Dominik Meisinger spielt auch in der Saison 2017/18 für den Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim.	(Foto: Chuc)
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Dominik Meisinger spielt auch in der Saison 2017/18 für den Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. (Foto: Chuc)

Vertrag verlängert

Dominik Meisinger bleibt beim EC Bad Nauheim

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Dominik Meisinger spielt in der Saison 2017/18 für den Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. Und diese Meldung vom Sonntagnachmittag war im Grunde genommen nur eine Frage der Zeit.

»Er ist ein charakterlich einwandfreier läuferisch guter und flexibler Stürmer, der noch Potenzial hat und seinen Weg gehen wird«, ist Trainer Petri Kujala überzeugt, und auch der 24-jährige Füssener musste seine Entscheidung nicht lange überdenken. »In Bad Nauheim hat von Beginn an alles gepasst. Hier bekomme ich Eiszeit, Verantwortung und habe das Vertrauen des Coaches«, sagt Meisinger, der auf acht Tore und 18 Vorlagen in 51 Spielen gekommen war, ehe er am Saisonende verletzungsbedingt hatte zuschauen müssen.

Beim Spiel in Kassel Ende Februar hatte der Allgäuer den Puck ins Gesicht bekommen, zwei Zähne verloren und sich eine Kieferverletzung zugezogen. Im letzten Hauptrundenspiel gegen Ravensburg bekam er obendrein einen unglücklichen Check, klagte anschließend über Kopfschmerzen, versuchte es noch in zwei Playdown-Spielen gegen Crimmitschau, musste dann aber passen. »Da ist dann wohl alles zusammen gekommen. Inzwischen geht’s mir wieder besser«, sagt Meisinger, den die WZ-Redaktion am Sonntag in seiner Heimat Füssen erreicht.

Natürlich habe er sich über die zweite Liga wieder für die DEL empfehlen wollen, räumt er ein. Von dort, aus Krefeld, war er im Vorsommer in die Wetterau gewechselt. »Aber es ist eben ein wahnsinniger Unterschied, ob man in den entscheidenden Phasen auf dem Eis stehen kann oder anderen dabei zusieht. Ich habe zwei Jahre lang mehr oder weniger durchgehend meine Erfahrungen in der DEL gesammelt. In Bad Nauheim spiele ich einfach eine andere Rolle. Aber vielleicht ergibt sich als etablierter Zweitligaspieler ja mal die Möglichkeit.« Zeit dazu hat er. Zur kommenden Saison fällt er erstmals unter das Ü23-Kontingent, das von 14 auf 17 Spieler erhöht wurde. »Für die 23-, 24-jährigen deutschen Spieler ist diese Regeländerung natürlich von Vorteil. Wer aber Leistung bringt, der muss sich darüber sowieso keine Gedanken machen.« Seinem letztjährigen Teamkollegen Eugen Alanov, statistisch nur unwesentlich besser, traut er den Sprung in die DEL zu. »Ja, ich bin sicher, dass er da Fuß fassen wird.«

Seine eigenen 26 Scorerpunkte bezeichnet Meisinger, der lange in der dritten Reihe gesetzt war und später einige Wochen in der Topformation agierte, als »okay; einige Tore mehr hätten es aber schon sein können.« Das Abschneiden der Mannschaft hat er inzwischen verdaut. »Wenn man die Playoffs verpasst, kann man natürlich nicht zufrieden sein, und im Dezember hatten wir sicherlich einige schwächere Spiele - aber deshalb war die Saison jetzt nicht grundsätzlich schlecht.«

Imponiert hat ihm die Rückendeckung für Trainer Petri Kujala während der Negativserie zum Jahreswechsel. »Der Trainer und auch Geschäftsführer Andreas Ortwein haben den Druck von der Mannschaft genommen. Solche Phasen gibt es nun mal. Und ich bin sehr froh, dass am Coach festgehalten wurde. Petri ist ein fachlich auszeichneter Trainer, der genau weiß, was er sagt und was zu tun ist.«

Den Sommer über wird Meisinger, dessen Lebenspartnerin in Bad Nauheim berufstätig ist, pendeln und im kommenden Winter hat er dann sogar Familienanschluss in Hessen. Mit Daniel Stiefenhofer wechselt nicht nur »Meisis« bester Freund vom Oberligisten Regensburg nach Bad Nauheim. Die Mütter der beiden Profis sind Großcousinen – und insofern sind Meisinger und Stiefenhofer weitläufig auch verwandt.

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