EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Entscheidung 6,8 Sekunden vor dem Ende

Man sieht sich immer zweimal. Erneut gab’s im Duell zwischen dem EC Bad Nauheim und dem EHC Freiburg eine Last-Minute-Entscheidung.

Christoph Körner (l.) und Kelsey Tessier jubeln über den EC-Sieg.

In Freiburg, beim letzten direkten Duell, ist die Entscheidung 0,4 Sekunden vor der Schlusssirene gefallen. Jetzt, am Ostermontag, zeigte die Stadionuhr noch eine Restspielzeit von 6,8 Sekunden. Diesmal aber hatte der EC Bad Nauheim das glücklichere Ende und belohnte sich nach zuvor fünf Niederlage in Serie für den hohen Aufwand, der betrieben worden war.

Dreimal hatten die Gastgeber im Colonel-Knight-Stadion einen Rückstand ausgeglichen und eine Führung verspielt, ehe nach turbulenten, teils wilden, aber auf alle Fälle abwechslungsreichen 60 Minuten der Sieg gefeiert werden konnte.

Kelsey Tessier erzielte den Siegtreffer im Powerplay. Zuvor waren Jamie Arniel, Huba Sekesi, Stefan Reiter und Daniel Bruch für die Hessen erfolgreich. Für den 18-jährigen Förderlizenzspieler war’s im vierten Profi-Einsatz der erste Treffer.

»Es war ein offenes Spiel mit den besseren Chancen auf unserer Seite. Die Mannschaft ist immer drangeblieben und hat an sich geglaubt«, sagte Harry Lange, der Coach der Roten Teufel. Seitens der Gäste aus dem Breisgau konstatierte Peter Russell: »Es ging viel hin und her mit reichlich Chancen auf beiden Seiten.«

Bereits am Mittwoch stehen sich beide Mannschaft erneut gegenüber.

Bei den Gastgebern erhielt Mark Richardson unter den Augen seines Nationaltrainer Russell Eiszeit anstelle von David Aslin. Huba Sekesi, vor eineinhalb Jahren zum Verteidiger umgeschult, durfte dagegen mal auf der ihm eigentlich vertrauten Mittelstürmer-Position agieren.

Freiburg agierte in der ersten halben Stunde schlicht effektiver nutzte im Slot dreimal gnadenlos seine ungewohnten Freiräume und übernahm dreimal die Führung. Bad Nauheim, defensiv oft schläfrig und später auf Torwart Felix Bick vertrauend, arbeitete sich immer wieder zurück in die Partie, betrieb einen hohen Aufwand und hatte die deutlich besseren Möglichkeiten, scheiterte aber zu oft an Ben Meisner im Gäste-Tor.

Arniel erzielte erstmals den Ausgleich, als er unmittelbar vor dem Tor regelrecht angeschossen wurde (15.), beim zweiten Treffer schlenzte Sekesi aus der Halbposition einfach mal in Richtung Tor (22.). Reiter stand beim Rebound zum dritten Tor goldrichtig (30.), und dann konnte Bruch einen Schuss von der blauen Linie abfälschen. Als man sich auf eine Verlängerung eingestellt hatte, bugsierte Tessier den Puck über die Linie.

EC Bad Nauheim: Bick - Richardson, Glötzl, Bettahar, Schmidt, Ketter, Reinig - Hohmann, Tessier, Körner, Reiter, Arniel, Cabana, Pauli, Sekesi, Ratmann, Leon Köhler, Cornett, Bruch.

EHC Freiburg: Meisner - Spornberger, Pageau, Brückmann, Kurz, Rausch, Neher - Allen, Hult, Billich, Bassen, Saakyan, Kiefersauer, Linsenmaier, Spiro, George, Danner, Ustrof, Wittfoth.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (4.) Danner (Kurz, Ustorf), 1:1 (15.) Arniel (Cabana, Reiter), 1:2 (20.) Danner (Wittfoth, Spornberger), 2:2 (22.) Sekesi (Ratmann), 2:3 (28.) Spiro (Linsenmaier, George), 3:3 (30.) Reiter (Bettahar, Schmidt), 4:3 (32.) Bruch (Köhler, Cornett), 4:4 (39.) Danner, 5:4 (60.) Tessier (Arnil, Schmidt - 5-4). - SR: Lenhart/Apel. - Strafminuten: Bad Nauheim 2, Freiburg 4.

Rubriklistenbild: © pv

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare