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Andreas Pauli (rechts) hatte einen Check von Brad Ross einstecken müssen und dann ordentlich ausgeteilt.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Der erste Sieg

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim hat im Nebel den Durchblick behalten. Am Freitagabend konnten die Roten Teufel im Colonel-Knight-Stadion einen 4:3 (0:0, 2:3, 2:0)-Erfolg feiern. Zu Gast war der Liga-Neuling Selb.

Bleibenden Eindruck konnten die Wölfe nur durch ihr körperbetontes, teils überhartes Spiel hinterlassen. Für die Hausherren, die wie schon bei der Heim-Premiere in der Vorwoche eine zwischenzeitliche Zwei-Tore-Führung aus der Hand gaben (2:3-Rückstand/37.) trafen Eric Stephan, Stefan Reiter, Andreas Pauli und Taylor Vause im vierten Vorbereitungsspiel zum ersten Sieg, der auf Grund des Chancenverhältnisses noch deutlich höher hätte ausfallen können.

Bad Nauheim hatte - von der Anfangsphase abgesehen - spielerische Vorteile, war fangs vom unangehmen Stil der Gäste überrrascht, verpasste es letztlich aber, in einer fast durchgehend zerfahrenen Partie früher für eine Vorentscheidung zu sorgen. In den ersten 20 Minuten entfachte die nominell vierte Reihe die meiste Gefahr, und nachdem die Zwei-Tore-Führung endlich auch auf der Anzeigetafel das Kräfteverhältnis wiedergegeben hatte, wurde die Führung doch recht leichtfertig wieder abgeschenkt. Kurios der zweite EC-Treffer: Einen hohen Schlenzer aus der neutralen Zone hatte der starke Wölfe-Keeper Michael Weidekamp im Nebel aus den Augen verloren, und den vom Pfosten zurückspringen Puck staubte Reiter ab. Unschön: ein Check von Richard Gelke gegen den Kopf von Tristan Keck, wofür sich der Gästespieler später entschuldigte. Andreas Pauli rächte ein rüdes Einsteigen von Brad Ross gegen sich höchstpersönlich. Das Resultat nach dem zweiten Abschnitt entsprach nicht dem Spielverlauf. Bad Nauheim hatte den Gast zum Toreschießen eingeladen, verteidigte nur begleitend, aber nicht eng am Mann.

Im Schlussabschnitte drehte die Mannschaft von Harry Lange dann noch die Partie. Pauli traf per Abstauber im Powerplay, und Vause musste nach Quaerpass nur noch den Schläger hinhalten

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Wachter, Sekesi, Stephan, Tomas Schmidt - Pauli, Vause Pollastrone, Herrmann, Mick Köhler, Reiter, Wörle, Hickmott, Keck, Körner, Leon Köhler, Tretjakov.

Selber Wölfe: Weidekamp - Slvetinsky, Ross, Silbermann, Ondruschka, Walters, Gimmel, Böhringer, Halbauer - Boiarchinov, Thompson, Aquin, Miglio, Gare, Deeg, Hechtl, Hammerbauer, Gelke, Christmann, Klughardt, Kryvorutskyy.

Tore: 1:0 (22.) Stephan (Reiter - SH1), 2:0 (26.) Reiter (Kevin Schmidt, Mick Köhler), 2:1 (26.) Gelke (Miglio, Deeg), 2:2 (27.) Hammerbauer (Gelke), 2:3 (37.) Aquin (Thompson, Slavetinsky), 3:3 (41.) Pauli (Tomas Schmidt), 4:3 (52.) Vause (Pollastrone, Tomas Schmidt). - SR: Singiatis/Klein. - Strafen: Bad Nauheim 14 plus 5 (Pauli), Selb 4 plus 5 Minuten (Ross), plus 5 Minuten plus Spieldauer (Gelke). - Zuschauer: 855.

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