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EC Bad Nauheim: Erstes Profi-Tor für Hafenrichter beim Sieg über Heilbronn

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Von: Christoph Sommerfeld

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Leo Hafenrichter (2. v. r., EC Bad Nauheim) freut sich nach seinem Treffer zum 1:0. © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim hat gegen die Heilbronner Falken die Pflichtaufgabe erfüllt und den Vorletzten mit 5:3 besiegt. Dabei gelang Leo Hafenrichter sein erstes Tor in der Deutschen Eishockey Liga 2.

(cso). Mit einem weitgehend ungefährdeten 5:3 (2:0; 1:1; 2:2)-Erfolg hat Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim am Sonntag die Heilbronner Falken bezwungen und damit weitere Zähler im Kampf um ein direktes Playoff-Ticket gesichert. Rang sechs steht nach dem Wochenende für die Truppe von Trainer Harry Lange zu Buche. »Ich glaube, das dritte Tor von uns war das entscheidende. Wir wissen alle, sie haben das beste Powerplay der Liga«, kommentierte der EC-Coach den Unterzahltreffer seines Teams. »Die beiden Gegentore zum 2:5 und 3:5 nerven mich. Wir schaffen es derzeit einfach nicht, 60 Minuten konzentriert zu bleiben.«

Die Roten Teufel legten gut los und dominierten den ersten Abschnitt. 16:8 lautete das Verhältnis der Torschüsse nach der ersten Sirene. Dabei ließen die Hausherren auch einige qualitativ hochwertige Möglichkeiten ungenutzt, wie beispielsweise die Chancen von Tim Coffman (8.) und Fabian Herrmann (17.). Die vielen Gelegenheiten münzten die Nauheimer, bei denen Philipp Wachter überraschend als Stürmer aufgeboten wurde, aber vor der Pause noch in eine 2:0-Führung um. Abwehrmann Leo Hafenrichter (5.) kam dabei zu seinem ersten Profi-Tor. Er traf nach einer Verlagerung des Spielgeschehens aus dem rechten Bullykreis. Aus ähnlicher Position - nur auf der anderen Seite - war wenig später Andreas Pauli (12.) mit einem mächtigen Schlagschuss erfolgreich.

Die Powerplay-Situationen der Falken (Quote 29,7 Prozent) hatten die Kurstädter durchaus im Griff. Zweimal agierten die Gäste in Überzahl auf dem Eis. Einmal - zum Ende des zweiten und zu Beginn des letzten Drittels - überstand die Lange-Truppe die eigene Unterzahl völlig unbeschadet. Beim ersten Powerplay der Falken war Heilbronn zwar durch einen Rymsha-Schuss erfolgreich, den Luca Tosto (36.) noch berührte. Wenige Sekunden zuvor hatten die Wetterauer jedoch den Shorthander bejubelt. Passgeber Taylor Vause und Torschütze Christoph Körner (35.) konterten den Gast klassisch aus und erhöhten auf das zwischenzeitliche 3:0.

Zwei Treffer durch Christoph Körner

Den Zahn zogen die Nauheimer dem Tabellenvorletzten der Liga dann mit den beiden Treffern zu Beginn des Schlussabschnitts. Kaum war die Überzahl der Falken beendet, drückte Coffman (41.) einen Pass von Jordan Hickmott über die Linie. Drei Minuten später war es Körner, der alleine auf das Gehäuse der Neckarstädter zulief und die Nerven bewahrte. Allerdings hatte Falken-Goalie Ilya Andryukhov auch nicht seinen besten Tag erwischt. Der Torhüter wirkte vor allem in der Schlussperiode unsicher.

Damit waren die drei Punkte praktisch in trockenen Tüchern. Gegen Ende wurde Heilbronn aber noch mal gefährlich und trieb Lange ein bisschen die Zornesröte ins Gesicht. Julian Lautenschlager (52.) versenkte einen Schuss unter der Fanghand von Felix Bick zum 2:5, ehe Justin Kirsch (59.) den Schlusspunkt setzte. Sein Treffer war durchaus sehenswert. Er veredelte das Zuspiel von Ex-Teufel Freddy Cabana, der seinen Teamkollegen von hinter dem Tor bediente.

EC Bad Nauheim: Bick - Schmidt, Seifert, Köhler, Sekesi, Erk, Hafenrichter - Pollastrone, Vause, Körner, Steck, Coffman, Hickmott, Pauli, Wörle, Herrmann, Wachter, Cerny, Bartuli.

Heilbronner Falken: Andryukhov - Rymsha, Preto, Leitner, Krenzlin, Mapes, Fischer - Della Rovere, Tonge, Williams, Tosto, Lautenschlager, Dunham, von Ungern-Sternberg, Cabana, Kirsch, Rollinger, Volkmann, Elias.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Neutzer/Engelmann. - Zuschauer: 1821. - Strafen: 6:4 Minuten. - Tore: 1:0 (5.) Hafenrichter (Coffman, Sekesi), 2:0 (12.) Pauli (Wörle), 3:0 (35.) Körner (Vause - SH1), 3:1 (36.) Tosto (von Ungern-Sternberg, Rymsha - PP1), 4:1 (41.) Coffman (Erk, Hickmott), 5:1 (44.) Körner (Sekesi, Pollastrone), 5:2 (52.) Lautenschlager, 5:3 (59.) Kirsch (Cabana, von Ungern-Sternberg).

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Jordan Hickmott (61) vom EC Bad Nauheim bleibt gegen den Heilbronner Goalie Ilya Andryukhov am Sonntag ohne eigenes Tor, steuert zum 5:3-Erfolg der Roten Teufel aber einen Assist bei. © Andreas Chuc

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