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Christoph Körner

EC Bad Nauheim

Christoph Körner: »Die Mentalität hat sich verändert«

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Christoph Körner vom EC Bad Nauheim spricht über Mentalität, seine jüngsten Torerfolge und späte Gegentore.

Christoph Körner ist mit 13 Treffern der aktuell zweitbeste deutsche Torschütze im Kader des EC Bad Nauheim hinter Frederik Cabana. Acht Treffer hat Körner allein in den vergangenen sechs Spielen erzielt; seit er zusammen mit Kelsey Tessier und Cason Hohmann eine Angriffsreihe bildet. Die Scoring-Bilanz des Trios aus den vergangenen sieben Partien: Hohmann (16 von insgesamt bislang 62 Punkten), Tessier (13 von 38) und Körner (13 von 22). Auffällig: Jamie Arniel (mit 22 Treffern der intern erfolgreichste Torjäger) hat seit der »Trennung« von Hohmann nicht mehr getroffen (acht Vorlagen).

Im Interview spricht der gebürtige Garmisch-Partenkirchener Christoph Körner über die Mentalität, die Harry Lange der Mannschaft vermittelt, sowie seine jüngsten Torerfolge. Und er erklärt, wie die Mannschaft die Last-Minute-Knockouts zuletzt wegsteckt.

Christoph Körner, stellt das Fünf-Punkte-Wochenende nun den Beginn der Aufholjagd in Richtung Platz acht dar?

Es ist tut gut, die Punkte geholt zu haben, nachdem wir zuletzt einige Zähler liegengelassen haben; als mehr drin war. Wenn es uns gelingt, diesen Schwung jetzt auch mal mitzunehmen, dann haben wir noch eine Chance, die Playoffs zu erreichen.

Sie sind in den vergangenen sieben Spielen an der Seite von Cason Hohmann aufgelaufen und haben in dieser Zeit acht Ihrer 13 Saisontreffer erzielt. Was zeichnet Cason Hohmann als Nebenmann aus?

Cason ist ein unglaublicher Spieler, ein kleiner wuseliger Mann, den man einfach in der Ecke seine Arbeit machen sollte. Er zieht Aufmerksamkeit auf sich und schafft Freiräume, die man vor dem Tor finden muss. Cason hat die Qualität, den perfekten Pass zu spielen. Er hat den Instinkt, blitzschnell die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dadurch entstehen Chancen.

Was läuft in punkto Ansprache und Intensität unter Harry Lange anders als unter Hannu Järvenpää?

Wir haben aufgrund des engen Spielplans im Grunde nur wenige wirkliche Trainingseinheiten. Diese haben eine sehr gute Qualität, es ist viel Zug drin. Und die Ergebnisse zeigen, dass wir wieder in der richtigen Bahn laufen und in jedem Spiel eine Chance haben, wenn wir so weitermachen.

In der Vergangenheit war die Mannschaft nach einem Rückstand rasch eingebrochen, gerade auswärts, und hat dann oft deutlich verloren. Jetzt kommt das Team aber auch nach einem Zwei- oder Drei-Tore-Rückstand wieder zurück. Was hat sich verändert?

Anfangs haben wir zu Hause gewonnen und auswärts meist auf die Mütze bekommen, ohne, dass sich das einer so recht erklären konnte. Die Mentalität hat sich verändert. Wenn wir in Rückstand liegen, steckt keiner zurück, sondern gibt weiter 100 Prozent. Abgepfiffen wird ein Spiel nach 60 Minuten, und da ist’s egal, wie es nach zehn oder 15 Minuten steht. Wir ziehen unser Ding durch.

In fünf von elf Spielen seit dem Trainerwechsel hat die Mannschaft durch einen Gegentreffern in den letzten 90 Sekunden einen Punkt verschenkt. Inwiefern sitzt das in den Köpfen, wenn die letzten beiden Spielminuten angekündigt werden?

Ich bin keiner, der da an die Vergangenheit denkt. Die können wir nicht ändern. Mich belastet das nicht. Klar ist doch, dass wir die 60 Minuten konstant durchbringen wollen. Und wenn uns das gelingt, sind wir in der Lage, jedes Spiel zu gewinnen.

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