Rathausführungen entpuppen sich als Renner

Frankfurt (pia). Mit großem Erfolg sind die Tage der offenen Tür zu Ende gegangen, die das Presse- und Informationsamt im Auftrag der Stadtverordnetenversammlung nach achtjähriger Pause in neuem Gewand wieder aufgelegt hatte.

Frankfurt (pia). Mit großem Erfolg sind die Tage der offenen Tür zu Ende gegangen, die das Presse- und Informationsamt im Auftrag der Stadtverordnetenversammlung nach achtjähriger Pause in neuem Gewand wieder aufgelegt hatte. Das Programm unter dem Motto »Familie - Zusammenleben in Frankfurt« lockte am Samstag und Sonntag nach Angaben der Stadt insgesamt rund 30 000 bis 40 000 Besucherinnen und Besucher in das Rathaus. In einer ersten Bilanz sagte Presseamtsleiter Nikolaus Münster: »Es ist uns gelungen, an eine große Tradition anzuknüpfen und zugleich mit ›EinBlick ins Rathaus‹ die Tage der offenen Tür neu zu erfinden. Ins Zentrum der Veranstaltung haben wir den Dialog mit dem Bürger gerückt - und zwar in originellen und modernen Formen. Dies ist sehr gut angenommen worden, sowohl von Seiten der Politik wie von den Bürgern.«

»Triff die Stadt!«, hieß es im Limpurgsaal des Römers, wo Stadtpolitiker und Verwaltungschefs Bürgern im Vier-Augen-Gespräch begegneten. Wer keinen Termin mehr bekommen hatte, kam mit den Stadtpolitikern in entspannter Atmosphäre beim Espresso ins Gespräch. Für Orientierung in dem großen Rathaus-Angebot sorgten die Römerbotschafter - 75 Auszubildende der Stadt, die rotgehemdet in den Hallen unterwegs waren, zeigten, wo es langging.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, den Römer auf eigene Faust zu erkunden und einen Blick in das Dienstzimmer von Oberbürgermeisterin Petra Roth oder des Stadtverordnetenvorstehers Karlheinz Bührmann zu werfen. Nicht wenige Besucher waren mit Fragebogen in der Hand unterwegs. Denn am Ende der Rathaus-Tour winkten den frisch gekürten »Römerexperten« eine Urkunde und kleine Geschenke. Besonders begehrt waren auch die geführten Touren durch das Rathaus mit den Profis von der Kulturothek. »Einer kam durch - Von der Bürgeridee bis zum Stadtverordnetenbeschluss«, hieß es im Plenarsaal, wo Kabarettist Michael Quast das Publikum mit seinem »bürokratischen Triumphmarsch« begeisterte und dafür Standing Ovations bekam. Dass es nicht staubtrocken zugehen muss, wenn es um Kommunalpolitik geht, zeigte ein Film, der die Arbeit der Stadtverordnetenversammlung in Szene setzt und bei den Tagen der offenen Tür Premiere hatte.

Und noch mehr Anschauungsmaterial zur Stadtpolitik lieferten die Fraktionen, die sich an diesem Wochenende ebenfalls den Fragen der Bürger stellten.

Was die Ämter der Stadt tun, um familiären Zusammenhalt in Hessens größter Stadt zu fördern, war in der Römer- und Schwanenhalle zu sehen. »Sicher im Straßenverkehr«, »Bildungsangebote in der Kinderbetreuung und an Schulen« und »Strom sparen« - das waren Themen, die von den 22 beteiligten Ämtern zum Teil dreidimensional und spielerisch dargestellt wurden.

Ein besonderes Programm bot der Zoo zusammen mit der Stadtbücherei: Bei »Super:Mann liest vor« lasen Mitarbeiter des Tiergartens Kindern Geschichten vor. Im Römerhöfchen wurde das diesjährige Familienprogramm im Grüngürtel vorgestellt. Und der Präventionsrat gab »Schnupperern« einen Einblick in seine Anti-Gewalt-Seminare. Auch an den Informationsständen kam es in vielen Einzelgesprächen zu einem Dialog zwischen Bürgern und Vertretern der Kommune.

Lieblingsgerichte im Ratskeller

»EinBlick ins Rathaus« war unterhaltsam und informativ - und weckte den Appetit. Im Ratskeller standen Lieblingsgerichte auf der Speisekarte. Ob Rippchen oder Frankfurter Würstchen, Grüne Soße oder Handkäs' - bei den traditionellen Speisen wurde kräftig zugelangt. Und ein Schoppen durfte auch dabei sein. Kulinarisch mussten die Tage der offenen Tür nicht neu erfunden werden.

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