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Andrej Bires (l.) erzielt drei Tore - hier das 1:2-Anschlusstor - gegen die Dresdner Eislöwen zum Sieg reicht es aber trotzdem nicht. FOTO: NICI MERZ

Eishockey

Aufholjagd nicht belohnt: EC Bad Nauheim steht nach 4:5 gegen Dresden vor Saisonende

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Zu lange musste der EC Bad Nauheim in den Pre-Playoffs gegen die Dresdner Eislöwen einem Rückstand hinterherlaufen. Dass es am Ende nochmal spannend wurde, lag vor allem an einem Spieler.

Dass es nochmal so spannend werden würde, hätte nach 44 Spielminuten kaum einer gedacht. Der EC Bad Nauheim lag im ersten Pre-Playoffspiel der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen die Dresdner Eislöwen bereits mit 2:5 zurück und hatte am Ende mehrfach den Ausgleichstreffer auf dem Schläger. Mit 4:5 (0:2;1:2;3:1) verloren die Roten Teufel ein packendes Spiel. Andrej Bires mit drei Treffern und Zach Hamill trafen für den EC.

Am Sonntag (17 Uhr) in Dresden wäre die Saison für den EC bei einer weiteren Niederlage beendet.

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht und einen großen Kampf geliefert, aber auch zu viele Konter und Rebounds zugelassen. Wir sind aber stark zurückgekommen. Das hier ist noch nicht zu Ende", sagte EC-Trainer Christof Kreutzer.

"Das heutige Spiel ist wie die ganze Saison. Wir lassen den Gegner immer wieder ins Spiel kommen", sagte Dresdens Coach Rico Rossi.

Früher Nackenschlag

Schon früh im Spiel drohte ein Nackenschlag. 4:18 Minuten musste der EC - ohne den verletzten Mick Köhler, sein Einsatz am Sonntag ist fraglich - in Unterzahl agieren, davon 1:42 Minuten sogar mit zwei Mann weniger. Tatsächlich hatte aber Bad Nauheim durch Cody Sylvester (6.) und Marcel Kahle (9.) die dickeren Gelegenheiten. Die dritte Strafzeit war aber dann eine zu viel. Kurz zuvor versprang Andreas Pauli der Puck nach Doppelpass mit Tyler Fiddler vor dem leeren Tor, wenige Augenblick später traf Rene Kramer auf der anderen Seite in Überzahl mit seinem Schuss in die kurze Ecke zur Führung für die Sachsen. Den Stimmungsdämpfer verdaute der EC aber gut, doch weitere vernünftige Chancen blieben ungenutzt - auch weil Riku Helenius im Eislöwen-Tor ein extrem starker Rückhalt war.

Seine Vorderleute zeigten sich passenderweise ebenso eiskalt vor dem gegnerischen Gehäuse. Nick Huard nahm einen Abpraller auf, Marcel Kahle hatte ihn zuvor im Laufduell ziehen lassen (18.) - 0:2.

Nur das Anschlusstor

Die Roten Teufel kamen mächtig aufgeladen zum zweiten Drittel auf das Eis. Acht Minuten lang schnürten sie Dresden ein, das Spiel fand nur in einem Drittel statt. Es reichte aber nur zu einem Tor. Andrej Bires verwertete einen Rebound (25.) zum Anschlusstreffer. Jedoch schaffte es der EC nicht, den Druck aufrecht zu erhalten - und Dresden schlug eiskalt zu: Innerhalb von 1:13 Minuten sorgten Kevin Lavallée und Nick Huard für Schockstarre im Kurpark.

Bad Nauheim steckte aber nicht auf und kam durch Zufall und Dresdner Mithilfe zum 2:4 (Hamill/43.), gab das Geschenk aber 66 Sekunden später zurück. Alles schien entschieden, doch der Doppelpack von Bires innerhalb von 47 Sekunden (52.) bescherte den Fans eine hochspannende Schlussphase. Zwei Minuten vor Schluss nahm Kreutzer Torhüter Felix Bick vom Eis. Es brachte nichts mehr.

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Card, Ketter, Sekesi, Slaton, Heyer - Kahle, Sylvester, Hamill, Pauli, Fiddler, Bires, Ratmann, Palka, El-Sayed, Bindels, Cornett.

Dresdner Eislöwen: Helenius - Hanusch, Dotzler, Lavallée, Uplegger, Zauner, Kramer, Flade - Knackstedt, Huard, Pohl, Mitchell, Ritter, Lamoureux, Walther, Pielmeier, Knobloch, Rupprich, Jentsch, Heyter.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Haupt/Oswald. - Tore: 0:1 (12.) Kramer (5-4/Hanusch, Dotzer), 0:2 (18.) Huard (Pohl, Knackstedt), 1:2 (25.) Bires (Fiddler, Pauli), 1:3 (35.) Lavallée (Mitchel, Ritter, 1:4 (37.) Huard (Ritter, Mitchell), 2:4 (43.) Hamill (Fiddler, Cornett), 2:5 (44.) Lamoureux (Mitchell, Ritter), 3:5 (52.) Bires (El-Sayed, Sekesi), 4:5 (52.) Bires (Fiddler, Pauli). - Strafminuten: Bad Nauheim 14, Dresden 10. - Zuschauer: 2179.

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