Mit vollem Körpereinsatz bearbeitet der Bad Nauheimer Luis Üffing (r.) seinen Gegner Eduard Lewandowski (Löwen Frankfurt). Am Ende haben die Gäste aus der Mainmetropole im dritten Spiel dieser Saison zum zweiten Mal die Nase vorn.
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Mit vollem Körpereinsatz bearbeitet der Bad Nauheimer Luis Üffing (r.) seinen Gegner Eduard Lewandowski (Löwen Frankfurt). Am Ende haben die Gäste aus der Mainmetropole im dritten Spiel dieser Saison zum zweiten Mal die Nase vorn.

EC Bad Nauheim

Kein glückliches Ende für den EC Bad Nauheim im Derby gegen die Löwen Frankfurt

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Schade! Gut gekämpft, zweimal geführt, doch zu mehr als einem Punkt hat es für den EC Bad Nauheim im Derby der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen die Löwen Frankfurt nicht gereicht.

Immerhin war es der erste Punktgewinn im dritten Spiel für das neue Trainerduo des EC Bad Nauheim, Harry Lange/Patrick Strauch, auch wenn die 2;3-Derbyniederlage gegen die Löwen Frankfurt am Montagabend dennoch weh getan haben dürfte - schließlich verpassten die »Roten Teufel« das glücklichere Ende, in einem Spiel der Deutschen Eishockey-Liga 2, das keinen Sieger verdient gehabt hatte.

Freddy Cabana und Luis Üffing mit seinem ersten Profi-Tor hatten die Gastgeber zweimal in Führung gebracht, Alexej Dmitriev und Marius Erk zweimal ausgeglichen, ehe Kapitän Adam Mitchell den entscheidenden Penalty versenkte.

EC Bad Nauheim: Neu-Trainer Harry Lange will nicht immer nur dem Gegner gratulieren

»Der Punkt geht in Ordnung, auch wenn es mich langsam nervt, immer dem gegnerischen Trainer zum Sieg gratulieren zu müssen«, sagte EC-Coach Lange. »Im ersten und letzten Drittel haben wir so gespielt, wie wir es haben wollen, im zweiten Drittel waren wir zu weit weg vom Gegner. Aber der Wille ist da und so muss es jetzt weitergehen.«

Während die Hausherren auf Marvin Ratmann, der bei Kooperationspartner Kölner Haie weilte, sowie Langzeitausfall Marc El-Sayed verzichten mussten, hatten die Frankfurter unter anderem erneut den Ausfall von gleich drei (!) Kontingentspielern sowie den jüngst infolge einer Corona-Infektion erkrankten Martin Buchwieser zu verkraften.

Die Entscheidung: Löwen-Kapitän Adam Mitchell (l.) hat Felix Bick im Tor des EC Bad Nauheim verladen und drückt den sechsten Penalty durch dessen Schoner ins Tor.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Begegnungen der laufenden Spielzeit, in der die Nauheimer und die Frankfurter je einen klaren Heimsieg gefeiert hatten, entwickelte sich eine über 65 Minuten gutklassige und spannende Partie.

Nachdem Kelsey Tessier (6.) sowie Jamie Arniel (8., 11.) gute Chancen ausgelassen hatten, traf Cabana, der sich clever in der neutralen Zone abgesetzt hatte und vor Löwen-Keeper Bastian Kucis cool blieb, zum 1:0 (15.).

EC Bad Nauheim: Erstes Profi-Tor des Kölner Förderlizenzspielers Luis Üffing

Auch das 1:1 deutete sich an: Die Löwen machte infolge des Rückstands mehr Druck, hatten einige Abschlüsse, so mussten die »Teufel« mit Mann und Maus ihr Tor für den bereits am Boden liegenden Keeper Felix Bick gegen Eduard Lewandowski verteidigen (22.), ehe Alexej Dmitriev nach Pass von Manuel Strodel einschob (25.). Nachdem je eine Konterchance - Stefan Reiter für Bad Nauheim sowie Lewandowski und Luis Schinko für Frankfurt - vergeben waren, traf Üffing nach tollem Forecheck von Förderlizenzkollege Mick Köhler zum 2:1 (38.).

Köhler hätte im Schlussabschnitt seine gute Leistung mit dem 3:1 veredeln können, doch nach einer Puckeroberung blieb Kucis diesmal Sieger (47.). Anders auf der Gegenseite: Die Löwen kombinierten sehenswert aus der eigenen Zone auf Erk, der in der Mitte noch nur einschieben musste (52.). Eine Minute vor Schluss verpassten Andreas Pauli und Arniel auf der Gegenseite das 3:2 nur knapp (59.) und auch in der Verlängerung, als Hohmann und Arniel den Bad Nauheimer Sieg auf dem Schläger hatten, war bei Kucis erneut Endstation (61.) - ebenso wie auf der Gegenseite, als Bick gegen Ex-Teamkollegen Manuel Strodel cool blieb (63.).

Im Penaltyschießen trafen dann Cabana und Lewandowski, während Arniel und Pauli sowie Dmitriev vergaben, sodass Löwen-Kapitän Mitchell, der mangels Alternativen erneut in der Verteidigung aufgelaufen war, die Entscheidung besorgte.

»Das war ein hartes Stück Arbeit heute, aber ich muss meiner Mannschaft gratulieren. Wir hatten elf Spiele in 22 Tagen und haben davon neun gewonnen«, sagte Löwen-Trainer Franz-David Fritzmeier. »Ich hätte mir gewünscht, dass ein paar Fans mit uns hier gewesen wären, um den Derbysieg zu feiern - schließlich haben wir schon lange nicht mehr in Bad Nauheim gewonnen.«

EC Bad Nauheim: Das Derby der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen die Löwen Frankfurt auf einen Blick

EC Bad Nauheim: Bick - Richardson, Schmidt, Ketter, Reinig, Sekesi, Glötzl, Gnyp - Hohmann, Pauli, Arniel, Üffing, Köhler, Tessier, Körner, Reiter, Cabana, Cornett, Bettahar.

Löwen Frankfurt: Kucis - Erk, Mitchell, Sonnenburg Hüttl, Stephan, Wirt, Fischer, Darren Mieszkowski, MacAulay, Strodel, Dmitriev, Kretschmann, Schinko, Proft, Lewandowski, Eisenmenger, Mike Mieszkowski.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Köttstorfer/Lenhart. - Zuschauer: keine. - Strafen: 2 / 2 Minuten. - Tore: 1:0 (15.) Cabana (Körner, Reinig), 1:1 (25.) Dmitriev (Strodel, Kretschmann), 2:1 (38.) Üffing (Köhler, Tessier), 2:2 (52.) Erk (Dmitriev, Hüttl), 2:3 Mitchell (Penalty).

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