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Basketball-Spieler und -Trainer Paul Stockhausen (am Ball) trainiert das G 8-Team der Kurt-Schumacher-Schule.

"Skyliners" trainieren mit Schülern der KSS

Karben (cf). Der Schweiß floss in Strömen, als zwei erfahrene Basketballprofis der Fraport Skyliners mit Zehntklässlern der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) trainierten. Cornelia Doderer, Fachvorsteherin Sport an der KSS, begrüßte als Gäste in der Turnhalle Trainer Inanc Erkli, Spieler und Trainer Paul Stockhausen und Anja Emler, die beim Basketball-Bundesligisten für das Projekt "Basketball macht Schule" verantwortlich ist.

Das Trio funktionierte die Turnhalle kurzerhand in eine "School Clinic" um.

"Die Fraport Skyliners wollen mit ihrem Projekt viele Bürger, vor allem Schüler, für Basketball begeistern. Ziel ist es, die Sportart Basketball fest im regionalen Sport- und Freizeitangebot zu verankern", informierte Emler. An der KSS gibt es Basketballangebote innerhalb des Sportunterrichts ab dem sechsten Schuljahr. "Die 18 Schüler des Sportorientierungskurses der E-Phase (G 8) hatten bereits im Frühjahr einen Basketball-Block", informierte Doderer. Sie nahm auf dem Sportlehrertag in Wetzlar an einer Lehrerfortbildung teil, die wie die Schulprogramme "School Clinic" von den Fraport Skyliners kostenlos für Schulen ist. "Mit Glück kann eine Schule außerdem Karten für ein Heimspiel der ersten oder zweiten Skyliners-Bundesligamannschaft in der Fraport-Arena in Höchst gewinnen", informierte Projektleiterin Emler.

Mitgebracht hatten die Gäste jede Menge Basketbälle, blauweiße Skyliner-Shirts und Turnbeutel für jeden Schüler. Mit dem seit zwölf Jahren bestehenden Projekt "Basketball macht Schule" wollen Vorstand und Profis des Vereins, Kinder und Jugendliche im Rhein-Main-Gebiet in Bewegung bringen. Die beiden Profis trainierten mit den KSS-Schülern "Fassen, Werfen, Fangen", die drei Grundtechniken jeden Schnellangriffs. Und wie das Adjektiv "schnell" signalisiert, war Tempo gefragt.

"Los, los, los, gebt Gas. Dribbelt nicht so lange rum, lauft. Dribbeln kostet wertvolle Zeit. Ich will Schweiß laufen sehen", rief Trainer Erkli den Schülern immer wieder zu. "Das schnelle Umschalten von Angriff auf Verteidigung und umgekehrt ist eine Kopfsache. Das Umschalten ist enorm wichtig, um einen Schnellangriff einzuleiten oder zu verhindern", erläuterte Emler. Immer wieder trainierten die Schüler, angefeuert von den Trainern, ihre Schnelligkeit. Im dynamischen Basketball gibt es fünf klassische Feldpositionen: je zwei Guards (Aufbauspieler) und Forwards (Flügelspieler) sowie einen Center (Verteidiger), der unter dem Korb spielt.

Immer wieder warfen sich die Schüler Bälle zu, versuchten, sie in den in rund drei Metern Höhe befindlichen Körben zu versenken. Das war nicht einfach, weil Stockhausen den Gegner gab und keinen Ball verschenkte. Immer wieder blockte er gegnerische Würfe ab oder holte sich den Ball. Geübt wurden in großer Runde auch sogenannte Crossover. Da wechselt der Ball, entweder vor oder hinter dem Körper, von der einen zur anderen Hand. Auch das Handling mit Ball mit nur einem Finger oder einer Hand wurde geübt.

Erkli trieb die KSS-Schüler zwar ständig an, aber er sparte auch nicht mit Lob für gelungene Spielzüge. Nebenbei verriet er den Schülern etliche Tricks und verbreitete gute Laune. Auch Stockhausen lobte: "Das ist eine sehr gute Gruppe. Alle sind fit und halten das sehr hohe Spieltempo durch." Emler sagte, dass bei Schulterminen bereits Talente unter den meist sehr sportlichen Schülern entdeckt wurden. In Karben stach die einzige Spielerin auf dem Feld, Ida Gubitzer, aus ihrem Fünferteam hervor. Die sportliche Fünfzehnjährige spielt Handball beim TV Petterweil, turnt bei der TG Groß-Karben und spielt beim KSV Klein-Karben Tennis.

Informationen sowie Anmeldemöglichkeiten zu den Angeboten der Fraport Skyliners für Schulen und Lehrer gibt es auf der Internetseite www.fraport-skyliners.de.

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