Torwart Felix Bick und der EC Bad Nauheim haben nach dem Sachsen-Doppelpack am Wochenende das Nachholspiel bei den Tölzer Löwen vor der Brust.
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Torwart Felix Bick und der EC Bad Nauheim haben nach dem Sachsen-Doppelpack am Wochenende das Nachholspiel bei den Tölzer Löwen vor der Brust.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim erneut unter der Woche gefordert

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Keine Atempause für den EC Bad Nauheim. Dem Sachsen-Doppelpack am Wochenende folgt das Gastspiel bei den Tölzer Löwen, die ihre erste Partie nach der Quarantäne vor der Brust haben.

Der Dezember ist für den EC Bad Nauheim ohnehin seit jeher ein turbulenter Monat, stehen doch gerade zum Jahresabschluss die meisten Spiele in der zweithöchsten deutschen Eishockey-Klasse an. In Zeiten von Corona jagt in der DEL 2 zudem eine Quarantäne-Meldung die nächste, erschüttern Verdachtsfälle die krisengeplagten Klubs. Und die Spieltagsplaner verfallen in Schnappatmung, wenn sie im ohnehin schon verzerrten Terminkalender wieder einmal flicken müssen.

EC Bad Nauheim: Gemischte Gefühle nach Sachsen-Doppelpack

Und so hat auch der EC, der in den beiden letzten Partien erneut zwei Gesichter zeigte, nach dem Wochenend-Doppelpack schon am Mittwochabend (19.30 Uhr/live auf Sprade TV) die nächste Hürde zu bewältigen.

Die zwei EC-Gesichter: Schon am zweiten Adventswochenende hatte sich der Kurstadtklub recht unstet präsentiert und nach dem 1:8-Debakel in Freiburg einen überzeugenden 6:2-Derbyerfolg gegen Frankfurt gefeiert. Am vergangenen Wochenende wiederholte sich die Geschichte. Dem Aufbäumen am Freitag gegen die Lausitzer Füchse (4:2) folgte eine blutleere Vorstellung in Crimmitschau (1:5). Insofern war es ein Sachsen-Doppelpack, an den man sich mit gemischten Gefühlen erinnert.

EC Bad Nauheim: Dritte Niederlage auf fremdem Eis

Auch die dritte Saison-Niederlage am Sonntag mussten Felix Bick und Co. in der Fremde hinnehmen. Im Colonel-Knight-Stadion lief gegen Weißwasser auch nicht alles rund. Aber die Mentalität stimmte. Das zeigte das Team von Coach Hannu Järvenpää vor allem im Schlussdrittel, als man den 0:2-Rückstand in einen 4:2-Erfolg verwandelte und sich defensiv wie offensiv, in Über- und Unterzahl, voll reinhängte.

Das sagt der Trainer: Und so war es nicht verwunderlich, dass auch Järvenpää in der Pressekonferenz in Crimmitschau darüber berichtete, dass sein Team »mental nicht da« gewesen sei. Mit einem Tag Abstand ergänzte er: »Es waren zu viele Fehler im eigenen Drittel.« Die erlebte Offensivflaute hatte für ihn auch etwas mit dem Glauben an die eigene Stärke zu tun: »Wir haben zu wenige Chancen kreiert. Das ist dann auch eine Frage des Selbstvertrauens: Wenn der erste Schuss nicht drin ist, dann ist vielleicht der zweite oder der dritte drin.« Mit der Heimbilanz seiner »Roten Teufel« kann der Finne dagegen vollauf zufrieden sein.

EC Bad Nauheim: Grünes Licht von den Tölzer Löwen

Der nächste Gegner: Am Mittwoch müssen die Wetterauer zunächst wieder auswärts ran. Die Tölzer Löwen stehen corona-bedingt erst bei fünf Spielen und sind daher so etwas wie eine Wundertüte. Von sich reden machte im November vor allem Luca Tosto, der die von der DEL 2 neu eingeführte Rubrik »Förderspieler des Monats« gewonnen hat. Mit einer durchschnittlichen Eiszeit von 13:38 Minuten pro Partie sammelte der Angreifer fünf Scorerpunkte. Für Routine steht im Tölzer Angriff der 37-jährige Lubor Dibelka, der bereits acht Treffer auflegte.

Weiterhin nicht zum Bad Nauheimer Kader gehören in Süddeutschland Huba Sekesi und Freddy Cabana. Ob Jan Luca Sennhenn mitfährt, entscheidet sich kurzfristig.

Grünes Licht aus Bad Tölz: Die Tölzer sind nach ihrer Quarantäne seit 7. Dezember im Training. In der vergangenen Woche hatte Löwen-Geschäftsführer Christian Donbeck die Austragung der Partie gegen Bad Nauheim noch mit einem Fragezeichen versehen und auf die hohe Anzahl der nicht zur Verfügung stehenden Akteure verwiesen. Grundsätzlich gilt aber: Wenn neun Feldspieler und ein Goalie einsatzbereit sind, muss angetreten werden. Am Montag gab es Grünes Licht von Donbeck. Dem »Tölzer Kurier« teilte er mit, dass das Spiel stattfindet, man aber noch nicht sagen könne, wer im Kader steht. Kardiologische Tests im Rahmen des »Return-to-Play«-Protokolls sollen dies am Dienstag klären. FOTO: CHUC

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