Senckenberg baut um und wird viel größer

Frankfurt (lhe). Senckenberg wächst und baut um. Das Naturkundemuseum in Hessens größter Stadt soll bis 2019 fast doppelt so groß und neu konzipiert werden – unter anderem mit einem Planetarium.

Zugleich erhalten die Wissenschaftler und die Sammlungen mit ihren mehr als 37 Millionen Exemplaren bis März 2018 in alten Universitäts-Gebäuden deutlich mehr Platz. Das kündigte der Präsident der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Dietmar Schmid, auf einer Pressekonferenz in der Mainmetropole an. Senckenberg solle als ein möglicher Leuchtturm auf dem neuen Kulturcampus in Bockenheim stehen.

Die Kosten für den Umbau der alten Uni-Gebäude für die Wissenschaft in Höhe von fast 117 Millionen Euro übernehmen Bund und Land, so Schmid. Erweiterung, Umbau und Neukonzeption des Museums kosteten voraussichtlich rund 50 bis 60 Millionen Euro. Einen Grundstock von etwa 20 Millionen Euro habe Senckenberg dafür bereits, der Rest müsse aus Spenden finanziert werden. Das Bankhaus Metzler und die KfW Bankengruppe sagten bereits Unterstützung zu, ohne aber Summen zu nennen.

Die Museumsfläche soll von derzeit 7000 auf bis zu 13 000 Quadratmeter wachsen, die Baukosten dafür beziffert Senckenberg auf rund 35 Millionen Euro. Dazu kommen jeweils etwa zehn Millionen Euro für die Innengestaltung und den Umbau. Spätestens bis Ende 2013 soll das Konzept stehen, erste Grundlagen dafür sollte Senckenberg ein zweitägiger Fachkongress in dieser Woche bringen, der zugleich als Start für das »Projekt Senckenberg« galt. Architekten und Planer sollen bis Ende 2014 ausgewählt und die Planungsphase Ende 2015 abgeschlossen sein. 2017 – im Jahr des 200. Jubiläums von Senckenberg – soll die etwa zweijährige Fertigstellung des Baus beginnen.

Die Ausstellung teilt sich künftig auf die vier Themen Kosmos, Erde, Mensch und Zukunft auf, wie der Generaldirektor der Gesellschaft, Volker Mosbrugger, ankündigte. Die Wissenschaft bekommt unter anderem im ehemaligen historischen Hauptgebäude der Universität neue Räume.

Die Fläche für die Büros, Labors und Sammlungen wird um gut 60 Prozent größer. Als Bauzeit ist Mai 2014 bis März 2018 vorgesehen.

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