Cason Hohmann (EC Bad Nauheim/r.), bedrängt von Matt McKnight, trifft bei seinem Debüt für den EC Bad Nauheim. Am Sonntag feiern die Roten Teufel einen 4:2-Erfolg gegen die Bietigheim Steelers.
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Cason Hohmann (EC Bad Nauheim/r.), bedrängt von Matt McKnight, trifft bei seinem Debüt für den EC Bad Nauheim. Am Sonntag feiern die Roten Teufel einen 4:2-Erfolg gegen die Bietigheim Steelers.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Drei Tore binnen 92 Sekunden zur Wende gegen Bietigheim

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Furioser Schlussabschnitt! Der EC Bad Nauheim kommt nach einem 0:2-Rückstand binnen 92 Sekunden zurück und bezwingt die Bietigheim Steelers mit 4:2.

Drei Tore binnen 92 Sekunden (48. - 50.). 3:2 nach 0:2. Der EC Bad Nauheim hat am Sonntagabend im Schlussdrittel das Testspiel gegen die Bietigheim Steelers, den Abonnement-Favoriten der Deutschen Eishockey-Liga 2, noch umgebogen. Dreifacher Torschütze beim 4:2 (0:1, 0:1, 4:0)-Erfolg gegen einen schon sehr gut aufgelegten Gast (am Freitag 4:2 in Kassel) war Kelsey Tessier. Neben dem Kanadier konnte sich US-Boy Cason Hohmann bei seinem Debüt für die Roten Teufel in die Torschützenliste eintragen.

EC Bad Nauheim: Torwart Felix Bick "bester Mann" der Roten Teufel

"Je länger die Partie gedauert hat, umso besser sind wir reingekommen. Im Schlussdrittel sind dann eben auch Tore für uns gefallen", sagte Matthias Baldys, der Sportliche Leiter. Trainer Hannu Järvenpää konnte sich insbesondere an den letzten 20 Minuten erfreuen. "Da haben die Jungs vieles von dem umgesetzt, was wir unter der Woche einstudiert haben." In den ersten beiden Spielabschnitten sei Bietigheim läuferisch voraus gewesen. Hier hatte Torwart Felix Bick einen höheren Rückstand verhindert. "Er war unser bester Mann", sagte sein Coach.

Bad Nauheim hatte eine lange Bank, sprich: acht Verteidiger und 13 Stürmer. Der junge Julian Chrobot musste schon nach fünf Minuten und einem Check gegen Max Prommersberger duschen gehen. Die Gäste - seit Jahren mit dem gleichen Stammpersonal - wirkten eingespielt und gut ergänzt (insbesondere durch den giftigen Riley Sheen) und stellten Bad Nauheim vor allem im Defensivverhalten vor einige Aufgaben. Der Führungstreffer resultierte aus einem Konter (Benjamin Zientek/9.), beim zweiten Tor hielt Brett Breitkreuz seinen Schläger in einen Schuss von Max Renner (35.). Und hätte Felix Bick nicht später mit einem Reflex gegen Norman Hauner geklärt - wer weiß, ob Bad Nauheim noch mal zurückgekommen wäre? Järvenpää überraschte mit Verteidiger Aaron Reinig im Powerplay in ungewohnter Position vor dem gegnerischen Tor, und er scheute sich nicht, seinen jungen Förderlizenz-Spielern auch in Unterzahl Eiszeit zu geben.

EC Bad Nauheim: Kelsey Tessier und Debütant Cason Hohmann drehen die Partie

Im Schlussdrittel fand Bad Nauheim dann Lücken in der kompakten Steelers-Defensive. Tessier (2) und Hohmann drehten das Spiel. Schließlich überstanden die Hausherren eine späte Unterzahl und trafen durch Tessier ins leere Tor.

EC Bad Nauheim: Bick - Reinig, Schmidt, Sekesi, Richardson, Gnyp, Ketter, Sennhenn, Glötzl - Cabana, Tessier, Reiter, Pauli, Arniel, Hohmann, Körner, El-Sayed, Ratmann, Chrobot, Üffing, Cornett, Köhler.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (9.) Zientek (Hüfner), 0:2 (35.) Breitkreuz (Renner, Prommersberger), 1:2 (48.) Tessier (Schmidt, Reiter - 5-4), 2:2 (48.) Hohmann (Pauli, Arniel), 3:2 (50.) Tessier (Reiter, Cabana), 4:2 (60.) Tessier (Cabana, El-Sayed - EN). - Schiedsrichter: Lehnhart/Schütz. - Strafminuten: Bad Nauheim 10 plus fünf Minuten plus Spieldauer (Chrobot), Bietigheim 12. - Zuschauer: 952.

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