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Die Entscheidung: Jack Combs lauert am linken Pfosten und trifft in der Verlängerung zum 6:5-Erfolg des EC Bad Nauheim gegen die Dresdner Eislöwen. 

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Jack Combs trifft in der Verlängerung gegen Dresden

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Im vierten Versuch hat’s dann endlich geklappt! Der EC Bad Nauheim feiert den ersten Saisonsieg gegen die Dresdner Eislöwen.

Vier Mal hatte Bad Nauheim geführt. Und vier Mal hatten die Roten Teufel während der regulären Spielzeit den Ausgleich kassiert. Die Möglichkeit, erneut vorzulegen, wurde den Hessen am Sonntagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen Dresden mehrfach in Form von doppelter oder später Überzahl auf dem Silbertablett serviert. Am Ende ging’s - das wird inzwischen zur Gewohnheit - in die Verlängerung. Und hier stand Jack Combs dann einmal dort, wo ein Torjäger stehen muss und sicherte seiner Mannschaft mit dem Treffer zum 6:5 (3:2, 2:2, 0:1/1:0)-Endstand den Zusatzpunkt gegen die Eislöwen.

EC Bad Nauheim: Alle drei nordamerikanischen Stürmer treffen

Das angekündigte Sturmtief "Sabine" sorgte für die Saison-Minuskulisse im Colonel-Knight-Stadion. 1562 Zuschauer wurden angesichts von elf Treffern, davon deren sechs für "ihre" Mannschaft, gut unterhalten. Neben Combs trafen diesmal auch dessen Sturmpartner Cody Sylvester und Zach Hamill. Allerdings stand das Nordamerika-Trio auch bei vier Gegentoren auf dem Eis. Für die Hausherren waren außerdem Andreas Pauli und Andrej Bires erfolgreich. Den schönsten Treffer des Abends markierte zweifellos Mick Köhler. Der Förderlizenz-Center krönte eine erneut starke Leistung mit einem tollen Sololauf. In die Karten spielte den Gastgebern, die im ersten Duell mit den Sachsen den ersten Sieg feiern konnten, das Strafzeiten-Verhältnis. Sieben Mal standen die Gastgeber mit einem Spieler mehr (86 Sekunden lang gar erfolglos mit zwei Akteuren mehr) auf dem Eis, spielten selbst nur einmal in Unterzahl.

Bad Nauheim bot nach der spielerischen Magerkost der letzten Heimspiele offensiv eine durchaus ordentliche Partie, war immer drauf bedacht, den Abschluss anstelle eines Querpasses zu suchen. Defensiv präsentierten sich die Teufel gegen effektive Eislöwen trotz der starken Freitag-Derby-Vorstellung allerdings unerwartet offen.

EC Bad Nauheim: Trainer Christof Kreutzer kritisiert: "Haben zu viel zugelassen"

"Wir sind zwar eine offensiv ausgerichtete Mannschaft, aber müssen lernen, auch defensiv besser zu stehen. Was mir gefällt, ist der Comeback-Wille der Jungs", resümierte Eislöwen-Trainer Rico Rossi, während Christof Kreutzer seitens der Roten Teufel bilanzierte: "Ein so torreiches Spiel ist jetzt nicht gerade mein Ding. Wir haben zu viel zugelassen. Letztlich waren meine Jungs aber diszipliniert und haben deshalb auch mehr Überzahl-Situationen bekommen. Ein Dreier wäre mal wieder schön, aber auch den Zusatzpunkte nehmen wir gerne mit."

EC Bad Nauheim: Das 6:5 gegen die Dresdner Eislöwen auf einen Blick

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Card, Ketter, Sekesi, Slaton, Gnyp, Sennhenn - Sylvester, Hamill, Combs, Bires, El-Sayed, Pauli, Palka, Köhler, Ratmann, Bindels, Kahle, Cornett.

Dresdner Eislöwen: Helenius - Zauner, Lavallee, Hauner, Dotzler, Kramer, Flade, Heyter - Ritter, Mitchell, Lamoureux, Knackstedt, Huard, Pohl, Jentzsch, Walter, Knobloch, Kiss, Pielmeier, Rupprich.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (7.) Hamill (Combs), 1:1 (11.) Pohl (Dotzler, Huard), 2:1 (17.) Pauli (Kokkila, Sekesi - 5-4), 3:1 (20.) Köhler (Kokkila), 3:2 (20.) Dotzler (Huard, Knackstedt), 3:3 (25.) Pohl (Knackstedt, Zauner), 4:3 (28.) Bires (El-Sayed, Pauli), 4:4 (32.) Mitchell (Walther), 5:4 (38.) Sylvester (Card, Hamill - 5-4), 5:5 (42.) Mitchell (Ritter, Lamoreux), 6:5 (65.) Combs. - Schiedsrichter: Salewski/Steinecke. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Dresden 16. - Zuschauer: 1562.

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