EC Bad Nauheim

Doppelschlag lässt Rote Teufel jubeln

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim bezwingt die Bayreuth Tigers mit 3:2. James Livingston (2) und Leon Niederberger waren die Torschützen in einer turbulenten Schlussphase vor 2566 Zuschauern.

Ein Heimsieg. Na also. Im Colonel-Knight-Stadion, wo die Roten Teufel zuletzt nur eines von sechs Spielen hatten gewinnen können, wurde am Donnerstagabend wieder gejubelt. Mit drei Treffern in den letzten 13 Minuten konnte Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim die Partie gegen die Bayreuth Tigers drehen und nach einem Zwei-Tore-Rückstand einen 3:2 (0:1, 0:1, 3:0)-Erfolg feiern. In einer turbulenten Schlussphase brachte ein Doppelschlag die Wende. James Livingston, der bereits den Anschlusstreffer erzielte hatte (47./56.), und Düsseldorf-Leihgabe Leon Niederberger (57.) trafen binnen 42 Sekunden zum Endstand vor 2566 Zuschauern. »Die Mannschaft hat im Schlussabschnitt Moral bewiesen. Ich bin sehr froh, Zuhause mal wieder drei Punkte gewonnen zu haben«, sagte Petri Kujala, der Trainer der Roten Teufel, während Sergei Wassmiller mit den Tigers seit nunmehr 14 Spielen - nur ein Zwei-Punkte-Sieg seit dem letzten Bad Nauheim-Spiel am 17. November - auf einen »Dreier« warten muss.

Der Blick auf den Kader bot zunächst einige Überraschungen. Niederberger war ebenso wieder dabei wie Nico Kolb, der deutlich schneller als erwartet von den Ärzten Grünes Licht bekommen hatte. Dusan Frosch, der sich krank durch die Woche gequält hatte, fand sich im vierten Block wieder, und Eigengewächs Florian Flemming tauchte erstmals in einem DEL2-Spiel im Kader auf (ohne Eiszeit).

Bad Nauheim begann forsch und vielversprechend, zeigte eines der besseren Eröffnungsdrittel. Die Roten Teufel beschäftigten zweikampfstark den Gast in dessen Drittel, rieben sich an der kompakten Defensive der Tigers aber auf und hatten kaum wirklich klare Torchancen. Fast schon typisch: Der Gegner nutzte einen sehr wenigen Vorstöße und traf durch Timo Gams, der einen Pfostenschuss auf den Schläger bekam, zum Führung (18.); ein schmeichelhafter Tigers-Zwischenstand zur Pause.

Das zweite Drittel bot zunächst ein ähnliches Bild. Die Gastgeber taten deutlich mehr für’s Spiel, kamen aber auch während zwischenzeitlich bereits drei Powerplay-Situationen nicht wirklich zum gefährlichen Abschluss. Auf der Gegenseite nutzte Bayreuth gleich das erste Powerplay und traf durch Valentin Busch, als die Teufel die Zuordnung verloren hatten (31.). Die Wagnerstädter hatten nun ihre beste Phase, verpassten durch Anthony Luciani und Michal Bartosch eine mögliche Vorentscheidung.

EC-Torwart Felix Bick hielt seine Mannschaft auch im Schlussabschnitt mit einer Parade gegen Valentin Busch im Spiel (45.), ehe Livingston den Bann mit dem Anschlusstor brechen konnte. Allerdings: Bad Nauheim - inzwischen mit Niederberger statt Marvin Ratmann in der Top-Reihe, schien sich selbst der Möglichkeit auf eine Wende zu berauben, leistete sich zwei unnötige Hinausstellungen. Die Zeit lief scheinbar davon. Per Doppelschlag ließen Livingston/Niederberger die Fans aber toben, ehe 58 Sekunden vor dem Ende der Erfolg durch eine weitere Hinausstellung in Gefahr geraten sollte. Diesmal waren es die Gäste, die sich ihrerseits durch eine weitere Strafzeit dieser Powerplay-Chance beraubten.

EC Bad Nauheim: Bick - Stiefenhofer, Slaton, Woidtke, Mannes, Ketter, Erk, Pruden, Flemming - Meland, Sylvester, Ratmann, Livingston, McNamee, Krestan, Meisinger, Lange, Niederberger, Frosch, Kolb, Palka.

Bayreuth Tigers: Raitums - Linden, Müller, Potac, Mayer, Gerstung, Pavlu - Gläser, Chouinard, Luciani, Kolozvary, Bartosch, Gams, Sebastian Busch, Geigenmüller, Valentin Busch, Ontl, Alanov, Stas.

Steno: Tore: 0:1 (18.) Gams (Müller, Bartosch), 0:2 (31.) Valentin Busch (Chouinard, Luciani - 5-4), 1:2 (47.) Livingston (McNamee, Slaton), 2:2 (56.) Livingston (Krestan, McNamee), 3:2 (57.) Niederberger (Erk). - Schiedsrichter: Fynn-Marek Falten/Daniel Ratz. - Strafminuten: Bad Nauheim 8, Bayreuth 10. - Zuschauer: 2566.

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