petersen.

EV Landshut: Pätzold - Kronthaler, Weihager, Martens, Bohac, Ettwein, Messing - Power, Schütz, O’Brien, Maximilian Brandl, Busch, Palka, Thomas Brandl, Forster, Mühlbauer, Sauer, Baßler.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Becker/Klein. - Zuschauer: keine. - Strafen: 4 / 4 Minuten. - Tore: 0:1 (3.) Thomas Brandl (Forster), 1:1 (7.) Stefan Reiter (Tessier, Ketter), 2:1 (16.) Tessier (Reiter, Cornett), 2:2 (19.) O’Brien (Kronthaler), 2:3 (22.) Power (Schütz, O’Brien - 5:4), 3:3 (38.) Arniel (Pauli, Hohmann - 5:4),4:3 (40.) Arniel (Hohmann, Schmidt).

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