Im Abschluss glücklos

  • Michael Nickolaus
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Zwölf Minuten vor dem Ende wurde dem EC Bad Nauheim die größte von vielen guten Möglichkeiten zum Anschluss auf dem Silbertablett serviert. Diego Hofland, zusammen mit Charlie Sarault auffälligster Spieler der Roten Teufel, verpasste per Penalty beim Stande von 1:3 aber die Chance, den Rückstand auf einen Treffer zu verkürzen. Am Ende unterlag die Mannschaft von Petri Kujala vor 7000 Zuschauern in der Eissporthalle am Ratsweg den Löwen Frankfurt mit 1:4 (0:3, 1:0, 0:1), wobei Dusan Frosch den Treffer für die Gäste erzielte. Für Frankfurt, die aktuell beste hessische Mannschaft der Deutschen Eishockey-Liga 2, war’s der erste Derby-Sieg nach zuvor zehn vergeblichen Anläufen.

Zwölf Minuten vor dem Ende wurde dem EC Bad Nauheim die größte von vielen guten Möglichkeiten zum Anschluss auf dem Silbertablett serviert. Diego Hofland, zusammen mit Charlie Sarault auffälligster Spieler der Roten Teufel, verpasste per Penalty beim Stande von 1:3 aber die Chance, den Rückstand auf einen Treffer zu verkürzen. Am Ende unterlag die Mannschaft von Petri Kujala vor 7000 Zuschauern in der Eissporthalle am Ratsweg den Löwen Frankfurt mit 1:4 (0:3, 1:0, 0:1), wobei Dusan Frosch den Treffer für die Gäste erzielte. Für Frankfurt, die aktuell beste hessische Mannschaft der Deutschen Eishockey-Liga 2, war’s der erste Derby-Sieg nach zuvor zehn vergeblichen Anläufen.

Kujala hatte sich im Kontingentspieler-Roulette gegen die torgefährlichste Mannschaft der Liga für die Variante mit vier Feldspielern entschieden und im insgesamt fünften hessischen Derby der Saison erstmals Jan Guryca von Beginn an das Vertrauen geschenkt.

Der Torhüter musste allerdings in den ersten 20 Minuten dreimal hinter sich greifen, wobei er bei den Distanzschüssen zu den Gegentreffern zwei und drei eine unglückliche Figur abgab und erst im weiteren Verlauf der Partie der erhoffte Rückhalt war.

Bad Nauheim gehörten überraschend die ersten Minuten der Partie. Frankfurt kam erst mit dem ersten Torschuss – den Abpraller nutzte Goldhelm Matt Pistilli (8.) – so richtig ins Spiel und konnte diesem auch dank eines Doppelschlages vor der ersten Pause den Stempel aufdrücken. Eric Stephan (17.) und Richie Mueller (19./im Powerplay) trafen binnen 127 Sekunden mit Schüssen aus der Distanz.

Die Gäste ließen die Köpfe nicht hängen, hatten in Charlie Sarault die treibende Offensivkraft, lähmten sich in diesem Durchgang aber durch zu viele unnötige Hinausstellungen. Als Dusan Frosch mit einer Einzelleistung dann aber den Anschluss – zu diesem Zeitpunkt wie auch dem Nichts – erst einmal hergestellt hatte (30.), kreierten die Roten Teufel plötzlich Chance auf Chance, hatten vor Brett Jaeger aber einfach nicht das nötige Quäntchen Glück im Abschluss.

Ein ähnliches Bild bot sich im letzten Abschnitt. Frankfurt verlegte sich auf’s Verwalten, setzte nach vorne immer wieder Nadelstiche, und die Gäste blieben im Abschluss ohne Fortune. Seinen Einstand bei den Roten Teufel hatte Steve Slaton gegeben. Der Verteidiger spielte – abseits seiner beiden Hinausstellungen – einen unauffälligen Part.

Vor der Partie hatten Gerüchte um einen (sofortigen) Wechsel von Diego Hofland zum DEL-Klub Krefeld für Diskussionsstoff gesorgt. Dort, bei den Rheinländern, ist bezeichnenderweise Matthias Roos, bis November Sportlicher Leiter in Bad Nauheim, in die personellen Planungen eingebunden. »Ich stehe mit Matthias in einem regen Austausch, und es ist mir rätselhaft, woher solche Spekulationen kommen«, sagte Andreas Ortwein, der EC-Geschäftsführer, mit dem Verweis auf einen bis Saisonende datierten Vertrag mit dem 25-jährigen Stürmer.

Löwen Frankfurt: Jaeger – Stephan, Tomassoni, Cespiva, Keussen, Card, Gläßl – Brett Breitkreuz, Laub, Clarke Breitkreuz, Liesegang, Stretch, Pistilli, Gawlik, Jarrett, Mueller, Rinke, Pfennings.

EC Bad Nauheim: Guryca – Johanssson, Gerstung, Götz, Kranjc, Ketter, Slaton, Kohl – Pauli, Dineen, Frosch, Alanov, Sarault, Krestan, Lange, Meisinger, Hofland, Mannes, Lascheit, Pauker.

Steno: Tore: 1:0 (8.) Pistilli (Stretch), 2:0 (17.) Stephan (Laub, Tomassono), 3:0 (19.) Mueller (Tomassoni - -5-4), 3:1 (30.) Frosch (Johansson), 4:1 (55.) Jarrett . - Schiedsrichter: Robert Paule. - Strafminuten: Frankfurt 12, Bad Nauheim 14. - Zuschauer: 7000 (ausverkauft).

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