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Keine Chance mehr: Felix Bick (l.) streckt sich vergeblich und kann das 0:2 durch Scott Allen nicht verhindern. Bei den Freiburger Wölfen unterliegen die Roten Teufel deutlich.  FOTO: SEEGER

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Bittere Pille: EC Bad Nauheim verliert 3:6 in Freiburg - Vorsprung schmilzt

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Bittere Pille für den EC Bad Nauheim. In Freiburg setzte es eine 3:6-Niederlage. Dank einer verrückten Aufholjagd sind die Roten Teufel aber noch über dem Strich.

Eine halbe Stunde nach Spielbeginn deutete sich an, dass der Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim erstmals seit dem 13. Spieltag, einem 4:3-Heimsieg gegen die Wölfe Freiburg, nicht mehr zu den sechs punktbesten Mannschaften der Liga gehören würde. Bei eben jenen Breisgauern haben die Roten Teufeln am Sonntag eine schmerzhafte 3:6 (0:2, 2:1, 1:3)-Niederlage einstecken müssen. Nach einem 0:3-Rückstand brachten Mick Köhler und Jesper Kokkila den EC zwar wieder in Schlagdistanz, im Schlussdrittel sorgte aber ein Doppelschlag binnen 46 Sekunden für die Entscheidung.

Weil aber zeitgleich Ravensburg eine 4:0-Führung gegen die Dresdner Eislöwen herschenkte und noch verlor, hat der EC immer noch einen Punkt Vorsprung auf die Pre-Playoff-Plätze.

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"Wir haben gut angefangen, bekommen dann aber zwei Strafzeiten, die das Spiel gedreht haben. Wir kommen dann zurück, machen anschließend aber Fehler, die wir nicht machen dürfen, wenn wir in die Playoffs wollen", sagte EC-Trainer Christof Kreutzer. "Wir haben das Momentum genutzt und die wichtigen Plays gemacht", sagte EHC-Coach Peter Russell.

Am vorletzten Hauptrundenspieltag am kommenden Freitag (19.30 Uhr) in Bad Tölz hat der EC die Chance, im direkten Duell den Rangfünften zu überholen, bevor am Sonntag (18.30 Uhr) der ESV Kaufbeuren nach Bad Nauheim kommt.

Erster Doppelschlag kurz vor der Pause

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Ravensburg am Freitag stellte Kreutzer seine Reihen etwas um, auch weil Förderlizenzspieler Mick Köhler wieder zur Verfügung stand. Jack Combs war erneut als überzähliger Kontingentspieler nicht dabei.

Die Roten Teufel starteten vor 2633 Zuschauern gut in die Partie, doch Freiburg, das zuletzt vier Niederlagen in Serie kassierte, übernahm im Laufe des ersten Abschnitts das Kommando. Die Kreutzer-Truppe ließ aber, wie gewohnt, vor dem eigenen Tor nur wenig zu. Als der EC gerade dabei war, die zweite Unterzahlsituation ohne Schaden zu überstehen, musste Dani Bindels in die Kühlbox. Das dritte Powerplay nutzte Freiburg - Alexander Brückmann traf von der blauen Linie (19.) - und legte nur 24 Sekunden später durch Scott Allen nach.

EC Bad Nauheim: Aufholjagd jäh gestoppt

Bad Nauheim zeigte sich nach der ersten Pause von diesem Doppelschlag aber nicht geschockt und suchte unbeirrt die Lücke in der Freiburger Defensive - fing sich aber durch einen Konter das 0:3 (26.). Jake Ustorf drückte den Puck an Felix Bick vorbei über die Linie. Doch auch danach behielten die Roten Teufel die Köpfe oben und arbeiteten sich tatsächlich zurück. Mick Köhler zog aus der eigenen Hälfte einfach mal los, ließ Peter Spornberger stehen und verlud ECH-Torwart Ben Meisner (32.). Dann holte sich Allen in Überzahl eine Strafe ab und Bad Nauheim brauchte nur 25 Sekunden, um in Überzahl auf 2:3 zu verkürzen. Jesper Kokkila wuchtete die Scheibe ins Netz (40.). Dass Bick zwischendurch das Duell mit Marc Wittfoth für sich entschied, passte im zweiten Abschnitt ins Bild (36.).

Doch ausgerechnet zwei Ex-Nauheimer stoppten die Aufholjagd. Garett Prudens Schuss fälschte Nico Kolb vor die Kelle von Tobias Kunz ab, Bick war machtlos (42.). Erneut in Überzahl - sieben Unterzahlsituationen bei nur zwei eigenen Powerplays sprechen auch eine deutliche Sprache - machte Scott Allen den Deckel drauf. Das sehenswerte 6:2 durch Nikoas Linsenmaier 46 Sekunden später war die endgültige Entscheidung. Mit seinem zweiten Tagestreffer hatte aber Kokkila (56.) das Schlusswort.

Wölfe Freiburg: Meisner - Spornberger, Pageau, Pruden, Brückmann, Christmann, Rießle - Ustorf, Allen, Bulmer, Linsenmaier, Spiro, Billich, Saakyan, Kolb, Wittfoth, Betzold, Danner, Kunz.

EC Bad Nauheim: Bick (ab 52. Kucis) - Kokkila, Card, Ketter, Sekesi, Slaton, Gnyp - Fiddler, Köhler, Ratmann, Hamill, Sylvester, Kahle, El-Sayed, Pauli, Bires, Bindels, Cornett, Palka.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (19.) Brückmann (PP/Linsenmaier, Danner), 2:0 (19.) Allen (Bulmer), 3:0 (26.) Ustorf (Bulmer, Allen), 3:1 (33.) Köhler, 3:2 (40.) Kokkila (PP/Sekesi, Pauli), 4:2 (42.) Kunz (Pruden), 5:2 (50.) Allen (PP/Bulmer), 6:2 (50.) Linsenmaier (Danner, Spiro), 6:3 (56.) Kokkila (Pauli, El-Sayed). - Schiedsrichter: Holzer/Koch. - Strafminuten: Freiburg 8, Bad Nauheim 18. - Zuschauer: 2633.

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