EC Bad Nauheim

Andreas Pauli erzielt Siegtor beim Comeback

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
    schließen

Solch ein Comeback lässt sich nur erträumen! Im ersten Spiel nach elfwöchiger Pause erzielte Andreas Pauli das Siegtor beim 3:2-Erfolg des EC Bad Nauheim gegen die Eispiraten Crimmitschau.

Crimmitschau bleibt der Lieblingsgegner der Roten Teufel. Vor 2115 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion gewann der EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 auch den dritten Hauptrunden-Vergleich mit den formstarken Westsachsen. Den spielentscheidenden Treffer zum 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)-Endstand erzielte Andreas Pauli, der nach elfwöchiger Verletzungspause sein Comeback feierte und beim Einlaufen mit einem "Schee, dass’d wieder do bist"-Spruchband empfangen wurde. Zuvor hatten Eric Meland, diesmal auffälligster Spieler auf dem Eis, Cody Sylvester und Dennis Reimer als Topformation die Akzente gesetzt und den Unterschied im Kräftemessen mit dem Tabellensiebten (zuvor sechs Siege aus sieben Spielen) ausgemacht. "Im ersten Drittel hatten wir vielleicht zu viel Respekt. Danach waren wir bissiger und haben defensiv gut gearbeitet", bilanzierte Petri Kujala, der Trainer der Roten Teufel nach nunmehr drei Siegen aus vier Spielen im Jahr 2018. "Wir waren anfangs nicht konsequent genug und haben uns am Ende mit Disziplinlosigkeiten selbst ins Bein geschossen", ärgerte sich Gäste-Coach Kim Collins.

Die Partie hatte - nach mühsamen Beginn aus Sicht der Gastgeber - etwa ab der 30. Minute ihre prägenden Szenen, in denen das Momentum hätte kippen können. Den frühen Rückstand - Jordan Knackstedt nutzte einen Puckverlust von Noureddine Bettahar - konnten Meland (nach schöner Co-Produktion mit Sylvester/14.) und Reimer (im Rebound/24.) drehen, ehe Crimmitschau wie schon im ersten Abschnitt ein Chancenplus bekam, ohne eine erneute Lücke bei Felix Bick zu finden.

Zu Beginn des Schlussabschnitts verhinderte der Keeper der Roten Teufel gegen Patrick Pohl spektakulär den Ausgleich (43.), und quasi im Gegenzug erkämpfte Reimer die Scheibe und bediente Pauli, der nicht lange fackelte und das i-Tüpfelchen auf sein Comeback setzte. Bad Nauheim schien auf bestem Weg, den Sack zuzuschnüren. Allerdings kassierte die vierte Reihe im Anschluss auch ihren zweiten Gegentreffer. (47.). 13 lange Minuten galt es nun noch zu überstehen, wobei sich die Gäste durch Hinausstellungen (Bad Nauheim erhielt zwei Powerplay-Situationen, traf durch Meland aber nur den Pfosten) selbst aus dem Spiel nahmen. Ossi Saarinen, der Finne in den Reihen der Sachsen, war da bereits verletzt in die Kabine marschiert, und zum Schlussspurt fehlte mit US-Boy Robbie Czarnik ein weiterer Eispiraten-Kontingentspieler aufgrund einer Disziplinarstrafe.

Eine Momentaufnahme vor der Partie am Sonntag (17 Uhr) beim SC Riessersee: Der Rückstand auf Rang sechs (sieben Punkte) ist kleiner als der Vorsprung auf Platz elf (acht Punkte, ein Spiel weniger).

EC Bad Nauheim: Bick - Stiefenhofer, Slaton, Woidtke, Mannes, Ketter, Erk - Reimer, Sylvester, Meland, Krestan, McNamee, Livingston, Ratman, Lange, Meisinger, Bettahar, Kolb, Pauli.

Eispiraten Crimmitschau: Kilar – Ostwald, Kranjc, Schietzold, Weber, Oleff, Maschmeyer, Halbauer – Ciernik, Knackstedt, Czarnik, Pohl, Schlenker, Saarinen, Allen, Walsh, Kabitzky, Keil, Gollenbeck, Karachun

Steno: Tore: 0:1 (7.) Knackstedt (Ciernik, Kranjc), 1:1 (14.) Meland (Sylvester, Ketter), 2:1 (24.) Reimer (Sylvester, Mannes), 3:1 (43.) Pauli (Reimer), 3:2 (47.) Karachun (Schietzold, Kabitzsky). - SR: Mischa Appel/Fynn-Marek Falten. - Strafminuten: Bad Nauheim 2, Crimmitschau 12 plus zehn Minuten (Ciernik, Czarnik). - Zuschauer: 2115.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare