Ein Eishockeyspieler auf dem Feld.
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Patrick Seifert kommt von den Ravensburg Towerstars zum EC Bad Nauheim. Zuvor hatte der 31-Jährige fast 400 DEL-Spiele bestritten.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Neuer Verteidiger mit Erfahrung aus Nationalmannschaft

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim nimmt einen weiteren Verteidiger unter Vertrag. Fast 400 DEL-Spiele hat der Defensiv-Spieler vom Zweitligisten Ravensburg Towerstars auf dem Konto.

Bad Nauheim – Harry Lange vernagelt das Tor der Roten Teufel. Der Kaderplaner und Cheftrainer des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim hat mit Patrick Seifert nach Kevin Schmidt einen weiteren Verteidiger mit langjähriger DEL-Erfahrung zu den Roten Teufeln gelockt. Seifert, der in der Saison 2012/13 von Pat Cortina auch zu zwei Einsätzen für die Nationalmannschaft berufen worden war, kommt vom Zweitligisten Ravensburg in die Wetterau.

»Ich schätze Patrick als zuverlässigen Abwehrspieler. Er bringt auch die nötige Physis mit und ist gut auf den Schlittschuhen«, sagt Harry Lange über die Verpflichtung von Patrick Seifert. In der Vita des 31-Jährigen finden sich unter anderem 387 DEL-Einsätze (acht Tore, 54 Vorlagen). In seiner Heimatstadt Augsburg kam der Linksschütze 2008 zum DEL-Debüt. 2015 zog es den Verteidiger nach Wolfsburg, mit den VW-Städtern erreichte er das Playoff-Finale. Nach zwei Jahren folgte der Wechsel nach Krefeld, ehe er 2019 nach Ravensburg kam und im Dezember vergangenen Jahres ein zweites Mal bei den Towerstars unterschrieb.

EC Bad Nauheim: Neuer Verteidiger sucht nach Veränderung

»Die Gespräche mit Matthias Baldys und Harry Lange waren sehr sympathisch. Meine Entscheidung war deshalb schnell gefallen«, sagt der 1,81 Meter große und 85 Kilogramm schwere Abwehrspieler.

In Ravensburg wurde Seifert mit reichlich Lob verabschiedet. »Erst wollten ihn die Towerstars nicht mehr, dann waren sie froh, dass er während der Saison verfügbar war. Einer der wenigen Ravensburger mit Konstanz. Half zudem als Nebenmann den Talenten Erik Bergen und Tim Sezemsky«, urteilte die Schwäbische Zeitung kürzlich in ihrer Einzelkritik. Die Towerstars - bei denen Ex-Teufel Daniel Heinrizi nun die sportlichen Entscheidungen trifft - haben dennoch Seifert ziehen lassen. Die Towerstars verlängerten mit James Betthauer und füllten ihren Kader mit Julian Eichinger und Florin Ketterer (ein Verteidiger soll noch kommen). Seifert selbst spricht gegenüber unserer Redaktion seinerseits von einem Wunsch nach Veränderung.

EC Bad Nauheim: Klassischer Defensiv-Verteidiger

Der nunmehr sechste Neuzugang der Roten Teufel gilt als klassischer Defensiv-Verteidiger. »Wenn ich ein Tor schieße oder mal mehr als zehn Punkte in einer Saison erzielte, dann ist das eine schöne Sache. Ich persönlich schaue aber eher auf meine Plus-Minus-Bilanz«, sagt Seifert, der in dieser Kategorie bei den Towerstars führend war und bei den Oberschwaben zuletzt auch im Powerplay eingesetzt wurde. Seine Saison-Statistik (fünf Tore, 13 Vorlagen) fällt etwas aus dem Rahmen. Er war - obwohl er er verspätet zum Kader zurückkam und nur 42 Spiele absolvieren konnte - zweitbester Scorer unter den Abwehrspielern. »Aber auch Schmidt und Seifert werden bei Gegentoren auf dem Eis stehen«, nimmt er die hohe Erwartungshaltung augenzwinkernd.

EC Bad Nauheim: Seifert kennt El-Sayed aus den U-Nationalmannschaften

Als größten sportlichen Erfolg bezeichnet Seifert, der unweit von Augsburg lebt und im Sommer gerne mit dem Mountain-Bike oder auch zu Fuß in den Bergen unterwegs ist, sein Comeback nach zweimaliger Schulter-Operation 2016. Neun Monate lang hatte er pausieren müssen, »das ging auch an die Psyche«, sagt er rückblickend.

Aus dem Kader der Roten Teufel kennt er Marc El-Sayed aus gemeinsamen Zeiten in den den U-Nationalmannschaften. Huba Sekesi stand er im Sommer beim Inline-Hockey; gegenüber. Künftig verteidigen die beiden wohl Seite an Seite.

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