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Playoff-Atmosphäre im Colonel-Knight-Stadion: 3460 Zuschauer sind zugelassen, wenn der EC Bad Nauheim das Viertelfinale gegen die Kassel Huskies bestreitet.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Diese Promis drücken den Roten Teufeln die Daumen

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Ein hessisches Duell im Playoff-Viertelfinale - was will man mehr? Vor dem Serien-Auftakt zwischen dem EC Bad Nauheim und den Kassel Huskies haben wir uns umgehört, wer denn da so alles die Daumen drückt.

Bad Nauheim ist dabei. Zum vierten Mal haben sich die Roten Teufel für das Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2 qualifiziert. Das Duell mit Vorjahres-Finalist Kassel elektrisiert die Fans in der Region. Wir haben uns umgehört und mit Prominenten aus Sport, Medien und Politik gesprochen, die dem EC die Daumen drücken.

Martin Hinteregger (Fußball-Profi von Eintracht Frankfurt): Als Team zu funktionieren ist im Fußball wie auch im Eishockey enorm wichtig. Ihr Teufel habt Geschlossenheit in dieser Saison in jedem Spiel auf’s Eis gebracht, deswegen seid Ihr mehr als verdient und völlig zurecht ins Playoff-Viertelfinale eingezogen. Meine Freundschaft zur Spieler-Legende und dem jetzigen Trainer Harry Lange stärkt nicht nur unsere gemeinsame Herkunft, sondern auch meine Sympathie zum EC Bad Nauheim. Wann immer es die Zeit erlaubt, ist es mir eine große Freude und zugleich eine ausgleichende Ablenkung, die Roten Teufel im Colonel-Knight-Stadion live anzufeuern und zu unterstützen. Ich drücke dem gesamten Team und allen Fans die Daumen - auf erfolgreiche Playoffs. Alles Gute!

Martin Hinteregger

Oliver Pocher (TV-Comedian): Durch mein Engagement für die Sophie-Scholl- Schule bin ich seit knapp zehn Jahren regelmäßig in Bad Nauheim. Dabei ist mir schnell aufgefallen, dass Eishockey in dieser Stadt mehr ist als einfach nur Eishockey. Seitdem zwei Freunde von mir zum Kreis der Gesellschafter zählen, verfolge ich das geschehen in der Liga etwas genauer. Der direkte Einzug in die Playoffs ist ein wirklicher Erfolg. Noch schöner wäre es natürlich mit dem Heimrecht in Spiel eins gewesen, aber hätte jemand vor der Saison gesagt, dass der ECN auf Platz fünf nach der Hauptkunde steht, hätte das jeder unterschrieben.

Oliver Pocher

Klaus Kreß (Bürgermeister der Stadt Bad Nauheim): Der Eishockey-Sport hat in Bad Nauheim große Tradition. Und insofern gehört’s es zum Lokalpatriotismus dazu, EC-Fan zu sein. Leider schaffe ich es nicht so oft ins Stadion, wie ich das gerne möchte. Wenn ich dann aber - wie zuletzt beim 5:3 gegen Crimmitschau - im Stadion die einzigartige Atmosphäre und Leidenschaft spüre, dann springt der Funke sofort über und löst Begeisterung aus. Ich drücke dem EC alle Daumen, er ist ein Aushängeschild unserer Stadt. Und gerade wenn wir uns mit der Frage nach einem neuen Stadion befassen, ist es wichtig, dass der Klub erfolgreich ist. Die Arbeit der Roten Teufel in den vergangenen Monaten ist gerade im Kontext der Pandemie wirklich beachtlich.

Klaus Kreß

Julia Nestle (Moderatorin bei Hitradio FFH): Ich finde es super, dass es Kassel geworden ist. Seit ich elf Jahre alt bin gehe ich ins Stadion, stehe in der Kurve auf dem gleichen Platz und bin froh, dass ich diese Saison wieder mit meiner Familie und meinen Freunden vor Ort mitfiebern kann. Die Playoffs sind etwas ganz Besonderes, meine Erinnerungen reichen da zur Final-Serie 1999 gegen Essen zurück. So etwas vergisst man nicht. Das Team macht Mega-Spaß, und man hat als Fan das Gefühl, dass die Jungs zusammenhalten. Viertelfinale hatten wir ja schon das eine oder andere Mal. Jetzt wünsche ich mir, endlich auch mal einen Schritt weiterzukommen.

Julia Nestle

Peter Heidt (Mitglied des Bundestages): Ich freue mich total, dass die Roten Teufel eine solch tolle Sasion gespielt haben. Jetzt wünsche ich mir, Kassel rauszuwerfen; am liebten ganz emotional in Spiel sieben. Playoffs sind für jeden Eishockey-Freund Höhepunkt der Saison. Das Mitfiebern, das Kribbeln. Weiterkommen oder Saisonende - das liegt so dicht zusammen. Ob ein Treffer in der Schlussminute und ein Sieg in der Verlängerung - das haben wir hier alles schon erlebt. Die Mannschaft beeindruckt mich, vor allem läuferisch. Mit diesem Team kann man sich identifizieren. Es stimmt intern. Da ziehe ich meinen Hut vor Harry Lange. Ich gönne es ihm von ganzen Herzen, denn er ist an absoluter Symphatieträger. Und gerade mit Blick auf ein neues Stadion, das wir uns alle wünschen: Da ist der sportliche Erfolg ein elementarer Baustein. Ohne sportlichen Erfolg brauchen wir uns mit diesem Thema erst gar nicht beschäftigen.

Peter Heidt

Jan Weckler (Landrat des Wetteraukreises): Die Roten Teufel zeigen auch in dieser Saison, was in ihnen steckt. Trotz zum Teil schwieriger Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie mit Quarantänefällen, Spielverlegungen und zum Teil ohne die gewohnte Fan-Unterstützung im Colonel-Knight-Stadion, sind die Leistungen absolut bemerkenswert. Gerne erinnere ich mich an die sensationelle Qualifikation für die Playoffs vor drei Jahren, als die Begeisterung riesengroß war und das Eisstadion durch die vielen Fans aus allen Nähten platzte. Schon in den früheren VfL-Zeiten oder auch in einem damals ebenfalls sensationellen Aufstiegskampf Ende der 80er Jahre hat sich der Rückhalt der Fans und die herausragende sowohl historische als auch aktuelle Bedeutung des EC Bad Nauheim gezeigt. Der Verein ist prägend für die ganze Region und ein sportliches Aushängeschild für den Wetteraukreis. Mit einem neuen Punkte-Rekord im Gepäck steht jetzt das Playoff-Viertelfinale an, bei dem wir aufgrund des aktuellen Leistungsstands alle zuversichtlich sein können. Gemeinsam mit allen Fans - ob im Stadion oder von zuhause - drücke ich jedenfalls ganz fest die Daumen und wünsche den Roten Teufeln viel Erfolg.

Jan Weckler

(Michael Nickolaus)

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