_20210924_ECN_ECK_034_25_4c_1
+
Mick Köhler findet die Lücke und trifft zum 2:0-Zwischenstand beim 3:2-Erfolg des EC Bad Nauheim gegen die Kassel Huskies (im Tor: Jerry Kuhn).

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Eine starke Vorstellung

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
    schließen

Das kann sich sehen lassen! Mit einem 3:2 (2:0, 0:1, 1:1)-Erfolg gegen den Vorjahres-Finalisten Kassel Huskies hat der EC Bad Nauheim seine Fans auf den Start der Deutschen Eishockey-Liga 2 am kommenden Freitag eingestimmt.

Vor 1501 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion - darunter Ex-Nationalspieler Christoph Ullmann - zeigten die Roten Teufel im siebten und letzten Testspiel ihre bislang beste Leistung.

»Der erste und der letzte Abschnitt waren richtig gut. Im zweiten Drittel haben wir zu viele Turnover zugelassen. Generell haben wir so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Wichtig ist, dass die Jungs sehen, dass wir auf diesem Weg auch Spiele gewinnen können«, sagt Trainer Harre Lange. Die Treffer der Gastgber erzielten Kevin Schmidt, Mick Köhler und Stefan Reiter (an allen Toren beteiligt).

Die Roten Teufel präsentierten sich so, wie man sich das bislang nur vorgestellt hatte. Laufbereit, bissig, unbequem. Von den zuletzt kritisierten Kontingentspielern taten sich Jerry Pollastrone und Taylor Vause hervor, Mick Köhler überzeugte wie Kevin Schmidt, und zudem verdiente sich Philip Maurer, der den leicht angeschlagenen Felix Bick vertrat, ein Lob. Zu gefallen wusste auch Try-out-Verteidiger Nikonor Dobryskin mit einer soliden und erstaunlich unaufgeregten Darbietung.

Den Huskies wurde in deren Drittel gerade in den ersten 20 Minuten kaum eine Gelegenheit zum Durchatmen gegeben. Aggressiv und robust ging Bad Nauheim zu Werke, natürlich gepusht durch den frühen Führungstreffer von Schmidt, der ums Tor kurvte und noch Raum zum Abschluss fand. Die Fankurve stimmte sich lautstark auf den Punktspielstart ein. Bad Nauheim versäumte es lediglich, mehr aus seiner Überlegenheit zu machen. Tobias Wörle traf statt des leeren Tores nur das Außennetz, und Tristan Keck scheiterte, wie noch so oft an diesem Abend, in bester Postion an Jerry Kuhn im Tor der nach wie vor durch fünf Ausfälle geschwächten Huskies. Kurz vor der ersten Pause erhöhte Köhler im Fallen mit der Rückhand auf 2:0 für die Hausherren.

Zum zweiten Abschnitt waren dann auch die Nordhessen im Spiel angekommen. Jake Weidner traf effektiv mit dem zweiten echten Torschuss gegen Maurer. Bad Nauheim überstand eine anschließende Unterzahl und fand dann auch wieder zurück in die Partie. Die beste Möglichkeit bot sich Andreas Pauli, doch Kuhn parierte.

Zwei Unterzahl-Situationen der Teufel prägten den Beginn des Schlussabschnitts. Weidner traf den Innenpfosten. Sechs Minuten vor dem Ende vertändelten die Hausherren den Puck, und Dustin Reich bedankte sich mit dem Ausgleichstreffer. Dann - drei Minuten vor Schluss - war Stefan Reiter nicht mal durch ein Foul zu bremsen und traf zur abermaligen Führung und zugleich zum Endstand.

EC Bad Nauheim: Maurer - Kevin Schmidt, Wachter, Mark Shevyrin, Tomas Schmidt, Sekesi, Dobryskin - Hickmott, Wörle, Pollastrone, Körner, Vause, Keck, Pauli, Mick Köhler, Reiter, Herrmann.

Kassel Huskies: Kuhn - Orendorz, Tramm, Denis Shevyrin, Rutkowski, Müller, Geischeimer - Krüger, Tirvino, Valentin, Weidner, Cameron, Spitzner, Kranz, Reich, Detsch.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (3.) Kevin Schmidt (Pauli, Reiter), 2:0 (20.) Mick Köhler (Reiter, Sekesi), 2:1 (22.) Weidner (Cameron, Spitzner), 2:2 (54.) Reich (Kranz), 3:2 (58.) Reiter (Pauli, Tomas Schmidt). - SR: Becker/Janssen. - Strafen: Bad Nauheim 6, Kassel 4. - Z.: 1501.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare