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Tyler Fiddler und Andrej Bires (links) vom EC Bad Nauheim scheitern an Jerry Kuhn im Tor der Kassel Huskies. Für die Roten Teufel war im ersten Saison-Duell das Tor der Nordhessen wie vernagelt. Mit 0:5 unterlag Bad Nauheim. Ob am Freitag die Revanche gelingt? Foto: Chuc

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim vor dem Gipfeltreffen in Kassel: Torwart-Problem gelöst, Stürmerfrage weiter offen

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Der EC Bad Nauheim zu Gast bei den Kassel Huskies, der Zweite beim Ersten, das stärkste Auswärtsteam bei der besten Heimmannschaft: Zwei Fragen stehen aus Teufel-Sicht besonders im Fokus.

Der Spitzenreiter gegen den Tabellenzweiten. Die beste Heimmannschaft gegen das Team mit der besten Auswärtsbilanz. Das Hessen-Derby. Kassel Huskies gegen den EC Bad Nauheim. Am Freitag (19.30 Uhr) kommt’s in der Eissporthalle am Auepark zum Gipfeltreffen in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Am Sonntag (18.30 Uhr) dann sind die Dresdner Eislöwen bei den Roten Teufeln im Colonel-Knight-Stadion zu Gast.

EC Bad Nauheim: Kyle Gibbons oder Cody Sylvester als vierter Kontingentspieler?

Wie geht Bad Nauheim in das Topspiel?Kyle Gibbons oder Cody Sylvester? Christof Kreutzer, der Trainer, lässt sich in dieser Personalie noch nicht in die Karten schauen. Die Eindrücke des Abschlusstrainings am Donnerstagmittag lassen ebenso noch keine Rückschlüsse zu. Gibbons hatte sich mit einem Doppelpack gegen Landshut als Matchwinner feiern lassen können. Sylvester ist nach seinem Muskelbündelriss beschwerdefrei. Entwarnung gibt’s auf der Torwartposition: Förderlizenz-Goalie Bastian Kucis ist am Donnerstag wieder zur Mannschaft gestoßen. "Wir müssen zu 110 Prozent bereit sein. Sonst läuft’s wie im Hinspiel (0:5/Anm. d. Red.). Kassel hat eine enorme Qualität und ist in der Lage, die kleinen Fehler, wie sie immer mal passieren können, eiskalt zu bestrafen", sagt Kreutzer.

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Makellose Heimbilanz der Kassel Huskies:Zehn Spiele, zehn Siege, 30 Punkte, durchschnittlich fünf eigene Treffer - mehr geht quasi nicht. Die Huskies sind als einzige Mannschaft in eigener Halle noch ungeschlagen. Mit sieben Punkten Vorsprung (bei einem Spiel mehr) thront Tim Kehler mit seinem Team an der Tabellenspitze. Die letzten fünf Spiele haben die Nordhessen gewinnen können; zuletzt am Dienstag in Landshut nach einem Drei-Tore-Rückstand (!). Top-Torjäger ist Alexander Karachun mit zwölf Treffern, bester Punktesammler ist Corey Trivino mit 23 Zählern. Erstaunlich angesichts der Qualität des Kaders: eine magere 13-Prozent-Powerplay-Quote (üblich sind rund 20 Prozent). Unter anderem von zwei Fan-Bussen werden die Roten Teufel am Freitag nach Kassel begleitet.

EC Bad Nauheim: Bislang meist zahnlose Eislöwe am Sonntag zu Gast im Colonel-Knight-Stadion

Zahnlose Eislöwen in Dresden:Die Eislöwen hinken ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Auch nach einem Trainerwechsel. Nach vier Niederlagen zum Auftakt hatten sich die Sachsen von Brad Gratton, der die Mannschaft in der Vorsaison ins Halbfinale geführt hatte, getrennt und dem DEL 2-erfahrenen Rico Rossi die Verantwortung übertragen. Allerdings: Die Eislöwen, denen unter anderem angesichts der Verpflichtungen von langjährigen DEL-Profis wie Kevin Lavallee und Alexander Dotzler eine Top-Vier-Rolle zuzutrauen war, finden sich aktuell auf Position zwölf der Tabelle wieder. Viermal in Folge hat das Team zuletzt verloren. Top-Torschütze und -scorer ist der Kanadier Dale Mitchell (zehn Tore, 22 Punkte).

WM-Traum:Die Förderlizenz-Verteidiger Simon Gynp (13 Spiele für Bad Nauheim/lesen Sie hier das Interview) und Maximilian Glötzl (zwei Einsätze) stehen im aktuell 27-köpfigen Aufgebot der U 20-Nationalmannschaft, die vom 10. bis 18. Dezember in Füssen die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft (26. Dezember bis 5. Januar 2020 in Ostrava/Trinec in Tschechien) aufnimmt. Nach zwei Testspielen gegen die Schweiz wird am 16. Dezember der erweitere Kader verkündet. Das finale 23-Mann-Aufgebot wird Bundestrainer Tobias Abstreiter nach zwei weiteren Vorbereitungspartien gegen Finnland und die USA bekanntgeben. Nominiert sind aktuell mit den Abwehrspielern Leon Hüttl und Daniel Wirt sowie Stürmer Luis Schinko drei Stammspieler der Löwen Frankfurt, was den ohnehin derzeit dezimierten Kader des Vorjahres-Finalisten rund um den Jahreswechsel erheblich schwächen würde.

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