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Das war’s für den Winter 2020/21: Die Eishockey-Saison des EC Bad Nauheim ist beendet.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Corona-Fälle bei den Roten Teufeln

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Der PCR-Test hat den Schnelltest bestätigt. Mehrere Spieler des EC Bad Nauheim haben sich mit dem Corona-Virus infiziert.

Einen erwischt’s gleich im Viertelfinale. Mit den Bietigheim Steelers und den Löwen Frankfurt stehen sich zwei von drei Klubs, die für einen Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga infrage kommen, gleich in der ersten Playoff-Runde der DEL2 (ab 20. April) gegenüber. Außerdem treffen Kassel, der dritte DEL-Bewerber, und Heilbronn, Bad Tölz und Ravensburg sowie Freiburg und Kaufbeuren aufeinander. Für Bad Nauheim ist nach dem DEL2-Gesellschafter-Beschluss, die Hauptrunde vor dem abschließenden Wochenende abzubrechen, die Saison 2020/21 beendet. Auf Grund der Quotientenregel springen die Roten Teufel von Platz elf auf Rang zehn, was unter normalen Umständen eine Pre-Playoff-Qualifikation bedeutet und in der Außendarstellung eine andere sportliche Wahrnehmung geschafften hätte. Hintergrund der Entscheidung vom Donnerstag waren die sich zuletzt häufenden positiven Corona-Tests. Aus Bietigheim, Heilbronn und Bad Nauheim waren in den vergangenen Tagen Fälle gemeldet worden.

Matthias Baldys, der Sportliche Leiter der Roten Teufel, sprach am Freitagmittag gegenüber unserer Redaktion von »mehreren positiven PCR-Tests« und »bislang milden Verläufen« im Kader der Hessen. Mit dem Gesundheitsamt werde man nun die weiteren Maßnahmen im Detail abstimmen.

Andreas Ortwein, der als Geschäftsführer des EC Bad Nauheim am Vortag an der Videokonferenz teilgenommen hat, sprach vom einem »konstruktiven Austausch«. Zweieinhalb Stunden lang waren Standpunkte vertreten und ein Meinungsbild geschaffen worden. Problematisch gestaltete sich die Situation um die Eispiraten Crimmitschau. Einerseits schienen die Sachsen der Chance auf eine Playoff-Qualifikation beraubt (sechs Punkte wären erforderlich gewesen), andererseits bestätigte sich am Freitag der Verdacht auf einen positiven PCR-Test im Kader der Rot-Weißen, was schon bei der Entscheidungsfindung am Vortag eine Rolle gespielt hatte. »Mindestens sechs der 14 Wochenend-Spiele hätten nicht stattfinden können. In der Abwägung zwischen Chancen und Risiken haben wir entscheiden müssen«, sagt Rene Rudorisch, der Geschäftsführer der DEL 2, in einer Stellungnahme am Freitag.

Vor wenigen Wochen erst hatten die DEL2-Gesellschafter ihre Durchführungsbestimmungen angepasst. »Natürlich ist das gerade für die Klubs an der Schwelle eine harte Entscheidung. Andererseits haben wir fast die komplette Hauptrunde abbilden können, womit im September nicht unbedingt zu rechnen war. Jeder Klub hatte also auch eine ausreichenende Chance, die nötigen Punkte zu sammeln.« Die acht Playoff-Teilnehmer werden über’s Wochenende versuchen, sämtliche Szenarien inklusive Test-Regularien für die alles entscheidenden Saison-Wochen festzulegen.

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