EC Bad Nauheim

Anschauungsunterricht für den EC Bad Nauheim

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim erhält Anschauungsunterricht vom Tabellenführer. Vor 2125 Zuschauern unterliegen die Roten Teufel den Bietigheim Steelers mit 4:9.

Bietigheim war besser. Einfach klar besser. Und unheimlich effektiv. Neun Treffer hatte dem EC Bad Nauheim in dieser Saison noch kein Team eingeschenkt. Und das mit nur 30 Torschüssen. Mit 4:9 (2:3, 1:3, 1:3) unterlagen die Roten Teufel am Freitagabend dem Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga 2 vor 2125 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion. »Bietigheim hat jeden kleinen Fehler genutzt. Meine Mannschaft hat alles geben. Das Ergebnis zeigt den Unterschied, den wir momentan zu den großen Klubs haben. Mein Respekt gilt den Fans, die uns bis zuletzt unterstützt haben« sagte Petri Kujala, der Trainer, nach dem Anschauungsunterricht für seine Mannschaft, die nur eines der letzten fünf Heimspiele gewinnen konnte. Sein Pendant Kevin Gaudet war sehr zufrieden. »Wichtig war es, dass wir hier nicht in Rückstand geraten sind. Wir hatten das Momentum auf unserer Seite. Letztlich ist das Ergebnis aber zu hoch ausgefallen.«

Die Steelers hatten unter anderem ihre drei Powerplay-Situationen mit maximaler Effizienz genutzt. Herausstechend bei den Gästen: Tyler McNeely, der zweimal traf und drei weitere Tore vorbereiten konnte. Für Bad Nauheim waren »Dauerbrenner« Cody Sylvester (15. Saisontor), Harry Lange, Marvin Ratmann und James Livingston erfolgreich. Der Kanadier - vier Saisontore - hatte zuletzt am 29. Oktober getroffen. Wie schon in den letzten Heimspielen ging die Topreihe aber erneut mit den schlechtesten Plus-Minus-Werten vom Eis. Einen ordentlichen Einstand im EC-Trikot feierte Robin Palka. Der 18-Jährige ist - zunächst bis Anfang Januar - aus dem Nachwuchs des Kölner EC ausgeliehen und gibt dem Kader Tiefe.

Wie schon in der Vorwoche hatte die Partie turbulent begonnen. Nach nur 3:03 Sekunden führte Bietigheim mit 2:1. Der Puck lief wie am Schnürchen gezogen. Blindes Verständnis und enorme Scheibensicherheit prägten das Spiel der Gäste, die wie auf Schienen über das Eis zu gleiten schienen, an der blauen Linie nicht mal ansatzweise aufzuhalten waren und - trotz des Ergebnis-Debakels aus Sicht der Teufel - für ein gewisses Entertainment während der 60Minuten sorgten.

Mit einem Doppelschlag binnen 38 Sekunden zog Bietigheim in der 28. Minute wegweisend von 3:2 auf 5:2 davon. Die Gastgeber bekamen nach dem 3:5-Anschluss (32.) noch ein Powerplay (34.); es blieb die letzte Gelegenheit, noch einmal Spannung in die Partie zu bringen, ehe der Spitzenreiter das Resultat mit Spielfreunde in die Höhe schraubte.

EC Bad Nauheim: Bick - Meland, Slaton, Mannes, Woidtke, Ketter, Erk - Frosch, Sylvester, Livingston, Krestan, McNamee, Niederberger, Lange, Meisinger, Bettahar, Ratmann, Stiefenhofer, Palka.

Bietigheim Steelers: Martinovic - Steingroß, Prommersberger, Borzecki, Brown, Auger, Hüfner, Schwarz - Weller, McNeely, Zientek, Cabana, McKnight, Sommerfeld, Lukes, McPherson, Preibisch, Schoofs, Müller.

Steno: Tore: 0:1 (1.) McNeely (Sommerfeld, McKnight - 5-4), 1:1 (2.) Lange (Bettahar, Erk), 1:2 (4.) Zientek (McNeely, Weller), 2:2 (10.) Livingston (Woidtke, Sylvester), 2:3 (14.) McKnight (Cabana), 2:4 (28.) Zientek (Schoofs, Weller), 2:5 (28.) McKnight (Sommerfeld, Cabana), 3:5 (32.) Ratmann (Stiefenhofer), 3:6 (39.) McNeely (Steingross, McKnight - 5-4), 3:7 (42.) Cabana, 3:8 (52.) Sommerfeld (McNeely, Auger - 5-4), 3:9 (54.) Weller (McNeely, Hüfner), 4:9 (58.) Sylvester (Livingston, McNamee - 5-4). - Schiedsrichter: Engelmann/Vogl. - Strafen: Bad Nauheim 10, Bietigheim 12. - Zuschauer: 2125.

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