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Die Entscheidung: Manuel Strodel (vorne), Mike Card (Nr. 19) und Steve Slaton (rechts) vom EC Bad Nauheim können den Treffer von Jordan Knackstedt in der Verlängerung nicht verhindern. Torwart Felix Bick liegt auf dem Rücken. Foto: Chuc

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Drittes Tor gegen Dresden verpasst - Kontingentspieler verletzt

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Der EC Bad Nauheim hatte gegen die Dresdner Eislöwen schon früh mit zwei Treffer geführt; und musste in die Verlängerung.

Eigentlich hatte alles so vielversprechend begonnen. Bad Nauheim führte am Sonntagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen Dresden nach nicht einmal fünf Minuten mit zwei Toren, dem dritten Treffer waren die Roten Teufel nahe. Am Ende konnte bei der 2:3 (2:1, 0:0, 0:1/0:1)-Niederlage nach Verlängerung gegen die Eislöwen ein Punkt als Gewinn kategorisiert werden. Vor 2101 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion waren die Hausherren nach den Treffern von Andrej Bires (1.) und Simon Gnyp (5.) zunehmend unter Druck geraten. Viel schlimmer aber als die knappe Niederlage nach zuvor fünf "Dreiern" in Serie: Der Kanadier Tyler Fiddler verletzte sich gleich bei seiner zweiten Eiszeit und humpelte durch eine Knieverletzung merklich gehandicapt in die Kabine.

EC Bad Nauheim: Treffer zum 3:2 nicht unumstritten

"Man kann nicht immer gewinnen. Und die Mannschaft hat heute auch sicher nicht ihr bestes Spiel gespielt", sagt Christof Kreutzer, der Trainer des EC Bad Nauheim, während Rico Rossi, sein Kollege seitens der Eislöwen, resümierte: "Das Spiel hatte nach den ersten Minuten auch anders laufen können.".

Der Treffer, der in der 65. Minute über den Zusatzpunkt entschied, war nicht unumstritten. Unter den Augen von Lars Brüggemann, dem Leiter Schiedsrichterwesen in der Deutschen Eishockey-Liga, hatte eine sicherlich streitbare Hinausstellung gegen Zach Hamill in einer sensiblen Endpahse die Gemüter erhitzt. "Wenn die Unparteiischen die Aktion abpfeifen, dann müssen sie 30 anderen Szenen im Spiel auch bestrafen", ärgert sich Kreutzer. Letztlich konnte sich Jordan Knackstedt für den Siegtreffer feiern lassen.

EC Bad Nauheim: Mick Köhler für Dani Bindels, frühes Aus für Tyler Fiddler

Im Kader der Roten Teufel fehlte Dani Bindels (am Dienstag in Bad Tölz vielleicht schon wieder dabei). Dafür hatte Kooperationspartner Köln einmal mehr Mick Köhler in die Wetterau geschickt. Die Hausherren schienen beflügelt vom Derbysieg in Kassel den Schwung mitnehmen zu können. Gleich mit dem ersten Torschuss übernahm Bad Nauheim durch Bires die Führung nach 51 Sekunden, kaum vier Minuten später hatte Gnyp erhöht. Den Gastgebern wurde es anfangs aber auch leicht gemacht. Eine Powerplay-Möglichkeit ließ auf ein frühes drittes Tor hoffen. Dresden fand nach zehn Minuten in die Partie, und wurde, nachdem Mario Lamoureux die fehlende Zuordnung zum Anschluss genutzt hatte (11.), immer stärker.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurde der Druck auf Bad Nauheim immer größer. Die Souveränität im eigenen Drittel fehlte diesmal. Dresden kam gut ins Forechecking, und es entwickelte - nachdem die Teufel eine Zehn-Minuten-Drangphase irgendwie überstanden - hatten, ein temporeiches Auf und Ab. Dale Mitchell traf für die Eislöwen nur den Pfosten (40.), auf der Gegenseite hatten Gnyp (42.) und Sylvester (45.) die besten Möglichkeiten. Lamoureux erzielte schließlich den Ausgleich (45.). Und nachdem Manuel Strodel das leere Tore verfehlte hatte (52.), begann das Zitterspiel. Bad Nauheim unterstand noch eine Unterzahl, rettete sich in die Verlängerung. Hier hatte Bires die Entscheidung noch auf dem Schläger, schließlich blieb’s bei einem Punkt.

EC Bad Nauheim: Die 2:3-Niederlage nach Verlängerung auf einen Blick

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Sekesi, Kokkila, Card, Gnyp, Slaton, Stiefenhofer - Strodel, Fiddler, Sylvester, Pauli, Hamill, Bires, Palka, El-Sayed, Cornett, Köhler, Kahle, Ratmann.

Dresdner Eislöwen: Proske - Zauner, Lavallee, Hanusch, Dotzler, Kramer, Uplegger, Flade - Knackstedt, Walther, Huard, Ritter, Lamoureux, Pohl, Biezias, Mitchell, Knobloch, Rupprich, Pielmeier, Kiss.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (1.) Bires (Hamill, Pauli), 2:0 (5.) Gnyp (Bires, Pauli), 2:1 (11.) Lamoureux (Pohl, Ritter), 2:2 (45.) Lamuoreux (Pohl, Ritter), 2:3 (65.) Knackstedt (Huard, Lamoureux - 4-3). - Schiedsrichter: Gogulla/Naust. - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Dresden 2. - Zuschauer: 2102.

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