Der EC Bad Nauheim um Kapitän Marc El-Sayed kommt gegen Lars Reuß (r.) und seine Lausitzer Füchse nach einem Rückstand noch zum verdienten 4:2-Erfolg. FOTO: CHUC
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Der EC Bad Nauheim um Kapitän Marc El-Sayed kommt gegen Lars Reuß (r.) und seine Lausitzer Füchse nach einem Rückstand noch zum verdienten 4:2-Erfolg. FOTO: CHUC

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim dreht die Partie gegen Lausitzer Füchse

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim steht nach einem mentalen Kraftakt und einem 4:2-Sieg über die Lausitzer Füchse am Freitag auf Platz zwei in der DEL2.

Mit einem mentalen Kraftakt hat der EC Bad Nauheim die Eishockey-Partie am Freitagabend gegen die Lausitzer Füchse gedreht und aus einem 0:2-Rückstand einen 4:2-Erfolg gemacht. Die Mannschaft von Trainer Hannu Järvenpää schaffte damit den Sprung auf Platz zwei in der DEL 2. Die Tore für die Kurstädter erzielten Cason Hohmann (2), Christoph Körner und Andreas Pauli. "Entscheidend für den Erfolg war unser gutes Verhalten in der Überzahl-Situation zu Beginn des letzten Drittels und unsere Defensive in der 4:6-Unterzahl kurz vor Schluss", analysierte Järvenpää.

EC Bad Nauheim: Sand im Getriebe - Füchse gehen mit 2:0 in Führung

Die Gastgeber, bei denen der angeschlagene Jan Luca Sennhenn nicht spielte, begannen druckvoll und hatten in den ersten 20 Minuten mehr Puckbesitz. Einen Warnschuss an die Latte gab nach zwei Zeigerumdrehungen Stefan Reiter ab. Im ersten Powerplay kombinierte sich der EC gefällig durchs Füchse-Drittel und kam durch James Arniel und Aaron Reinig zu weiteren Chancen.

Der zweite Abschnitt war von Abspielfehlern der Wetterauer geprägt. Oft kamen die Pässe zu ungenau oder landeten auf der Rückhand. Diese Unachtsamkeiten nutzte das Team aus Weißwasser. Vor allem der kanadische Neuzugang Jonathon Martin war hellwach, als Rylan Schwartz in Überzahl einen Schlagschuss abfeuerte. Felix Bick im EC-Tor konnte die Scheibe nicht weit genug abwehren, und Martin brachte seine Farben in Führung (28.). Wenn die Kombinationen bei der Järvenpää-Truppe einmal flüssig liefen, waren die Abschlüsse zu schlecht oder fanden gar nicht statt. Besser machten es die Füchse. Kale Kerbashian hielt von der blauen Linie drauf. Im Getümmel vor dem Nauheimer Kasten war es Brad Ross, der zum 2:0 abstaubte (34.).

EC Bad Nauheim: Nach dem 2:2 läuft der Angriff der "Roten Teufel" heiß

Vor dem Schlussdrittel stellte Järvenpää dann seine Taktik um. Er ließ nur noch mit drei Reihen stürmen. Jussi Petersen und Luis Üffing bekamen keine Eiszeit mehr, und Leon Köhler rückte in die erste Reihe. Vorteilhaft für die "Roten Teufel" war vor allem ein Missgeschick von Füchse-Akteur Tomas Andres, der wegen Beinstellens auf die Strafbank musste. Da dort auch schon Martin saß, war der EC zu Beginn des letzten Abschnitts 1:25 Minuten in doppelter Überzahl auf dem Eis. Und nun lief das Powerplay wie geschmiert. Tomas Schmidt nahm den ersten Schuss aus zentraler Position. Pauli drückte den Abpraller über die Linie (41.). Sekunden später - die Füchse hatten wieder einen Spieler ergänzt - rollte der nächste EC-Angriff. Arniel bediente Hohmann mustergültig, und der besorgte das 2:2 (41.). 

Jetzt waren die Nauheimer heiß gelaufen. In Minute 50 gingen sie in Führung. Dabei servierte Aaron Reinig - hinter dem Tor fahrend - den Puck auf den Schläger von Körner. Der netzte im zweiten Versuch zum 3:2 ein. Nach der Strafe gegen Arniel hatte der EC am Ende zwei bange Minuten zu überstehen, zumal die Gäste auch ihren Goalie für den sechsten Feldspieler herausnahmen. Mit vereinten Kräften hielt die Abwehr, und Hohmann setzte vorne den Schlusspunkt. Nicholas Ross kassierte nach der Sirene für seine Frustaktion noch eine Spieldauer-Strafe.

EC Bad Nauheim: Der 4:2-Heimsieg gegen die Lausitzer Füchse auf einen Blick

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Reinig, Card, Schmidt, Sennhenn, Richardson - Körner, Üffing, El-Sayed, Hohmann, Pauli, Arniel, Cornett, Reiter, Tessier, Köhler, Petersen.

Lausitzer Füchse: Carruth - Brad Ross, Nicholas Ross, Mik, Kania, Rentsch, Kuschel, Junge - Kerbashian, Schwartz, Nirschl, Roßmy, Dietz, Andres, Detig, Döring, Martin, Boiarchinov, Reuß, Müller.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Apel/Holzer. - Zuschauer: keine. - Strafen: 8 / 12 plus 5 Minuten plus Spieldauer (Nicholas Ross). - Tore: 0:1 (28.) Martin (Schwartz, Nicholas Ross - 5:4), 0:2 (34.) Brad Ross (Andres, Kerbashian), 1:2 (41.) Pauli (Schmidt, Arniel - 5:3), 2:2 (41.) Hohmann (Arniel, Tessier - 5:4), 3:2 (50.) Körner (Reinig, Reiter), 4:2 (60.) Hohmann (Card - 4:5, Empty Net).

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