Väterchen Frost hinterlässt seine Spuren

Frankfurt (lhe). Der Winter war kurz und hart, aber er hat seine Spuren hinterlassen auf den Straßen. Aus den Etats der Kommunen müssen millionenschwere Beträge gezahlt werden, um die Schlaglöcher zu stopfen und die beschädigten Straßen auszubessern.

Auf Bundesmittel können die Kommunen in diesem Jahr aber nicht hoffen, wenn es darum geht, die gröbsten Frostschäden zu flicken.

Allein in Frankfurt liegt die Höhe der Kälteschäden bei einer Million Euro, wenngleich es im Winter zuvor fast doppelt so viel war. Auch in Offenburg, Nidda, Hanau und Kassel müssen die Bautrupps ausrücken.

In den meisten Rathäusern ist allerdings auch klar: Das Geld reicht nicht aus. »Wir können nicht so viel in unsere Straßen investieren, wie eigentlich notwendig wäre, um den Status quo zu erhalten«, sagt zum Beispiel Kassels Baudezernent Christof Nolda (Grüne).

Auch Hessens größte Stadt Frankfurt schiebt enorme Rückstände vor sich her, die unter anderem durch den Winter entstanden sind. Anfang des Jahres hätte die Metropole nach Angaben des Verkehrsdezernats 81,5 Millionen Euro investieren müssen, um 389 noch beschädigte Straßen im Stadtgebiet zu reparieren. Das ist zwar weniger als Anfang 2011. Aber auch in diesem Jahr hat das zuständige Amt nach Angaben von Donnerstag »nur« 15,9 Millionen Euro zur Verfügung.

»Wir müssen damit leben, dass wir immer weniger Geld haben als wir brauchen«, sagt Gabriele Dehmer vom Frankfurter Amt für Straßenbauwesen. »Perspektivisch werden wir auch weiterhin eine Schadenszahl vor uns her schieben.« Im vergangenen Jahr hatte die Stadt unter anderem 4,3 Millionen Euro aus dem Programm »Winterschäden« der Landesregierung erhalten.

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