EC Bad Nauheim

Brandt lässt den EC Bad Nauheim jubeln

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim setzt seine Siegesserie fort und bezwingt erstmals in dieser Saison die Dresdner Eislöwen. Beim 4:3-Erfolg nach Verlängerung rückt Marcel Brandt in den Fokus.

Marcel Brandt ist regelrecht »on fire«. Der Neuzugang erzielte im dritten Spiel für die Roten Teufel seine Treffer drei und vier; und dabei auch das Siegtor zum 4:3 (0:1, 1:1, 2:1/1:0)-Erfolg gegen die Dresdner Eislöwen. Mit dem ersten Sieg im vierten Saison-Duell mit den Sachsen hat der EC Bad Nauheim seine Serie auf nunmehr auf fünf Siege in Folge ausgebaut. Angesichts eines Vorsprungs von jetzt 14 Zählern auf Platz elf der Deutschen Eishockey-Liga 2 dürften die Hessen acht Spieltage vor Hauptrundenabschluss auch in punkto vorzeitiger Klassenerhalt durchatmen können.

»Dresden war anfangs besser. Wir waren zu abwartend und haben die neutrale Zone überlassen. In Overtime haben wir die Chance aber kaltschnäuziger genutzt. Marcel Brandt war heute Gold wert«, freute sich Trainer Petri Kujala.

Bad Nauheim hatte in der regulären Spielzeit durch Noureddine Bettahar (24.) und Cody Sylvester (41.) zweimal einen Rückstand ausgeglichen und eine Führung (Brandt/44.) noch abgegeben, bevor Brandt in der vierten Minute der Verlängerung gedankenschnell die Situation erfasste und das Siegtor erzielen konnte. Schon bei beiden Powerplaytreffern (bei nur vier Überzahl-Situationen) hatte der Ex-Nationalspieler binnen 3:05 Minuten zu Beginn des Schlussabschnitts entscheidenden Anteil (ein Tor, eine Vorlage) an der zwischenzeitlichen Wende.

Bad Nauheim wirkte - von kurzen Phasen abgesehen - zwei Drittel lange Zeit ebenso engagiert wie verkrampft. Ein Bandencheck von Eislöwe Tadas Kumeliauskaus gegen Dennis Reimer schien die Gastgeber nach 37 Minuten durchzurütteln; erst recht, da die fiese Attacke unbestraft blieb und stattdessen Brandt, der den hochaufgewachsenen Dresdner zur Rechenschaft ziehen wollte, auf die Strafbank geschickt wurde. Nicht die einzige Entscheidung, die die Frage aufwarf, warum während der Olympiapause keine DEL-Referees für die DEL2-Partien nominiert wurden. Dresden wirkte bis zu diesem Zeitpunkt scheibensicherer, klarer und zielstrebiger. Bad Nauheim präsentierte sich als Arbeiter-Mannschaft; mit wenigen Ausnahmen (Mike McNamee, Leon Niederberger) zwei Drittel lang ohne die klaren Chancen.

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Ein Doppelschlag im Powerplay zu Beginn des Schlussabschnitts brachte merklich frischen Wind in die Partie, die nun zunehmend in den Bann zog. Zwölf Minuten vor dem Ende kassierte die dritte Reihe der Roten Teufel um Center Dominik Meisinger ihren dritten Gegentreffer zum 3:3-Ausgleich, und wenig später standen die Gastgeber mit einem Spieler weniger auf dem Eis. Das blieb ohne Folgen, so dass die Partie verlängert wurde.

Ein Wermutstropfen: Daniel Stiefenhofer schied 13 Minuten vor dem Ende mit einer Ohrverletzung aus und wurde ins Krankenhaus gebracht.

EC Bad Nauheim: Bick - Stiefenhofer, Brandt, Slaton, Mannes, Ketter, Erk - Niederberger, Sylvester, Reimer, Livingston, McNamee, Krestan, Lange, Meisinger, Frosch, Pauli, Kolb, Bettahar, Ratmann.

Dresdner Eislöwen: Schroth - Zauner, Kramer, Hanusch, Schmidt, Veisert, Boutin - Höler, Davidek, Huard, Körner, Kumeliauskas, Siddall, Garten Pielmeier, Walther, Rupprich, Glemser.

Steno: Tore: 0:1 (9.) Walther (Garten, Boutin), 1:1 (24.) Bettahar (Pauli, Stiefenhofer), 1:2 (27.) Davidek (Huard, Höller), 2:2 (41.) Sylvester (Brandt, McNamee - 5-4), 3:2 (44.) Brandt (Krestan - 5-4), 3:3 (48.) Höller (Huard, Kramer), 4:3 (64.) Brandt (Sylvester). - Schiedsrichter: Cori Müns/Ulpi Sicorschi. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Dresden 8. - Zuschauer: 1822.

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