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Jamie Arniel vom EC Bad Nauheim scheitert an Patrick Klein im Tor der Löwen Frankfurt und unterliegt mit den Roten Teufeln mit 1:2.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Führung im Schlussabschnitt verspielt

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim ist mit einer knappen Führung in das Schlussdrittel gegangen, aber ohne Punkte vom DEL2-Derby aus Frankfurt nach Hause gefahren.

Das Powerplay ist dem EC Bad Nauheim zum Verhängnis geworden - wieder einmal. Sechsmal standen die Roten Teufel am Ostersamstag mit einem Spieler mehr auf dem Eis, am Ende unterlag der Kurstadt-Klub im Derby der Deutschen Eishockey-Liga 2 bei den Löwen Frankfurt mit 1:2 (1:0, 0:0, 0:2). Die Mannschaft von Harry Lange hatte ihre Überzahl-Situationen nicht nutzen können, traf einzig durch Stefan Reiter zur 1:0-Führung nach zehn Minuten, brachte den Vorsprung ins letzte Drittel, bekam fünf Minuten vor dem Ende aber den Knockout zum 1:2. „Wenn man im Powerplay so wenig Torgefahr ausstrahlt, dann darf man sich am Ende nicht wundern, wenn man verliert“, sagt Trainer Harry Lange von den Roten Teufel.

Die Roten Teufel hatten in Frankfurt noch etwas gutzumachen. Mit einer 1:5-Niederlage hatte das erste Saison-Gastspiel am Main im Februar geendet. Und zu Hause gab’s beim vergangenen Vergleich eine unglückliche 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen.

Die Gäste setzten um, was sie sich vorgenommen hatten; diesmal wieder mit Andreas Pauli im Kader, der nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback feiern konnte; an der Seite von David Aslin im übrigen, der auf der rotierenden vierten Kontingentposition erneut den Vorzug vor Mark Richardson erhalten hatte. Mit dabei war auch Marvin Ratmann, der am Donnerstag mit muskulären Problemen ausgeschieden war. Auf der Bank saß Nicolas Moll als Backup-Torhüter, da Philipp Maurer aufgrund seiner Knieverletzung (noch nicht näher diagnostiziert) nicht in die Goalie-Kluft schlüpfen konnte.

Bad Nauheim überraschte gegen die von vielen Ausfällen gebeutelten Löwen im positiven Sinne, machte sich im ersten Abschnitt durch zwei Hinausstellungen aber selbst das Leben ein bisschen schwer. Allerdings: Die Wetterauer standen kompakt, blockten viele Schüsse und hatten immer wieder den Schläger dazwischen, wenn die Löwen einen Tick zu verschnörkelt agiert haben. Offensiv nutzte Stefan Reiter die einzig nennenswerte Torchance zum Führungstreffer; bedient von Jamie Arniel umkurvte Reiter Torwart Patrick Klein und schob ein (10.).

Zwischen der Pfosten der Roten Teufel präsentierte sich Felix Bick in starker Form - unterstützt von seinen Vorderleuten, die wenige Rebounds erlaubten und die Zahl unnötiger individueller Fehler und Turnover reduzierten. Bick verhinderte gegen Martin Buchwieser (15.) und Stephan MacAuley (17.) den Ausgleich.

Im zweiten Drittel hatten die Gäste aus der Kurstadt dann sogar mehr vom Spiel; diesmal dank von drei Powerplay-Situationen, von denen allerdings keine echte Torgefahr ausgegangen ist. Arniel hatte beim Solo auf Klein den zweiten Treffer auf dem Schläger (25.), scheiterte aber ebenso wie auf der Gegenseite Kale Karbashian (34.). Zum Drittelende hin verwickelten sich Marius Erk und Cason Hohmann in einen Ringkampf, der sich schon längere Zeit angedeutet hatte und durften jeweils vier Strafminuten absitzen.

Zum Auftakt in den Schlussabschnitt fand einen Schlenzer von Stephen MacAuley durch Freund und Feind den Weg ins Tor. Dreimal standen die Gäste allein in den letzten 20 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis, trafen allerdings nicht. Nachdem auf der Gegenseite zunächst Magnus Eisenmenger das leere Tor verfehlt hatte, nutzte schließlicb Luis Schinko einen Zwei-gegen-eins-Konter zum Siegtor (55.)

Löwen Frankfurt: Klein - Erk, Wood, Sonnenburg, Faber, Stephan - Proft, MacAuley, Mike Mieszkowski, Buchwieser, Kerbashian, Schinko, Darren Mieszkowski, Fischer, Dmitriev, Eisenmenger.

EC Bad Nauheim: Bick - Schnidt, Bettahar, Sekesi, Reinig, Ketter, Glötzl - Ratmann, Tessier, Hohmann, Cabana, Arniel, Reiter, Pauli, Körner, Aslin, Leon Köhler, Cornett, Bruch.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (10.) Reiter (Arniel, Ketter)., 1:1 (41.) Mac Auley (Woods, Proft), 2:1 (55.) Schinko (Fischer, Stephan). -- Schiedsrichter: Falten/Westrich. - Strafminuten: Frankfurt 16, Bad Nauheim 10.

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